Digitaler Frühjahrsputz: Dienste und Apps ausmisten

24. März 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Der Frühling steht vor der Tür – viele Menschen veranstalten dann immer den klassischen Frühjahrsputz. Da holt man die Tassen und Teller aus dem Schrank und wischt noch einmal feucht durch. Digital haben wir keine Tassen und Teller, aber Services und viele Dienste. Und ja – leider vergisst man die ungenutzten zu häufig.

delete my account

Man meldet sich hier und da via Twitter, Facebook oder Google an – und endet irgendwann mit einer schier unendlichen Flut von Accounts, deren Beseitigung wahrscheinlich einige Stunden Zeit kostet. Zeit, die der moderne Mensch meistens nicht für die Bereinigung des digitalen Unrates investieren will. Dieser Beitrag soll euch helfen, zumindest ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen – gerade wenn man hier und da Dinge ausprobiert, sammelt sich viel Müll an.

Eben jener Müll ist ja oftmals nicht einmal nur als Unrat zu bewerten, sondern auch als potentielle Sicherheitslücke. Von daher – schmeißt raus, was ihr nicht mehr benötigt, entzieht Diensten und Apps die Rechte.

Google: Verbundene Geräte und Apps findest du hier. Google listet nicht nur Apps und Geräte, sondern teilt auch mit, in welchem Umfang die Dienste Zugriff auf eure Daten haben. Nutzt ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung, dann findet ihr hier die Anwendungsspezifischen Passwörter, die man bei Nichtgebrauch auch löschen sollte.

Twitter: Twitter bietet ebenfalls die Möglichkeit, das Konto in anderen Diensten und Apps zu nutzen, sodass zumindest bei mir hier eine stattliche Auswahl zusammenkam. Auch in die Twitter-Apps solltet ihr schauen, da hat sich bestimmt einiges angesammelt.

Dropbox: Der Onlinespeicher bietet Apps die Möglichkeit, direkt mit dem Speicher zu kommunizieren. So können zum Beispiel Apps direkt in die Dropbox speichern. Autorisierte Apps und Geräte lassen sich über die Sicherheitsseite einsehen. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

Box: Auch ein Cloudspeicher, der ähnlich Dropbox arbeitet und Dritt-Apps Zugriff auf den Speicher erlaubt.

Facebook: das Social Network ist traditionell Ort vieler verbundener Apps, denn unzählige Dienste nutzen bereits einen Facebook-Login. Das ist natürlich super praktisch, aber sofern man diese Dienste verlässt, sollte man sich auch aus derApp-Seite bei Facebook werfen.

Google+: auch hier lassen sich Apps finden, die auf Informationen zugreifen können. Das können unter anderem auch Spiele sein, die auf Google Play Games zugreifen, oder aber auch Apps, die den Google-Signin nutzen.

Microsoft: Apps greifen logischerweise auch auf das Microsoft-Konto zu, da dieses mittlerweile als Authentifizierungsmittel genutzt werden kann. Einen Überblick über eure Daten, beziehungsweise die verbundenen Apps erhaltet ihr hier.

Foursquare: das Location Based Network kann ebenfalls mit Diensten oder Apps verbunden werden, sodass auch hier den Nutzern ein Blick angeraten ist.

Instagram: Fotos von A nach B schicken und natürlich könnt ihr auch Apps mit Instagram verbinden. Muss das sein? Könnt ihr hier überprüfen.

LinkedIn: das Karriere-Netzwerk kann sich ebenfalls mit Apps verbinden lassen.

Yahoo: Unter dem Punkt Anwendung und Sicherheit könnt ihr mit Yahoo verknüpfte Apps und Dienste einsehen und auf Wunsch deaktivieren.

Flickr: Auch Yahoos Foto-Netzwerk bietet Sharing, App-Integration und Co an. Was alles Zugriff hat, seht ihr hier.

IFTTT: Wenn dies – dann das. IFTTT verknüpft Dienste miteinander. Heißt: hier gibt es jede Menge aufzuräumen, sofern man den Dienst viel nutzt oder nutzte.

Das war hier erst einmal nur eine kleine Auswahl – es gibt ja mittlerweile eine schier unüberschaubare Flut an Diensten, die man miteinander verknüpfen kann – oder Apps, denen man Zugriff auf Dienste gibt. Als gute Anlaufstelle kann ich hier beispielsweise  auch mal justdelete.me empfehlen.

Diese Seite zeigt euch jede Menge Dienste im Netz an, zudem wird ein direkter Link zur jeweiligen Accountlöschung hinterlegt. Wer also flott sein Konto bei Facebook, about.me und Co löschen möchte, der wird dort fündig. Zudem besitzt die Seite einen Indikator, der aussaugt, wie schwer so eine Accountlöschung ist.

Es existiert zudem eine Chrome-Erweiterung, die euch beim Besuch diverser Seiten anzeigt, wie schwer der Account zu löschen ist – und ein Klick auf das entsprechende Symbol katapultiert euch eben in diese Einstellungen.

Where to delete an account
Digitaler Frühjahrsputz: Dienste und Apps ausmisten
Entwickler: mikerogers.io
Preis: Kostenlos
  • Where to delete an account Screenshot

Tut euch doch auch gleich den Gefallen und setzt die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, sofern sie vorhanden ist. Eine Übersicht über die Dienste und die Authentifikationsmethoden findet ihr zum Beispiel bei Two Factor Auth List.

In diesem Sinne: Fröhliches Ausmisten!

 



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Über den Autor: caschy

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