Die Zukunft ist smart

23. Oktober 2011 Kategorie: Hardware, Internet, Mobile, geschrieben von: caschy

Eigentlich mag ich das Wort „smart“ nicht. Smart ist überstrapaziert. Mein TV ist smart, das Auto smart und Technik sowieso. Das aus dem Englischen kommende Wort bedeutet eigentlich pfiffig, gewandt, findig, geschickt, hübsch oder auch schneidig. Im Tech-Bereich steht Smart für alles Verschmelzende. Multi-Lösungen. Smartphone. Smart TV. Smart Cities. Und ja, ich denke, dass unsere Zukunft smart ist.

Technologie wird mittlerweile nicht für den Freak, sondern die Gattung Mensch gemacht. Es muss funktionieren. Für jedermann. Einfach. Wir werden nicht nur mit unserem Computer  agieren und so mit dem Internet vernetzt sein, sondern überall. Wir werden intelligente Geräte in unserem Haushalt nutzen, wie den Kühlschrank, den ich letztens vorstellte. Staubsaugerroboter wuseln schon heute durch einige Wohnungen und wer genug Asche auf der hohen Kante hat, der steuert bereits heute seine Lichtanlage, Rolladen & Co des Hauses mit einem iPad.

Doch auch andere Technik wird „smart“. Das Gesundheitswesen. Der Verkehr, die Steuerung der Energie, einfach alles. Die Geräteklassen wie Smartphone, Tablet, Computer und Co werden weiter zusammen wachsen. Werden Schaltstelle zu allen Lebenslagen. Alles einfach einfach. Oft denke ich an den Disney-Film WALL-E.  Menschen, die verlernt haben, etwas zu tun. Aber mal ehrlich – ist es in der Geschichte nicht völlig normal, dass wir etwas verlernen, dafür aber neu entdeckte Technologien erlernen und für uns nutzen?

Kann einer von euch noch Feuer machen oder ein Mammut erlegen? Wohl kaum. Ok, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich – aber ich denke, ihr wisst worauf ich hinaus will. Wir legen beschwerliche Sachen ab und nutzen neue Technologien für uns – Dinge, die uns das Leben erleichtern. Ich lese oft, dass Menschen sagen: „ich brauche kein Tablet“. Viele liegen damit sicherlich richtig – doch ich behaupte, dass die Zukunft anders aussieht. Das Tablet wird unser Überall-Begleiter, der uns das Tor zur Wissenswelt öffnet und gleichzeitig zentrale Schnittstelle zu allem ist.

Welches Betriebssystem von welchem Hersteller auf den Geräten der Zukunft läuft? Man weiss es nicht. In dunklen Visionen könnte man schwarzmalen, dass große, allmächtige Konzerne das Wissen und die Macht der Welt innehaben. Fängt ja alles schon klein an. Google kauft Motorola Mobility, Microsoft steigt bei Nokia mit ein und und und. Große Konzerne verschmelzen, tauschen Technologien aus um auf dem Markt zu bestehen.

Wie ich auf diesen Beitrag komme? Weil mir durch meinen Umzug und die Neuverkabelung meiner Bude mal wieder klar wurde, was man eigentlich  bereits heute machen kann, obwohl es vielleicht eine Nischentechnologie ist. Ich kann mein TV-Gerät via Smartphone bedienen, direkt Bilder, Video & Co auf den großen Schirm zaubern. Ich kann sowohl unter iOS oder Android die Musik in den einzelnen Räumen ansteuern (mit meinem SonosSystem) und vieles, vieles mehr.

Doch schaue ich in den Alltag, dann sehe ich, dass die möglichen Technologien nicht immer so smart dargestellt werden, wie sie eigentlich sind. TVs werden getrennt beworben, Tablets, Smartphones und Co immer auf „rasend schnell ins Internet“ runtergebrochen. Technik muss zusammen wachsen und diese Verschmelzung muss auch von den Herstellern so beworben werden. Das ist zum Beispiel ein Grund, der mich zum „Kommentar: warum Ice Cream Sandwich die Tablet-Verkäufe nicht anfeuern wird“ greifen ließ. Erschreckend, wie viele Menschen den Beitrag falsch verstanden haben und gleich wieder auf die langweilige Apple <> Android-Geschichte kamen.

Jeder soll das nutzen, womit er glücklich ist oder wird. Es gibt nichts Perfektes für die Masse. Weder bei Google, noch bei Microsoft oder auch Apple. Doch einige Firmen scheinen es ja tatsächlich besser hinzukriegen, smart zu sein und das Bedürfnis der Menschen zu befriedigen. Welche das für euch ist – findet es heraus.

Heute Apple, morgen Google, übermorgen Microsoft. Es kann so schnell gehen, dass der Markt kippt und sich zugunsten Firma XYZ verlagert. Wir haben gerade mal 2011. Fragt mal die Apple-Boys, was sie vor 2007 genutzt haben – oder hey – was haben Android-Nutzer vor Ende 2008 genutzt?

Ihr seht – die mobile Technik entwickelt sich gerade so schnell, wie kaum etwas, was ich in meiner langen Computerzeit kommen und gehen gesehen habe. Die Zukunft ist definitiv smart – und vielleicht etwas absehbarer, als noch in den 50er oder 60er-Jahren, als alle noch dachten, im Jahr 2000 fliegen die Autos durch die Luft und so.

 

Ich denke, bei uns fängt das langsamer an. Smartphones und Tablets eben, die den TV steuern – alternativ lässt sich die Smartphone- oder Tablet-Funktion 1:1 auf den Smart TV abbilden. Kein Wunder, dass LG, Samsung & Co so heiß darauf sind, mit Smart-Geräten im Wohnzimmer zu landen. Denn auch Apple wird auf kurz oder lang so ein Gerät auf den Markt bringen und auch Google TV 2.0 steht in den Startlöchern – erste Screenshots sind bereits im Netz aufgetaucht.

Bis wir total vernetzt sind und alles smart ist, wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen und wir werden sicherlich viel über Technik lesen, die den Sprung in die Zukunft nicht schaffen wird – in anderen Blogs und natürlich auch hier.

Wichtig ist: immer auf dem Laufenden bleiben, Techniken für sich nutzen, so wie man sie braucht. Wer ein wenig Zeit hat, schaut sich die Doku von 1972 mal an, die ich bereits mal im Blog hatte. Sie zeigt die Zukunft – aus der Sicht von 1972. So, viel Text, wenig Sinn – ich gehe dann mal raus. Ins Real Life. Ohne Tablet, ohne Notebook und auch ohne Smartphone. Total offline. Muss auch mal sein. Auch in der Zukunft.


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Über den Autor: caschy

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