Die Grünen messen eure Internetverbindung durch

28. November 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von: André Westphal

gruene logoDie Partei Bündnis 90 / Die Grünen hat eine neue Initiative im Internet gestartet: „Der grüne Breitbandcheck“ ploppt hier beim Besuch der offiziellen Website auf. Wer zustimmt, kann seine Internetgeschwindigkeit messen lassen. Man nutzt dabei die Techniken von SpeedOfMe. An den Anbieter werden daher auch Daten wie die individuelle IP-Adresse und das Testdatum übermittelt. Ziel des Projekts ist es, die Versprechungen des Bundesministers für Vekehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, auf die Probe zu stellen.

Dobrindt hatte für 2018 Internetanbindungen mit 50 Mbit/s für so gut wie alle deutschen Bundesbürger in Aussicht gestellt. Ob das ein realistisches Ziel sein könnte, sollte jeder anhand seiner aktuellen Geschwindigkeit und dem Potential für die nächsten Jahre entscheiden. „Der grüne Breitbandcheck“ soll sozusagen einen ersten Wasserstand ermitteln und klarstellen, ob die Bundesregierung beim Ausbau von rasanten Internetanschlüssen wirklich so vorlegt wie versprochen.

gruener check

Der grüne Breitbandcheck ist aber natürlich auch ein Seitenhieb gegen Dobrindgt, der öffentlich des Öfteren harsch gegen Bündnis 90 / Die Grünen Stimmung gemacht hat. Denn ob die Grünen am Ende bei der Errechnung ihres „Bundesdurchschnitts“, die Partei setzt den Begriff sogar in weiser Voraussicht bereits selbst in Anführungsstriche, ein repräsentatives Ergebnis für Deutschland erzielt, sei dahingestellt.

Zumal am Breitbandcheck natürlich nur diejenigen teilnehmen werden, welche die Website der Grünen besuchen. Jene Klientel dürfte weniger mit dem durchschnittlichen Internetnutzer übereinstimmen. Doch ein bisschen PR-Gehabe für einen guten Zweck, in diesem Fall fixere Internetverbindungen, kann man mal hinnehmen. Besonders da Dobrindt eine Steilvorlage geliefert hatte.

Besser sieht es da übrigens mit den Forderungen des Bundesministers nach kostenlosem Wi-Fi in Regionalzügen aus.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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