Die eigene Handschrift für den Computer

28. Dezember 2011 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: caschy

Puh, ich mache ja fast jeden Scheiss für euch mit, aber nun wird es hart. Ich fange mal mit einem Outing an: ich habe die wohl schlechteste Handschrift überhaupt. Schon immer gehabt. Bei mir gab es damals kein “schön schreiben” und so. Füller & Co hab ich immer verachtet, der Kugelschreiber war mein Freund. Und in den vielen, vielen Jahren des Computerns wurde die Handschrift natürlich nicht besser, sondern schlechter.

Klar, benutze ja ausschließlich die Tastatur. Bei mir ist es mittlerweile soweit, dass ich nach längeren handschriftlichen Texten bereits Schmerzen in der Hand habe, weil ich dieses unnatürliche Halten eines Stiftes nicht mehr gewohnt bin. Nun aber zum Thema – die eigene Handschrift auf dem Computer nutzen – in Word, Open Office und Co. Ganz ehrlich: ich finde es absolut furchtbar, solche ausgedruckten Dinger mit Elektro-Handschrift lesen zu müssen, aber einige stehen ja drauf.

Heute morgen bekam ich den Tipp von @bela_myk via Twitter, dass es wohl einen Dienst gäbe, der die eigene Klaue als Schriftart für Windows, Mac & Co umwandelt. Und was habe ich für diesen Beitrag gemacht? Genau – mir eine Schriftart erstellen lassen. Wie das geht? Blatt mit den Buchstaben ausdrucken, ausfüllen, einscannen und hochladen.

Danach Schriftart installieren und schreiben. Das Ergebnis? Ich bin überrascht. Meine Klaue ist tatsächlich so schlecht, wir auf dem Screenshot zu sehen. Sehr peinlich, die eigene Klaue mal wieder vor Augen zu haben – aber ja, sie sieht anders aus, wenn ich mir Mühe gebe. Heißt für euch: falls ihr eure eigene Handschrift am Computer nutzen wollt, unbedingt  MyScriptFont nutzen, ist kostenlos und funktioniert 1a.

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

53 Kommentare

maik (twitter ) 28. Dezember 2011 um 11:16 Uhr

Vor einigen Wochen habe ich in irgendeiner Zeitschrift etwas über dieses Programm gelesen. Eigentlich wollte ich es ausprobieren, nur geriet es wieder in Vergessenheit. Wie es halt so ist.
Schön, dass Du b.z.w. @bela_myk mich wieder daran erinnert hast.

clarkkent 28. Dezember 2011 um 11:20 Uhr

puuuuh, das ist wirklich ne heftige sauklaue :D aber mach dir nix draus, du bist definitiv NICHT alleine, meine ist nochmals gefühlt doppelt so hässlich ;-)

das programm ist mal einen test wert….

JürgenHugo (twitter ) 28. Dezember 2011 um 11:21 Uhr

Nä – DAS “is nu wirklich nich nötich”, im I-Net gibt es 1000-sende von ganz dollen Fonts – SO schön kann noch nicht mal ich schreiben… :mrgreen:

Bei mir ist die Schrift aus anderen Gründen “versaut”: ich mußte ja mal während meiner Ausbidung mit “Normschrift” umgehen (Maschinenbau, technische Zeichnungen).

Und da hat sich bei mir so eine Mischung aus Schreibschrift, Druckbuchstaben und eben dieser Normschrift – doll ist das nicht…

Im späteren mußte ich ziemlich viel oft im Betrieb was abzeichnen (die Akkordkarten der Leute) – DAS hat mir meine Unterschrift versaut: noch heute mache ich meist nur den “ersten Buchstaben + Krakel” :-P

stöpsel 28. Dezember 2011 um 11:22 Uhr

@maik

… das Programm ist in der (noch) aktuellen Computerb… zu finden … . Es ist vom Funktionsumfang identisch. Und in der Tat: Versuch macht klug: Die eigene Handschrift als Schriftart ist grausam anzusehen.

Andreas 28. Dezember 2011 um 11:23 Uhr

Das mit der schlechtesten Handschrift glaube ich nicht. Ich habe es nämlich schriftlich. Schon in meinem ersten Zeugnis in der Grundschule hatte ich eine “5″ stehen. Bei “Schrift”.
Gebessert hat sich die nicht wirklich. Was ich heute schreibe, kann ich morgen selber nicht mehr lesen. Deswegen kommt für mich der Dienst auch nicht in Frage.

Martin (twitter ) 28. Dezember 2011 um 11:24 Uhr

Guter Tipp. Muss ich auch mal ausprobieren. Allerdings ist meine Handschrift wohl noch schlimmer als Deine :-) .

passsy (twitter ) 28. Dezember 2011 um 11:25 Uhr

hatte ich auch mal vor Jahren probiert. Ich muss zugeben, es hat eigentlich auch sehr schön geklappt, jedoch hat es mich sehr gestört, dass einige Buchstaben hintereinander einfach nicht gepasst haben. Ich schreibe manche Buchstabenfolgen eben hintereinander einfach anders. Insgesamt gab das dann ein recht unnatürliches Schriftbild.
Dann bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich Briefe dann doch lieber ganz von Hand schreibe und alles was am PC geschrieben wird in einer schön lesbaren schrift. Da will ich keinen mit meiner Handschrift quälen.

btw: Bei mir wurde nie abgeschrieben und das nicht, weil ich nichts gewusst habe, oder es nicht versucht wurde :D

Endor 28. Dezember 2011 um 11:38 Uhr

Wenn Du meine Handschrift sehen könntest, dann wüsstest Du, dass Deine gar nicht so schlecht ist. :D Aber zurück zum Programm, werde ich testen. Danke für den Tipp.

Vincent (twitter ) 28. Dezember 2011 um 11:41 Uhr

Ich glaub im Internet bist du nicht der einzige der nè “Sauklaue” hat. Wollte das auch mal machen, war mir aber zu aufwendig :D

Grüße, Vincent

Philipp (twitter ) 28. Dezember 2011 um 11:47 Uhr

Tut mir leid das ich lache aber die Handschrift ist echt urkomisch :D

AndroidFan 28. Dezember 2011 um 11:50 Uhr

Ich habe dieses Programm mal 2007 verwendet, sprich, meine Handschrift hochgeladen. Die Buchstaben verwende ich gar nicht. Genial ist, die Unterschrift mit einscannen zu können! Das verwende ich noch heute, um z. B. auf einem Brief zu unterschreiben, welche ich in einem Textdokument verfasse. Die Unterschrift ist bei mir der Taste “^^” zugewiesen.

D. h., muss ein Brief unterschrieben werden, drücke ich “^^” und meine Unterschrift wird eingefügt (die eigene Schriftart muss dabei natürlich aktiviert sein). Anschließend kann man das Dokument als PDF abspeichern und per E-Mail versenden (oder per Fax vom Computer aus). Das Abspeichern als PDF-File mache ich deshalb, damit man meine Unterschrift nicht kopieren kann ;-)

Man spart also viel Papier! Viel Spaß beim ausprobieren.

Thomas 28. Dezember 2011 um 11:52 Uhr

genau so erstellt Adrian Frutiger auch seine Schriften :-)

JürgenHugo (twitter ) 28. Dezember 2011 um 12:00 Uhr

@AndroidFan:

“damit man meine Unterschrift nicht kopieren kann” – ach, kann man nicht? Screenshot kann man aber schon davon machen, was? Und dann ausdrucken und üben… :mrgreen:

Richtig “gute” knacken gleich das PDF… :-P

Andreas 28. Dezember 2011 um 12:10 Uhr

Bei mir genau wie bei AndroidFan.
Die Sache mit der Unterschrift ist extrem praktisch.

Hab die Schrift aber zusätzlich noch mit FontCreator geglättet.

Michael (twitter ) 28. Dezember 2011 um 12:32 Uhr

Danke, interessanter Beitrag. Werde ich mal ausprobieren.

AndroidFan 28. Dezember 2011 um 12:44 Uhr

@JürgenHugo
Das könnte man dann natürlich mit jeder x-beliebigen Unterschrift machen ;-) Ich wollte allerdings das Risiko minimieren, dass man die Unterschrift einfach mit copy & paste kopieren kann, so wie man auch Text kopieren kann. Wenn man einen Screenshot macht, kann man das erkennen. Und klar, PDF “knacken” ist heute kein Problem mehr (muss ich auch manchmal machen, weil es tatsächlich Dozenten gibt, die ihr PDF mit einem hyperkryptischen Passwort versehen und dieses wird jedes mal abgefragt, wenn man das Dokument öffnet, was nur nervig ist).

Übrigens habe ich mal meine Unterschrift aus einem PDF-File kopiert und in ein anderes Textdokument wieder eingefügt. Beim Einfügen kamen allerdings nur die zugewiesene Tastenkombination für die Unterschrift (“^^”). Beim Abspeichern eines Textdokument in ein PDF-File wird also irgendwas gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass es als Bild eingebettet wird. Wissen tue ich es nicht ;-)

Ricarda (twitter ) 28. Dezember 2011 um 12:45 Uhr

Damals gab es auch noch einen Editor mit dem man kostenlos die Schrift bearbeiten konnte, um Abstände zwischen den Buchstaben und Größe der Buchstaben anpassen zu können. Danach sieht die Schrift noch besser aus. Leider gibt es dieses Programm nicht mehr.

Ich verwende meine Schriftart schon länger als Überschrift bei mir im Blog. Finde es gibt dem ganzen eine persönlichere Note :)

JürgenHugo (twitter ) 28. Dezember 2011 um 13:03 Uhr

@AndroidFan:

Na, bei deiner und meiner Unterschrift würden sich große Mühen ja nicht sonderlich lohnen – bei der vom Zuckermann schon… :mrgreen:

Info: ganz korrekte müssen “…mann” natürlich gedanklich mit “…berg” ersetzen! :-P

Lisa 28. Dezember 2011 um 13:14 Uhr

Boar Leute,

ich finde die Handschrift gar nicht so schlimm- man kann es immerhin lesen. Ich finde meine Handschrift ist – man das klingt jetzt blöd- ein Teil von mir. Und ich schreibe auch immer etwas anders, je nachdem was für eine Laune ich gerade habe. Denn was ich viel schlimmer finde, als angebliche Sauklauen, dass ist diese elende Weiberhandschrift!

Ich habe jedenfalls für diesen Beitrag zu danken :)

lieben Gruß aus einem Kaff in Sachsen,
Lisa

nica 28. Dezember 2011 um 13:29 Uhr

Danke für den Tipp.

Habe es mal getestet. Leider klappt da Hochladen nicht (jpg mit 1 MB Größe). Man hängt für immer in der Warteschleife …

paradonym (twitter ) 28. Dezember 2011 um 13:43 Uhr

Hatte ich vor Jahren schon mal gesehen… Wollte den caschy eigentlich gerade deswegen anschreiben wie das nochmal hieß… :D :D :D

Morgis (twitter ) 28. Dezember 2011 um 13:48 Uhr

@caschy: Mir ging es so ziemlich genauso damals. Ab der 5. Klasse waren Füller keine Pflicht mehr und ich habe seitdem auch keinen mehr angerührt. Ab der 7. Klasse habe ich meine Lehrer auch erfolgreich davon überzeugen können, dass ich in Zukunft nur noch in Druckbuchstaben schreibe, da es besser aussieht. Seitdem hab ich verlernt wie man mit Schreibschrift schreibt. Nur noch meinen eigenen Namen (für die Unterschrift) kann ich noch in Schreibschrift ;) . Und auch mir tut nach längerem Schreiben mit der Hand das Gelenk weh.

@passsy: Das mit den gleichen Buchstaben hintereinander kenne ich. Bei meinem Doppel-t (Bitte, Watte, usw.) ziehe ich den t-Strich durch beide ts durch. Weiß nicht ob ich das mit dem Programm hinkriegen würde.

Tchooe 28. Dezember 2011 um 13:54 Uhr

@caschy:
Was hast du für ein Problem mit deiner Handschrift? Dass bei der automatischen Umsetzung kein wirklich flüssiges Schriftbild herauskommen kann, ist doch klar. Größe, (positiver wie negativer) Abstand zur Grundlinie und Kerning kann der Automatismus sicher nicht sehr gut anpassen. Könnte er es, wäre die Nutzung wohl kaum kostenlos.

Sub_opti (twitter ) 28. Dezember 2011 um 14:05 Uhr

So ein Programm gab es vor mindestens 15 Jahren schon für Windows.
Man macht das ein paarmal, dann lässt man es wieder.

Marco (twitter ) 28. Dezember 2011 um 14:06 Uhr

Sowas gab es schon vor gut 8-10 Jahren als Softwarelösung von (!) Data Becker (!) – war wohl nicht so ein Erfolg…

Jetzt wo es kostenlos geht werd ichs auch mal testen ;)

kyaah (twitter ) 28. Dezember 2011 um 14:10 Uhr

Gut das Du Nadine keinen schriftlichen Heiratsantrag gemacht hast ;)

Tobias W. 28. Dezember 2011 um 14:35 Uhr

Es ist unheimlich kompliziert, eine gute Schriftart zu erstellen; das hört bei unterschiedlichen Schriftschnitten (normal, fett, kursiv, …) bei weitem nicht auf, gerade das Kerning (der Abstand zwischen Schriftzeichen, der je nach Kombination unterschiedlich sein muss) ist kompliziert.

Das Problem entfällt bei Handschrift nicht, nur variiert ein Mensch, der anständig schreibt, automatisch. Der Computer kompensiert das bei digitalisierten Schriften nicht. Außerdem entfällt die Varianz der Buchstaben, die handschriftlich nie exakt gleich sind.

So digitalisierte Handschriften sind höchstens ein netter Gag und sollen wohl auch nicht mehr sein – dann greife ich aber lieber mal zum Stift und schreibe gleich den Text handschriftlich.

Magi 28. Dezember 2011 um 14:42 Uhr

Wenn es kostenlos ist, werds ichs auch probieren :)

PS: die BVB Tasse gefällt mir ;)

Jörg (twitter ) 28. Dezember 2011 um 15:22 Uhr

Gegen meine Handschrift ist das ja kalligraphische Kunst. Gäbe es keine Computer, müsste ich meine Texte als Soundfile verschicken … gäbe es dann aber auch nicht … was für ein Albtraum.

PS: die BVB-Tasse gefällt mir auch … ist nur zu wenig Blau-Weiß dran ;-) .



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