Die Deutsche Bahn geht in die Luft: Mit Drohnen gegen Sprayer

27. Mai 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Spätestens seit der Fun-Drohne A.R.Drone kennt die kleinen ferngesteuerten Quadrocopter jeder. Dabei kommen die Fluggeräte sehr viel häufiger zum Einsatz, als man denkt. Auch die Deutsche Bahn möchte in Baden-Württemberg jetzt solche Drohnen einsetzen. Als Überwachungskameras, gegen Sprayer auf Abstellgleisen. 60.000 Euro soll die mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohne kosten.

Bahndrohne
Der Schaden durch Sprayer: 7,6 Millionen Euro im Jahr. Bundesweit, deshalb kann man die beiden Beträge nicht direkt in Relation setzen. Die Drohne darf zudem aus Datenschutzgründen nur über Bahn-eigenem Gelände patrouillieren. Umstritten ist der Einsatz vor allem bei der Polizei und Behörden, die Bahn plant nämlich eine Einsatzhöhe von 150 Metern. Hoch genug, um laut Flugverkehrsrecht eine Genehmigung zu benötigen. Ob sich Sprayer von so einem Flugobjekt beeindrucken lassen? Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber vielleicht haben dann ein paar auserkorene Bahn-Sicherheits-Mitarbeiter wenigstens ein bisschen Spaß.

Kleiner Tipp noch an die Bahn: Stattet die Gelände doch mit Kinect-Sensorleisten der Xbox One aus, die scheinen eine viel einfachere Überwachung zu ermöglichen und sind bestimmt günstiger in der Unterhaltung. Spaß beiseite, wie steht Ihr dem Einsatz von Drohnen zu solchen Zwecken gegenüber? Mit Kanonen auf Spatzen schießen oder sollte der Bahn jedes Mittel recht sein, um die Graffiti-„Künstler“ dingfest zu machen?


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Quelle: SWR |

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