Deutschland

3. Oktober 2009 Kategorie: Privates, geschrieben von: caschy

Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Unser Nationalfeiertag. Jeder von uns hat da so seine eigene Geschichte und / oder Erinnerung (kommt natürlich auf euer Alter an). Muss man eigentlich nichts zu sagen – wir leben in einem tollen Land. Deshalb mal ausnahmsweise ein Musikvideo mit dem Lied, welches wahrscheinlich jeder von uns mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung verbindet. Damit es keine Abmahnung von der Musikindustrie gibt: einfach auf das Brandenburger Tor klicken und genießen ;)

Brandenburger_Tor_abends

(Bildquelle: Wikipedia unter CC-Lizenz / Thomas Wolf)

Also, einfach mal acht Minuten Zeit nehmen und genießen (hab die ganze CD mit dem Orchester: rockt!)

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

57 Kommentare

Der Graf 3. Oktober 2009 um 00:08 Uhr

<. auch die komplette CD hat

Parkrocker 3. Oktober 2009 um 00:21 Uhr

Im November 1989 war ich acht Jahre alt und hab kaum verstanden wieso meine Ma heulend vorm TV sitzt.
Wie die Zeit vergeht :)

Natürlich hat der Mauerfall auf beiden “Seiten” enorme Opfer gefordert und Deutschland ist auch nicht in allen Belangen dran gewachsen – einen anderen Verlauf der Geschichte möchte ich mir aber trotzdem nicht vorstellen müssen.

caschy 3. Oktober 2009 um 00:23 Uhr

Tjoa, ich war zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung kurz vor meinem 14.ten Geburtstag. Wir haben einfach gefeiert…(jajaja, auch schon getrunken ;) )

Dom 3. Oktober 2009 um 00:30 Uhr

Davon abgesehen, dass ich neben den Liedern “Wind of Change” und “The Wall” leider auch David Hasselhoff im Kopf habe zum Thema Mauerfall und Musik… hier die Antwort auf die klassische Frage wo man war oder wie es war: ich war damals ein kleines Kind in Westdeutschland, nahe der französischen Grenze, also ein ordentliches Stück weg vom Geschehen.
Täglich haben wir abends im Fernsehen alles mit verfolgt, so erinnere ich mich trotz kindlichen Alters noch an Berichte über Montagsdemonstrationen, Genschers Auftritt auf dem Balkon der deutschen Botschaft Prag, Genehmigung der Ausreise und Mauerfall.
Auf einmal gab es Verwandte, die vorher nicht die Freiheit besaßen, uns zu besuchen und umgekehrt. Mit einem Schlag war das alles anders. Bildlicher als mit diesen Kinderaugen kann man das Geschehene vermutlich nicht darstellen.

nodch (twitter ) 3. Oktober 2009 um 01:19 Uhr

Ich erinnere mich noch wie mein Vater sagte “ab nun wirds teuer für uns”, aber mein Onkel hat sich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, der ist damals geflohen und hat hier neu angefangen.

hoschi 3. Oktober 2009 um 01:30 Uhr

was wir Deutschen da geaschaffen haben ist aller Ehren wert und einmalig in der Geschichte und wird es so schnell nicht mehr geben. Schade dass alle immer nur eines können: Rumjammern.

caschy 3. Oktober 2009 um 01:33 Uhr

Naja, sind ja nicht alle die jammern ;)

JürgenHugo (twitter ) 3. Oktober 2009 um 02:11 Uhr

Als ich kurz nach dem 9. November 1989 (war ja schon ein Jahr eher) den ersten Trabi südlich von Nürnberg gesehen hab, hab ich mir gedacht:

“Jetzt kommen sie, die Brüder und Schwestern von drüben…”

Und so wars dann ja auch. Irgendwie is mir die ganze Sache so vorgekommen, als ob der Kohl die Ostzone gekauft hat – zu einem überhöhten Preis. Die ist sozusagen “eingemeindet” worden.

Vielleicht wäre ein bedächtigeres Vorgehen sinnvoller gewesen…

Hannes 3. Oktober 2009 um 02:44 Uhr

Es ist gut so, wies gelaufen ist.

Ich meine das muss man sich mal vorstellen. (Gut, die meisten hier werden es wohl können)
Ein Land das einfach zusammen gehört, Familien, einfach getrennt.

Da ich kurz nach der Wende geboren wurde kann ich mir das heute gar nicht mehr vorstellen.

Also dann, lass es krachen Deutschland!

Hannes

KChristoph (twitter ) 3. Oktober 2009 um 02:44 Uhr

… sicherlich nicht so direkt sichtbar, gut verschleiert war es ein kommerzgeschwängerter Vorgang. – Menschorientiert ? Sehr wenig.

Nippelnuckler 3. Oktober 2009 um 03:42 Uhr

“Muss man eigentlich nichts zu sagen” warum machst es dann?

Herbert 3. Oktober 2009 um 07:25 Uhr

Ich habe auch geheult, denn von diesem Tag an waren die Kassen leer.

KRiZZi (twitter ) 3. Oktober 2009 um 07:39 Uhr

Deutschland hin oder her, ich mag die Scorpions einfach nicht. :P

loversrevenge 3. Oktober 2009 um 09:02 Uhr

Der Mauerfall hat Deutschland Milliarden gekostet (und kostet es heute noch). Er ist verantwortlich für die lokale wirtschalftliche Misere. Aus diesem Grund würde ich eigenhändig mithelfen, die Mauer wieder hochzuziehen.

Jörg (twitter ) 3. Oktober 2009 um 09:02 Uhr

Nationalfeiertag? Für mich eher Volkstrauertag << nicht falsch verstehen, ich traure nicht, weil die Mauer endlich weg kam, sondern weil seit diesen Tagen Grössenwahn und Unehrlichkeit die Voraussetzungen für Politker sind, um in Bonn|Berlin erfolgreich zu sein.

friddes 3. Oktober 2009 um 09:03 Uhr

Moin, Moin,
ich hab damals wohl vor dem Fernseher gesessen und Tagesschau geschaut. An das Lied habe ich keine besondere Erinnerung. Zur Wiedervereinigung: WAR GUT SO! Noch ein paar Jahre weiter und die Leutchen im gesamten Osten hätten die Füsse in die Hände genommen: Go West! So war’s schon besser. Wie unsere Politiker das gedeichselt haben – darüber kann man streiten…

Rob J. Cole 3. Oktober 2009 um 09:12 Uhr

Also dieses Gejammer von wegen weniger Geld in der Tasche weil der Osten kam, kann ich nicht mehr hören.
ICH hab niemanden das Geld aus der Tasche genommen und das Begrüssungsgeld hab ich auch gleich “Drüben” gelassen. Ich war zum Mauerfall 19 Jahre und hab nach der Wende feststellen können, dass es hüben wie drüben ganz tolle Menschen gibt und auch auf beiden Seiten riesige Arschlöcher(wird das jetzt zensiert?)! Ein gutes hat aber dieser Tag auf JEDEN! Es ist ein Feiertag, schade nur, dass heute Samstag ist.
Aber egal, feiert schön…
Grüße Rob

caschy 3. Oktober 2009 um 09:32 Uhr

@Nippelnuckler: du hast den Zusammenhang mal wieder nicht verstanden

@ Rob: FullAck

leosmutter 3. Oktober 2009 um 09:55 Uhr

Mein Bekannter aus den neuen Bundesländern sagt immer, “Wenn du mal auf einer schönen Autobahn ohne Schlaglöcher oder Baustellen fahren willst, dann komm zu uns in den Osten”.

Ormus (twitter ) 3. Oktober 2009 um 09:57 Uhr

Die Wendezeit war damals ganz schön unübersichtlich für einen 12-13-jährigen wie mich. Ich erinnere mich an die Montagsdemos, das Bild aus unserem Fenster hat sich in meiner Erinnerung eingebrannt. Natürlich konnte ich damals nicht einordnen, was genau und warum das passiert, denn bis zu meinem Alter kam man eher mit den guten Seiten des Systems in Berührung (Stichwort Kinderbetreuung und Kinderförderung).

Aber es gab auch viele Verwirrungen, ich erinnere mich an eine Schülerdemo gegen das Schulsystem, bei der dann auf einmal neben der Abschaffung von Fächern wie Staatsbürgerkunde auch die Abschaffung vom Russischunterricht gefordert wurde. Und ich weis, dass ich verwirrt als einziger der Schule war. Ich konnte nicht verstehen, warum keiner den Unsinn der Aktion verstand und warum sich die Schüler teilweise agressiv gegen die Schule gewendet haben. Das ist die Wendegeschichte, die ich nie vergessen werde.

Der eigentliche Mauerfall hingegen ist mir kaum im Gedächtnis. Natürlich haben wir jeden Abend Nachrichten geschaut (ZDF), aber ich kann mich an keine Feier erinnern. Aber ich kann mich an die ersten Fahrten in den Westen erinnern und dass eine Fahrt kurz vor der Grenze mit einer Autopanne endete.

Ein Tag zum feiern? Ganz klar ja! Alleine schon deswegen, europäische Ost-West Trennung dadurch beendet wurde und wer weiss, wo die ansonsten geendet hätte. In diesem Sinne, einen schönen 3. Oktober euch allen!

Ben 3. Oktober 2009 um 10:00 Uhr

Ich kann dieses ganze Genöle hier nicht lesen. Was soll der Müll? Die Einheit Deutschlands war nicht nur national wichtig, sondern hat zum Ende des Kaltes Krieges, bzw. zum Untergang der Sowjetunion beigetragen und war enorm wichtig.
Vor ungefähr zwei Jahren habe ich (als tiefster Wessi – geboren in Duisburg!) bei einem Berlin-Trip auch einige Führungen durch die Stasi-Gebäude gemacht. Unter anderem durch ein Gefängnis, in dem die “Feinde” der Sowjetunion (oftmals von irgendwelchen IMs denunziert) jahrelang weggeschlossen waren – ohne Haftbefehl, Verfahren oder sonst was. Und wenn dann einer der ehemaligen Insassen erzählt, wie die Gefangenen im Hof einen kleinen Tannenzweig gefunden haben, ihn mit Fäden von ihren Socken geschmückt und so Weihnachten gefeiert haben (und dabei immer aufgepasst, dass ja kein Wärter etwas merkt), dann wird einem auch anders. Und da kommt mir echt die Galle hoch, wenn ich hier so einige Kommentare lese, als ob keiner wüsste welch Unrechtstaat die DDR war (wahrscheinlich haben alle zu viele DDR-Shows mit Olli Geissen geguckt).

Und das hat gar nichts damit zu tun, dass man den “Aufbau Ost” als nicht sehr erfolgreich bezeichnen darf. Die “blühenden Landschaften” die Kohl versprochen hat sind es sicherlich nicht, der Solidaritätszuschlag in der jetzigen Form auch sicherlich kaum wirkungsvoll. Und ich wage zu bezweifeln, dass die Urheber (schwarz-gelb) dies jetzt in den nächsten vier Jahren reformieren (z.B. hin zu einer Aufbauprämie, die nach Bedürftigkeit fördert – West wie Ost).

Könnte mal nicht schaden, wenn man vor dem Posten mal seine graue Zellen bemüht – auch wenn’s früh ist.

RudiRalala 3. Oktober 2009 um 10:02 Uhr

Die Erinnerung ist noch so frisch, dabei ist das schon 20 Jahre her.

Fraggle 3. Oktober 2009 um 10:53 Uhr

Wobei ich beim Lied – vor dem Hören – sofort an Westernhagens Live Version “Freiheit” denken mußte, denn das ist für mich persönlich noch passender, vor allem wenn man an das Konzert in Leipzig denkt, wo er es aufführte.

@loversrevenge
Sorry, aber es ist lächerlich zu sagen, daß Mrd verschwendet wurden und es deswegen wirtschaftlich nicht gut geht. Schau mal andere Länder an. Denen geht es schlechter als damals. Habe die etwa auch unsere Einheit bezahlt?
Und wie Ben so schön sagte, es ist nicht nur unsere Einheit, es war der Aufbruch zum Frieden und zur Einheit Europas, weil alle näher rückten. Es war die einzige friedliche Revolution der Welt.
Und auch gebracht hat sie etwas. z.B. ist der FCKW-freie Kühlschrank eine Erfindung des Ostens, der nach der Wende umgesetzt werden konnte. Und es gibt Bundesländer, die ärmer sind, und zwar im Westen. Desweiteren sind teilweise Ostländer Geberländer, d.h. der Westen profitiert auch. Dazu profitiert der Westen, weil unsere Politik immer noch nicht die Gehälter angeglichen hat, Kosten für den Lebensunterhalt sind aber gleich.
Und nein, ich bin kein Osse, ich komme aus dem Westen.

Jens 3. Oktober 2009 um 11:11 Uhr

Ja, wir leben in einem tollen Land.

@loversrevenge
Die Mrd wurden ja wohl erst im letzten Jahr für ganz andere “Konten” verschwendet.

Allen einen schönen Tag der deutschen Einheit.

A-Jey (twitter ) 3. Oktober 2009 um 11:22 Uhr

“Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Unser Nationalfeiertag.”
Jawoll, wo die einen frei haben und feiern… und der komplette Einzelhandel arbeitet… ts

Didi (twitter ) 3. Oktober 2009 um 11:25 Uhr

@Fraggle u. a.: Die Kernaussagen des “loversrevenge” teile ich. Der Osten ist das Armenhaus Deutschlands und wird es vom derzeitigen Standpunkt aus auch bleiben. Das geflossene und fließende Geld ging und geht auf Kosten des Westens, ob man das wahr haben will oder nicht.

Der zweite Teil zum “Mauerwiederaufbau” ist wohl lediglich provokant gemeint und erfüllt hier ganz offensichtlich seine Aufgabe. Im übrigen kann es nicht immer nach Lavendel riechen.

Die hier von anderen genannten positiven Effekte sind allerdings auch nicht von der Hand zu weisen.

caschy 3. Oktober 2009 um 11:25 Uhr

Hab ich was verpasst? Die Geschäfte haben OFFEN? Bei uns nicht…

Konsti 3. Oktober 2009 um 11:34 Uhr

Also in Berlin haben sie alle Hamsterkäufe gestern gemacht – und warum? Richtig, weil heut kein Laden (außer vielleicht die Souvenishops bei “den Riesen” Unter den Linden) offen hat…

Didi (twitter ) 3. Oktober 2009 um 11:38 Uhr

…im übrigen hasse ich es, am Samstag nicht zum Flohmarkt gehen zu können…boah…ist das laaaangweilig.

caschy 3. Oktober 2009 um 11:39 Uhr

Bei uns ist der am Sonntag. War schon lange nicht mehr dort. Muss ich mal wieder hin, alten Kram kaufen ;)


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