Deutsche Telekom: Kartellamt meldet sich erneut zu Wort

31. Mai 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Das Bundeskartellamt, genauer gesagt der Kartellamtspräsident Andreas Mundt, hat sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu den Drossel-Plänen der Telekom geäußert. Grundsätzlich sieht er kein Problem in volumen-basierten Tarifen, solange diese die Netzneutralität nicht beeinflussen.

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Das Bundeskartellamt hatte die Telekom bezüglich der genauen Pläne befragt und wertet nun die Antworten aus, die erhalten wurden. Das bedeutet weder, dass ein Verfahren eingeleitet wurde, noch dass eine Ermittlung stattfindet. Das Kartellamt versucht lediglich, sich ein exaktes Bild von den Vorstellungen der Telekom zu machen.

Problematisch wird es nämlich dann, wenn bestimmte Dienste sich freikaufen könnten. So wie es beispielsweise mit Spotify im Mobilfunk-Bereich bereits betrieben wird. Anfallendes Datenvolumen wird hier nicht auf Inklusiv-Volumen angerechnet. Kleinere Dienste hätten so kaum mehr eine Chance, da sie oftmals nicht die nötigen Mittel zur Verfügung hätten, um sich freikaufen zu können. Ähnliche Pläne gibt es auch für die DSL-Tarife, wie Caschy schon einmal berichtete. Das stellt natürlich eine Gefahr für den Wettbewerb dar.

Laut Mundt hat die Telekom natürlich das Recht, ihre Preise so zu gestalten, wie sie es möchte. Dazu gehört auch, dass eben Wenignutzer weniger zahlen müssen als Vielnutzer. Es gibt kein Grundrecht auf Flatrates. Wenn aber einzelne Dienste, und hierunter fällt nach Meinung des Kartellamts auch Entertain, bevorzugt behandelt würden, ist dies ein Grund für eine Hinterfragung. Allerdings gibt es auch noch keine abschließenden Antworten, da die Telekom viele Fragen nur grob beantwortet habe.


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Quelle: F.A.Z. |

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