Deutsche Telekom bestätigt: echte Flatrates auch nach 2016

8. Mai 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Eben berichtete ich darüber, dass die Deutsche Telekom gerade Quartalszahlen veröffentlicht und dass René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, folgende nebulöse Aussage traf: „Tarife für Intensivnutzer mit unbegrenztem Datenvolumen werden aus heutiger Sicht 10 bis 20 Euro teurer.“ Konnten wir bislang nur darüber spekulieren, was dies bedeutet, ist nun die offizielle Aussage da.

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Die Deutsche Telekom teilt mit:

Die Telekom wolle ihre Preise künftig differenzieren, so Obermann: „Durch Angebote für Durchschnittsnutzer, bei denen soviel Datentransport vom Grundpreis abgedeckt sei, wie die große Mehrzahl der Kunden tatsächlich benötigt. Und mit Angeboten für wenige Prozent Intensivnutzer, die ein unbegrenztes Datenvolumen beinhalten, die dann aber auch ein paar Euro teurer sein werden – aus heutiger Sicht zwischen 10 und 20 Euro im Monat.“ Der Telekom-Chef weiter: „Wir wollen auch in Zukunft Flatrates anbieten.“ Obermann betonte, dass es schwierig sei, aus heutiger Sicht bereits die Preise für das Jahr 2016 festzulegen.

Nun zur Diskussion für euch: nehmen wir an, wir haben nach 2016 ungedrosselte Flatrates, die dann zum Beispiel 20 bis 25 Euro mehr kosten, als das gedrosselte Modell. Wäre dann das Aufschreien der vergangenen Tage nicht umsonst gewesen? Hiermit meine ich nicht die Netzneutralität, sondern lediglich die Diskussion um Volumen-Tarife. Was ist euch ein ungedrosseltes, schnelles Internet wert? Offiziell teilt die Deutsche Telekom mit, dass man in den nächsten Jahren bis zu 6 Milliarden Euro in das Festnetz, beziehungsweise dessen Ausbau investiere.

Chronologie der Ereignisse:

1. Gerüchte über die Drosselung erreichen das Netz

2. Deutsche Telekom äußert sich und relativiert

3. Deutsche Telekom gibt Drosselung bekannt

4. Mein Kommentar zur Telekom-Drosselung und Info zu Kabel Deutschland

5. Petition gegen die Drosselung wird ins Leben gerufen

6. Viprinet ist schockiert von den Plänen der Telekom

7. Telefon-Interview: Telekom verteidigt Drosselung

8. Telekom-Chef mit offenem Brief an Vizekanzler Rösler

9. Telekom: auch Bestandskunden können von der Drosselung betroffen sein

10. Telekom-Drosselung: das schreibt ein Insider

11. Deutsche Telekom in Verhandlungen mit Diensten, die nicht gedrosselt werden sollen

12. Drosselung: Verbraucherzentrale NRW mahnt Deutsche Telekom ab

13. Deutsche Telekom: Intensivnutzer müssen sich auf Preissteigerungen bis 20 Euro einstellen



Über den Autor: caschy

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50 Kommentare

Stefan 8. Mai 2013 um 11:37 Uhr

Man könnte damit leben, aber dann auch definitiv >= 25Mbit für eine 16Mbit Leitung fände ich das ziemlich übertrieben.

Dominik 8. Mai 2013 um 11:39 Uhr

Süß wie die kleine Telekom jetzt zurück rudert…

JMK 8. Mai 2013 um 11:39 Uhr

Der Aufschrei bzgl. der Tarifstruktur und den Preisen der Telekom war mir eh suspekt. Jedes Unternehmen kann im Grunde seine Preise festlegen wie sie lustig sind, aka wie es betriebswirtschaftlich Sinn macht.
Der Punkt Netzneutralität ist der viel Gewichtigere. Und hing auch hier in der Diskussion im Grund unter. Den meisten scheint das ziemlich schnuppe zu sein, Hauptsache der Provider bietet billige Preise an.

thommesborg 8. Mai 2013 um 11:42 Uhr

Caschy, hierzu kann ich nur sagen, dass es die Telekom auch nach mehrmaligem Hin- und Herschreiben nicht geschafft hat, eine Aussage zu machen, warum ich vehemente Probleme mit YouTube habe. Ein Video mit 720p oder gar 1080p kann ich nicht abspielen, auch nicht puffern, da das Puffern nicht weiterläuft, wenn ich das Video anhalte. Von wegen ungedrosselt, ich bin schwer davon überzeugt, dass die Telekom hier auf die Datenbremse tritt.
Was soll ich mir da ein unbegrenztes Datenvolumen kaufen, wenn Dienste und Seiten nicht nutzbar sind?

Markus 8. Mai 2013 um 11:44 Uhr

Also ich würde das auch als „zurückrudern“ bezeichnen was da gerade läuft. Man hat gemerkt man kommt damit nicht durch, nun wird unter dem Punkt „Missverständnis“ das Kommunikationsdesaster abgemildert. Aber grundsätzlich, ich bin gerne bereit für unbegrenztes Volumen auch etwas mehr zu zahlen. Bis vor 2 Monaten hatte ich noch DSL 2000 mit RAM und nun VDSL, damals hab ich auch gesagt ich würd auch 60€ oder 70€ zahlen nur um endlich mal vernünftige Geschwindigkeit zu bekommen.

eXeler0n 8. Mai 2013 um 11:44 Uhr

Wir zahlen im Moment 35 Euro + zwei zusätzliche Nummern für DSL3000. Jetzt soll ich also ab 2016 50 Euro + zwei Nummern bezahlen ohne das mein Internet schneller wird?
Angeblich sollte unsere Leitung auf 6k-16k ausgebaut werden… bis 2009 -.-

Jens 8. Mai 2013 um 11:46 Uhr

Eine VÖLLIG überraschende Entwicklung…

Ich bin nur überrascht, wie billig das werden soll. Ja, jeder Aufschrei war albern und hysterisch. Und das war von vorneherein offensichtlich.

Und alle Kämpfer für die Netzneutralität dürfen sich jetzt bei den Billigheimern bedanken, dass sie mit diesen Egoisten in eine Ecke gestellt werden, da diese die Netzneutralität als Scheinargument angeführt haben. Dieser Sache hat die Hysterie echt geschadet.

Su 8. Mai 2013 um 11:48 Uhr

Zum Glück gibt es ja noch alternative Anbieter ;-). Ich brauche die Telekom nicht.

Scherno 8. Mai 2013 um 11:49 Uhr

Thommesborg:
Lern lesen.
Fang mit diesem Blog an.

Lex 8. Mai 2013 um 11:49 Uhr

Eigentlich eine sehr gute Strategie. Durchs Drosseln sparen sie Geld falls einer das Volumen überschreiten sollte und es wird sicher auch einige geben die den Aufpreis für ungedrosseltes Internet zahlen, selbst wenn sie das Volumen nicht ausschöpfen. Und allein schon die Tatsache, dass die Option weiterhin zur Verfügung steht, wird den Durchschnittsbürger der so wenig Umstände wie möglich haben will nicht zum wechseln bringen.

vorsicht 8. Mai 2013 um 11:50 Uhr

Bisher gibt es diese Tarife für Privatkunden nicht. Insofern wäre ich vorsichtig.

Jupp68 8. Mai 2013 um 11:54 Uhr

Oje…
Die ganze Aufregung umsonst 🙁

Sascha (@Geiststreicher) 8. Mai 2013 um 11:54 Uhr

Prinzipiell gebe ich dir recht. Preise kann die Telekom festlegen wie sie möchte. Letztlich muss das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen. Und das tut es heute schon oftmals nicht. Wie kann es sein, dass (alle) xDSL-Anbieter die Verfügbarkeit einer bestimmten Geschwindigkeit sugerieren, die nur in den seltensten Fällen tatsächlich erreicht wird und dafür aber den vollen Preis kassieren?
Ich wäre durchaus bereit für garantierte Leistungen, sprich: xDSL-Geschwindigkeiten, einen angemessenen Preis zu bezahlen. Dieser muss aber internationalen Vergleichen standhalten können und argumentierbar sein.
Trotzdem empfinde ich die Aussagen der Telekom auch als ‚zurück rudern‘. Hier wird – IMHO recht offensichtlich – mit einer Beschwichtigungstaktik bzgl. der Tarife und der Drossel gearbeitet, um von der de facto Abschaffung der Netzneutralität abzulenken.
Und wenn ich noch einmal etwas von „3%“, oder „ein kleiner Teil der Nutzer“, oder „Durchschnittsnutzer“ lese, kotz ich aus dem Fenster! Auch hier verschleiert die Telekom vehement, dass der „Durchschnitsnutzer“ 2016 wohl deutlich mehr Datenvolumen benötigt, als die Drossel ihm lassen wird.

Manuel 8. Mai 2013 um 11:56 Uhr

Telekom Tarife sind heute bereits ca 40% teurer wie die Tarife anderer Anbieter ohne das der Service besser wäre. Dann nocheinmal 20€ draufzahlen?

Nein danke.

Netcologne z.B. bietet 16k DSL für 25€ (statt 35€ bei der Telekom) und baut sich ein eigenes Glasfasernetz auf.

Andi 8. Mai 2013 um 12:00 Uhr

Nunja …
Erst wird ein Aufschrei provoziert und dann sind „wir“ alle höchst zufrieden, wenn die Drosselkom nun eine Preissteigerung um 30% verkündet, nur um eine echte FLAT weiter zu haben …
Die Welt ist schon komisch. Das muss ich nicht wirklich verstehen 🙁

Florian Oellerich 8. Mai 2013 um 12:02 Uhr

Mittelalterlich nenne ich das. In den USA verlegt Google für 300$ Glasfaserkabel und die 5MBit-Flat gibt es danach umsonst. Und hier bei uns will der mit Abstand teuerste Internet DSL-Provider die Flat nochmal um 20€ erhöhen?
Abgesehen davon wird das Volumen der Durchschnittsuser bis 2016 deutlich steigen, und wir sind heute beim Durchschnittsuser schon bei etwa 100GB würde ich schätzen. Die Zahlen der Telekom sind das Papier nicht wert auf denen sie gedruckt sind.

Der Aufschrei ist mehr als gerechtfertigt und sollte jetzt nicht verstummen! Die Telekom verarscht uns hier nur weiter, eine Nebelkerze die ruhig stellen soll in meinen Augen.

capprice 8. Mai 2013 um 12:06 Uhr

Die Aussage macht doch keinen Sinn für normale User. Was soll dann die Aufstockung bei der Drosselung kosten? 1€ / GB oder was – sonst macht es rechnerisch keinen Sinn. Dann greift doch eh jeder Neukunde zu dem neuen ungedrosselten Tarif für 15€ mehr und in 5 Jahren bringen die einfach die selbe Ausrede wie dieses Jahr nochmal und können wieder Alles teurer machen 😀

TheCuda 8. Mai 2013 um 12:09 Uhr

Die Preise sollten noch realistisch bleiben. Die Telekom ist ohnehin nicht der günstigste Anbieter (meines Wissens nach sogar der teuerste auf dem deutschen Markt). Es wird alles teurer – Lebensunterhalt, Lebensmittel, Mieten, Stromkosten usw. Irgendwann können sich bestimmte Bevölkerungsschichten kein Internet mehr leisten – auch ein Rückschritt in unserer Zivilisation.

Solange alles im Verhältnis zueinander steht, ist eine Preiserhöhung vertretbar. Wenns zu teuer wird, bleibt nur der Gang zur Konkurrenz – solange die es der Telekom nicht gleichtun.

Hergen 8. Mai 2013 um 12:10 Uhr

Bevor die Telekom Ihre Preise anhebt, sollte der normale Netzausbau erstmal weiter voran getrieben werden. Ich lebe zum Beispiel in Dorf mit 5000 Einwohnern, hier liegt die maximale DSL Geschwindigkeit bei 486kbs. Einen anderen Anbieter gibt es hier leider nicht und so bleibt mir nichts anderes übrig als bei der Telekom ca. 40€ im Moment nur fürs Internet zu bezahlen. Das Festnetztelefon nutze ich nicht, da ich eine Handyflatrate habe.

Andrix 8. Mai 2013 um 12:15 Uhr

Es ist doch Schwachsinn, was die Telekom da erzählt, 10-20 Euro von 3% die mehr verbrauchen ist doch verarsche!
Dieser Aufwand, für die paar Euro, die dann mehr eingenommen werden, da es sich ja angeblich nur um 3% der Kunden handelt, die das ja dann buchen müssten!

Zeisel 8. Mai 2013 um 12:43 Uhr

Max. 2cent pro GB. Wäre ich sofort dabei. Alles andere ist Humbug.

Fakt ist: die ultrareichen T-Schnösel, T-Yuppies und T-Bonzen gehören einfach mal enteignet. Dann ist Spitzen-Internet auch für alle bezahlbar. Die Leute, die fett cash haben, sich das oftmals sogar auf Kosten Anderer „verdient“ haben und nicht mehr wissen, wohin mit ihren Moneten, sollen nicht undemokratisch alleine entscheiden, was damit angestellt wird.

Fazit: Die Ultrareichen haben gefälligst das Internet zu subventionieren.

Flo 8. Mai 2013 um 12:43 Uhr

Mir gefällt die Lösung – ist ein gesichtswahrender Versuch Preisänderungen doch noch in einen Verbrauchermarkt zu drücken.

Einzig und allein, die Sicherheit, das jetzt auch definitv andere Anbieter mitziehen ist traurig. Aber prinzipiell haben jetzt beide Fraktionen was sie möchten.
Die „Intensivnutzer“ (Schadsauger, Heuschrecken, …) können weiter ungedrosselt im Netz toben.
Die eMail Muttis (ehemals Soccermoms) sind mit Kapazitäten für Facebook stalking und ein paar youtube Filmchen versorgt ohne Preissteigerungen zu erfahren.
Für die Mittelfraktion (16.000 gelegentlich >75GB) wird es bestimmt trotzdem Kapazitätspässe geben.

Guido 8. Mai 2013 um 12:43 Uhr

Hallo, ich bin bereit das zu zahlen, was ich bei anderen Anbietern auch zahlen müsste. Nicht mehr und nicht weniger, auf 5 € kommt es nicht an, aber alles andere ist für mich ein Grund den Anbieter zu wechseln. Ich wohne in einem etwas entlegeneren Stadtteil und bei 16 Mbit ist eh Schluss.

Matze.B 8. Mai 2013 um 12:43 Uhr

Ich bezahle jetzt schon 44,95 für VDSL 50. Damit dürfte ich aktuell 200 GB saugen. Das ist 2016 zu wenig für mich – alleine Youtube über SmartTV haut da ordentlich rein. Und es gibt auch öfter mal Aktionsangebote – da kostest der ganze Spass für die ersten 12 Monate nur 39,95.
Wenn ich also jetzt noch 15 Euro draufpacken soll, dann will ich aber auch keine Begrenzung mehr haben. Ich würde mehr bezahlen – aber das Angebot muss stimmen. Aber warten wir ab – erst 2016 wissen wir wirklich verlässliche Zahlen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei – der die Telekom leider Vorschub leistet.

jay4 8. Mai 2013 um 12:48 Uhr

Weiß nicht was das ändern soll, ging (zumindest mir) nie um Preise oder w/e keine Flatrates sondern um Netzneutralität. Und die unabhängig von Tarifen. Netzneutralität erzwingt ja keine Flatrates, funktioniert auch mit Volumentarifen/Drosselung. Hat also eig gar nichts damit zu tun.

Aleksandar 8. Mai 2013 um 12:56 Uhr

Na jetzt wissen wir wohin der Wind weht: Preiserhöhung.

Die Art und Weise wie die Telekomiker dies dem Kunden beigebracht haben wird wohl als PR- & Marketing-Gau in die Lehrbücher eingehen.

Besucherpete 8. Mai 2013 um 12:58 Uhr

Ich finde die Preise gerade bei der Telekom schon jetzt viel zu hoch.

Sarge 8. Mai 2013 um 13:15 Uhr

Hätte die Telekom gleich gesagt, dass die echten Flatrates teurer werden, dann wäre der Aufstand weit geringer ausgefallen. Ist zumindest meine Meinung seit das Thema das erst Mal hier auftauchte.

Aber da hat die Unternehmenskommunikation des rosa Riesen mal wieder auf ganzer Linie versagt.

AFi 8. Mai 2013 um 13:22 Uhr

Ganz klar zurück rudern und so eine Preiserhöhung durch drücken.

Georg 8. Mai 2013 um 13:29 Uhr

Das hat sich die Telekom aber schwer gemacht – ein schneller (32Mbit+) Tarif ist mir auch 50 Euro wert, aber dann möchte ich aber auch die bezahlte Geschwindigkeit und einen guten Upstream. Ich bekomme im T-Netz aktuell 180KByte/s, kann aber 32 MBit kaufen…und dafür soll ich in Zukunft 10 Euro mehr zahlen? Eine Preiserhöhung finde ich legitim, aber dann auch an den realistischen möglichen Geschwindigkeiten ausgerichtet, vielleicht X Euro pro 1000 KB garantiert? 😉

@Jens: Ohne Kritik würde die Telekom bei Erfolg irgendwann den nächsten Schritt gehen. Ich wette, ein Kundef ür 25 Euro/Mon ohne Netzausbau ist denen lieber als für 35 mit. Lebe du mal auf dem Land bei Kilobyte-Raten. Wenn du es schaffst, dich über das Monopol und das Verhalten der Telekom nicht aufzuregen, gratuliere ich dir. Es ist leicht, so etwas locker zu sehen, wenn man bei Anbieter X Netzzugang mit großer Geschwindigkeit hat…

Christoph 8. Mai 2013 um 13:42 Uhr

Nichts ändert sich an dem Problem der Netzneutralität: „Unbegrenzt“ preiswert surfen soll es ja geben, wenn man dafür den Content der Telekom bzw. deren Vertragspartner nutzt. Wer anderen Content möchte, der muss zahlen – und das nicht zu knapp. Es liegt doch auf der Hand, dass damit der Zugang zu einem „neutralen“ Netz für Durchschnittsverdiener unattraktiver und schwieriger wird. Das Netz wird damit ein Stück undemokratischer, das Informationsangebot monopolisiert und kommerzialisiert. Netzneutralität ist auch eine Frage des Preises. Das ist das Problem.

wert33 8. Mai 2013 um 13:43 Uhr

„Wäre dann das Aufschreien der vergangenen Tage nicht umsonst gewesen? “

definitiv nicht umsonst! ich zahl doch später bei der sch telekom keine 100 euro für eine flat , bin froh das ich vor 2 jahren gekündigt habe , und dieses jahr den handy vertrag, dieser anbieter kommt mir nicht mehr ins haus

Blubberlutsch 8. Mai 2013 um 13:58 Uhr

Rechnen wir halt mal.
Die Telekom nennt 3 % Poweruser und hat ~12 Mio Kunden.
Also: 360.000 Poweruser * 20 € * 12 Monate = 86.400.000 €

Das ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein und die Mühe für die Telekom kaum wert, ganz zu schweigen vom Imageverlust.
Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die Telekom deswegen so ein riesiges Fass aufmacht. Damit sich das rentiert muss die Telekom also mehr Leute in die „Drossel-Zone“ bringen, was bis 2016 ganz automatisch passieren wird, wenn die Grenzen nicht angepasst werden. In dem Fall kann die Grenze dann aber nicht sehr weit nach oben versetzt werden, wahrscheinlich gar nicht.
Denkbar ist natürlich auch, dass die Telekom die Zahl der Poweruser künstlich klein gerechnet hat und auch heute schon sehr viel mehr Leute über den Grenzen liegen als die Telekom zugeben möchte, dann könnte die Telekom 2016 die Schwellen ein wenig „großzügiger“ nach oben legen.

Letztendlich ist das ein Versuch die Preise allgemein anzuheben und hat weniger mit „Lieschen Müller finanziert die Sauger“ zu tun, denn auch Lieschen Müller bekommt ab 2016 weniger Leistung fürs gleiche Geld.

Frank 8. Mai 2013 um 13:59 Uhr

Der Rene schreibt: „Nach Expertenschätzungen werde sich allein bis 2016 der Internetverkehr vervierfachen“
Heute sind es (angeblich) 3%. Wieviel % Poweruser haben wir denn in drei Jahren?
Hier werden die aktuellen Fakten mit Annahmen in der Zukunft vermischt und in den AGBs verankert. Wie kann ich denn jetzt schon Obergrenzen festlegen für den Riesenzeitraum 3 Jahre.

Flatrate werden doch immer günstiger und somit auch die Leistung der Technik dahinter.
20 Euro mehr? Ich zahl heute 20 Euro für 8 MBit ink Telefonanschluß bei KD.

Der Shitstorm ist berechtigt. Wer so ein Thema so bescheuert angeht, ist selbst daran schuld

Negativity 8. Mai 2013 um 14:00 Uhr

wird das hier jetzt das offizielle telekom blog?

Kurt 8. Mai 2013 um 14:11 Uhr

Wenn sie das noch für mobile Datentarife anbieten würden, wäre ich sogar bereit das 3-4 fache zu zahlen. Dann könnte ich endlich den Festanschluss den ich nur noch fürs Internet zu Hause brauche kündigen.

Sven 8. Mai 2013 um 15:26 Uhr

Die Frage wird eher sein, ob die Konkurrenz dann ihre Preise ebenfalls erhöht, ansonsten kann die Telekom anbieten was sie will, denn wenn bei der Konkurrenz echte Flatrates 20,- Euro günstiger sind, geht der Kunde zu denen und bleibt nicht bei der Telekom.

Generell wäre es aber in Ordnung, wenn die Telekom Volumenbasierte Tarife anbietet und zusätzlich Flatrate-Tarife. Macht 1und1 ja auch, nur wie gesagt, funktionieren kann das nur, wenn die anderen auch teurer werden.

friddes 8. Mai 2013 um 16:34 Uhr

Was soll das Ganze? Ihr seid die ZAHLENDEN Kunden! Es kann doch egal sein, welche Tarife der Anbieter offeriert. Ihr müsst zu geneigten Zeitpunkt bereit sein, den Betrag X zu zahlen. Als Kunde kann man es den Anbietern aber erschweren, indem man sich flexibel zeigt und so oft es nur geht den Anbieter wechselt. Wenn nur 10% der potentiellen Kunden das Wechseln zum Sport machen würden, wäre jegliche Kalkulation (fast) unmöglich. Der berühmte Stammkunde ist doch immer der Dumme! Niemand kümmert sich um ihn, hegt und pflegt ihn, obwohl es in der einschlägigen Literatur heißt: „Einen Neukunden zu gewinnen ist 10mal teurer als Bestands-/Stammkunden zu pflegen“. Wenn nur ein Quentchen Wahrheit in einer solchen Aussage steckt, dann sollte man als Kunde doch entsprechend reagieren: WECHSELN bis man selber nicht mehr weiß, bei welchem Provider man gerade ist.

Kai Uwe 8. Mai 2013 um 16:46 Uhr

Ist mir egal. Ich habe bereits meinen bestehenden Entertain-/DSL-/Telefon-Vertrag (läuft noch bis August) bei der Drosselkom gekündigt. Auf´s Dach kommt jetzt ne Satellitenschüssel und Festnetz- mit DSL-Flat (16Mbit) werden für 29,95€ beim lokalen Anbieter (HeliNET) bestellt.

Trosselkom Beobachter 8. Mai 2013 um 18:02 Uhr

Eine ganz simple Preiserhöhung, nicht das diese Erkenntnis völlig überraschend käme. Mit welchen Argumenten die Preiserhöung eingeläutet wurde ist der pure Witz – und ja ich habe mich köstlich amüsiert.

Steve 8. Mai 2013 um 21:37 Uhr

Ich verstehe nicht was mit »zurückrudern« gemeint ist. Die Telekom hatte angekündigt die Flatrates abzuschaffen und bestimmte Dienste nach einem beliebig gewähltem Limit zu drosseln. Die öffentliche Meinung ist, dass dies die Netzneutralität verletzt. Es wurde vermutet, dass gegen Aufpreise dann Dienste teilweise wieder freigeschaltet werden können. Nichts anders verkündet hier offenbar nun die Telekom, oder steh ich auf dem Schlauch?

GrrrBrrr 9. Mai 2013 um 03:54 Uhr

Nein, das hast du völlig richtig erkannt! Der Kampf gegen die Telekom muss weitergehen. Solange bis die Netzneutralität auch in Deutschland gewahrt wird.

Peter 9. Mai 2013 um 09:36 Uhr

@Cashy,

Die Telekom sagt selber ein Betrag zwischen 10 und 20 Euro mehr. Bitte also nicht schreiben „wei wäre es wenn ihr 20 bis 25 Euro mehr…“.

Angesichts vom Wettbewerb und Markt sehe ich eher ein Betrag von 10 Euro als dann auch Tatsache.

Die VDSL 50 Anschluss bei der Telekom kostet aktuell knapp 35 Euro im Monat.

Ab 2016 für die Heavy Nutzer mit unbeschränkte Bandbreite dann wohl knapp 45 Euro.

So tragisch ist die Sache auch wieder nicht, aber ich schätze das manche erwarten das in jeden Kaff eine Bandbreite von 200 Fiber anliegt und man hierfür auch maximal 20 Euro bezahlen muss.

Träumt mal weiter.

Sicherlich ist zusätzliche Bandbreite im Glasfaser Netz zwischen die Vermittlungsstellen verdammt billig. Problematisch für den weiteren Ausbau sind aber die vielmals noch vorhandene Kupferleitungen die noch in die 60er, 70er und 80er eingebaut worden.

Theoretisch sind diese für DSL Bandbreiten gar nicht so gut geeignet. Um aber alle diese Leitungen auszutauschen müsste mindestens eine einmalige Betrag von 10 Millarden Euro investiert werden.

Der in Deutschland schlechte Ausbau von Breitband Internet liegt auch an die Politik. Hier müssten diese auch verstehen das Internet inzwischen ein ähnliche Wert hat wie die Infrastruktur im Bereich Strasse. Mit anderen Worten der Staat müsste sich auf angemessen beteiligen damit DE auf ein ähnlichen Ausbaustandard kommt wie andere Länder auch.

Aber bei viele Politiker scheint Internet nur noch darin zu bestehen irgendwelche nichtsagende Tweets zu senden.

Peter 10. Mai 2013 um 08:51 Uhr

Anscheinend hat nachdem die Telekom jetzt mögliche Aufpreis für ein unbeschränkten Flatrate bereits genannt hat, diese ganze Diskussion wieder die Möglichkeit auf eine sachliche Ebene weiter geführt zu werden.

Sicherlich ist Deutschland mit Bereich Breitbandige Internet Ausbau beinahe eine Schlusslicht. Dies aber alleine die Telekom in die Schuhe zu schieben wäre falsch.

Wo sind die anderen Anbieter vor allen auf den flachen Land. Viele davon sind nur aktiv in Ballungsgebiete wo es sich anscheinend besonders lohnt.

Die Telekom ist zumindest der Anbieter der der meiste Fläche versorgt. Gut über die vorhandene Bandbreiten in viele Gebiete kann man streiten. Im Jahre 2013 scheint ein DSL 6000er beinahe schon als Untergrenze zu sein.

Wir müssen uns alle damit abfinden das die seelige Zeiten wo im Gegensatz zu alles andere, Internet immer billiger geworden sind, wohl endgültig vorbei sind.

Und ehrlich gesagt ob jemand jetzt 30 oder 40 Euro fürs Internet und Telefon zahlen soll, wird nicht dazu führen das sich nur noch die Reichen so was leisten können. Gut ich muss auch zugeben das ich es durchaus gerne sehen würde wenn Internet nochmals preiswerte geworden wäre. Aber ich habe schon seit eine gefühlte Ewigkeit damit gerechnet das, dies demnächst etwas teure wird.




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