Deutsche Datenschützer warnen vor Facebook und WhatsApp

20. Februar 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, Mobile, Social Network, geschrieben von:

Nicht wirklich überraschend kommt die Meldung, dass Datenschützer nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook warnen. Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert ist der Meinung, dass Nutzer künftig auf Facebook und WhatsApp verzichten sollen.

WhatsBook

„Wem die Vertraulichkeit der eigenen Kommunikation etwas wert ist, der sollte auf vertrauenswürdige Dienste zurückgreifen“, sagte Weichert am Donnerstag im Gespräch mit dem NDR. Er rät dazu, dass Nutzer nur Dienste nutzen, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten. Kritiker haben Sorge, dass Facebook die bei Facebook und WhatsApp gesammelten Daten zusammenführt und auswertet, damit diese zu Werbezwecken genutzt werden. „Wir gehen davon aus, dass diese Daten auch mit den Facebook-Daten verknüpft werden“, sagt Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Das sei schließlich bares Geld wert.

Auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat so seine Bedenken. Er befürchtet, dass die enorme Übernahme-Summe „eine Kapitalisierung der personenbezogen Daten der Nutzer, die bei WhatsApp sind, hervorrufen wird.“ Caspar will nun mit Facebook sprechen. Dennoch – Casper vertritt eine Meinung, die ich in diesem Beitrag auch schon einmal ins Feld geführt habe: Der bislang dem deutschen Datenschutz weitgehend entzogene Dienst WhatsApp werde nun transparenter. Dass WhatsApp sich dann künftig an das europäische Datenschutzrecht halten werde, sei „ganz entscheidend“, sagte Caspar in Hamburg. Ich schrieb es ja: gerade den großen Firmen, die wir gemeinhin als Datenkraken bezeichnen, wird ordentlich auf die Finger geschaut – was gut und richtig ist.

Ulrich Kühn, der beim Hamburger Datenschützer für Telemedien zuständige Referatsleiter, ist skeptisch: für ihn ist WhatsApp in Sachen Informationspolitik „ein „völlig schwarzer Kasten“. Zuständige seien überaus schwierig zu erreichen, bislang könne man an WhatsApp maximal eine E-Mail schreiben. Und „ob da je eine Antwort kommt, ist dann völlig ins Belieben dieses Hauses gestellt. Wir hätten überhaupt keine Sanktionsmöglichkeiten.“


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Quelle: ndr |

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