Deutsche Bahn: Touch & Travel wird zum Jahresende eingestellt

23. März 2016 Kategorie: Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_touchtravelTouch & Travel, das war der Versuch der Deutschen Bahn, die preisgünstigsten Nahverkehrs-Tickets per Smartphone zu verkaufen. Das System funktioniert so, dass man beim Einsteigen eincheckt und beim Aussteigen wieder auscheckt, ermittelt wird dann der günstigste Preis, auch für mehrere Fahrten am Tag. Klingt in der Theorie gar nicht so verkehrt, wurde aber nicht groß angenommen. Gerade einmal 100.000 registrierte Kunden kann das System vorweisen. Ein Problem der ganzen Geschichte dürfte dabei das Check-In/Check-Out-System selbst sein. Vergisst der Kunde nämlich das Auschecken, kann es teuer werden. Die Deutsche Bahn möchte Touch & Travel nun an Verkehrsverbände abgeben, konkret gibt es Gespräche mit dem Verkehrsverbund Hamburg.

touchtravel

Allerdings interessiert sich der HVV nicht wirklich für ein Check-In/Check-Out-System, sondern möchte ein für den Kunden wesentlich freundlicheres Check-In/Be-Out-System etablieren. Das funktioniert dann so, dass der Kunde zwar noch manuell einchecken muss, der Check-Out aber automatisch funktioniert, wenn man mit der Reise fertig ist. Nötig wären hierfür allerdings Beacons, die entsprechende Informationen an die jeweiligen Apps weitergeben können.

Zum Jahresende wird Touch & Travel dann eingestellt, ob der HVV dann Abnehmer wird, ist allerdings fraglich. Denn der Verkehrsverbund befindet sich auch in Gesprächen mit anderen Anbietern, die eben die gewünschte Check-In/Be-Out-Lösung anbieten. Auch wird es wohl noch mehrere Jahre dauern bis ein ähnliches System in Hamburg zum Einsatz kommt. Inklusive Pilotprogramm geht man nicht von einem Zeitraum von unter 5 Jahren aus. Habt Ihr Touch & Travel mal genutzt?

(Quelle: Nahverkehr Hamburg)

Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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