Deshalb kam das Nexus 6 ohne Fingerabdruck-Scanner und so stellt sich Dropbox die Zukunft der Cloud vor

26. Januar 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Das Nexus 6 sollte ursprünglich mit einem Fingerabdruck-Scanner ausgestattet sein, das wussten wir bereits. Warum es letztendlich doch nicht zum Einsatz eines solchen Scanners kam, erzählte nun Dennis Woodside in einem Gespräch mit The Telegraph. Bevor Woodside CEO bei Dropbox wurde, war er Chef von Motorola, in einer Zeit, in der das Unternehmen noch Google gehörte und auch das Nexus 6 bereits entwickelt wurde.

Motorola Nexus 6_2

Woodside gibt Apple die Schuld an der Tatsache, dass das Nexus 6 nicht mit einem Fingerabdruck-Scanner kam. Apple hat sich nämlich den Hersteller geschnappt, der die beste Technik zur Verfügung hat, für den Rest der Branche blieben dann nur noch die Zweitbesten, die allerdings noch nicht so weit waren, eine ähnliche Performance zu liefern, wie man sie letztendlich in Touch ID vorfindet. Heißt also, auf einen Fingerabdruck-Scanner wurde verzichtet, weil die besten nicht verfügbar waren.

Aber auch über die Zukunft von Dropbox hat Woodside erzählt. Den Vorteil, den Dropbox hat, ist laut Woodside das Vertrauen der Nutzer. Und, dass Dropbox die Schnittstelle zwischen bewährten Desktop-Programmen und der Cloud sein kann. Wie dies aussehen kann, hat man an Microsoft gesehen. Die Kooperation mit Dropbox ermöglicht eine Verschmelzung von dem Cloud-Dienst, den die Leute mögen mit den Office-Tools, die die Nutzer kennen.

Zwei Standbeine hat Dropbox. Zum einen die Nutzer, die zusätzlichen Speicher kaufen, zum anderen die Unternehmen, die Dropbox als IT Managament-Tool hernehmen. Die Nutzer, die Speicher kaufen, kommen zu großen Teilen von Deals mit Hardware-Herstellern (50 GB Dropbox für ein Jahr sagt Euch sicher etwas). Das rechnet sich auch, wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Nutzer zur kostenpflichtigen Variante greift.

Dropbox steht natürlich nicht konkurrenzlos da, aber Woodside hält das Produkt für so überzeugend, dass selbst Nutzer, die einen anderen Cloud-Dienst ausprobiert haben, wieder zu Dropbox zurückkehren werden. Und in einer Zeit, in der Cloud-Dienste immer mehr genutzt werden, ist Dropbox gut positioniert. Sowohl was die technische Umsetzung angeht, als auch der finanzielle Aspekt. Gerade die Schnittstelle für andere Services zu sein, gibt Dropbox einen großen Vorteil. Das Microsoft-Konzept würde sich auch auf andere Branchen übertragen lassen und genau dies will Dropbox auch tun, um weiterhin erfolgreich zu sein.


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