Der größte Geschenke-Laden der Welt? Facebook führt „Gifts“ ein

28. September 2012 Kategorie: Social Network, geschrieben von: Gastautor

Da hat mich Facebook gestern Abend irgendwie auf dem falschen Fuß erwischt. Ich überfliege irgendeine „Introducing Facebook Gifts“-Überschrift, und während ich mich noch frage, wieso man diese kleinen nichtsnutzigen virtuellen Goods wieder einführt, die man ja bereits schon einmal wieder eingestampft hatte, habe ich gedanklich schon wieder abgeschaltet. Der Groschen fiel erst recht langsam und ich begriff, dass es hier gar nicht um virtuelle Geschenke geht, sondern um ganz realistische Präsente, die tatsächlich Facebook-Nutzern nach Hause zugestellt werden.

Wie läuft die Geschichte? Ganz einfach: Ihr findet entweder bei der Übersicht der Geburtstage oder auch auf der Timeline der jeweiligen Person ein kleines Geschenk-Icon, welches ihr anklicken müsst. Dann habt ihr direkt die Auswahl zwischen Hunderten von Geschenken, die ihr der Zielperson nach Hause schicken könnt. Anschließend hinterlasst ihr eine Gruß-Nachricht und habt dann die Wahl: einfach nur das Geschenk verschicken – oder es öffentlich auf der Timeline eures Freundes posten. Er würde in dem Fall bereits eine Preview seines Gifts sehen können.

Bei der Bezahlung werdet ihr auch vor die Wahl gestellt: entweder direkt bezahlen – oder abwarten, ob die Zielperson das Geschenk überhaupt annimmt. Das ist nämlich recht pfiffig gelöst von Facebook: ihr benötigt nicht die Adresse des Freundes – die gibt die betreffende Person selbst an. Möchte ich also lieber auf das Geschenk verzichten, weil ich meine Adresse nicht preisgeben möchte, habe ich als Empfänger da die Entscheidung. Apropos Entscheidung: wenn ich sehe, welches Präsent sich da auf den Weg zu mir machen soll, kann ich noch Parameter wie Größe, Farbe, etc nach meinem Geschmack anpassen.

Ist das dann alles geregelt, macht sich das Geschenk auf den Weg und ist wenige Tage später im Haus. Zumindest soll das in den USA so ab sofort funktionieren. Man rollt das Feature nach und nach auch in weiteren Ländern aus und ich bin ehrlich gesagt schon ein wenig gespannt, ob man das in Deutschland auch so umgesetzt bekommt. Ich persönlich hätte auch kein Problem damit, meine Adresse anzugeben – kann eh jeder im Internet einsehen – aber den ein oder anderen hält das mit Sicherheit davon ab, dieses Feature mal zu nutzen.

Während ich also abwarte, dass die Geschenke auch in Deutschland verfügbar gemacht werden, überlege ich mir, was der nächste konsequente Schritt sein wird, den Facebook geht. Vielleicht ermöglicht man einfach auch den Betreibern von Facebook-Seiten, eigene Geschenke anzubieten. Wäre wieder eine Möglichkeit, mit der knappen Milliarde Nutzern ein bisschen Kohle reinzuholen – und in diesem Fall auch sicher ein Weg, um Unternehmen noch ein wenig enger an Facebook zu binden.

Was ist eure generelle Meinung? Eher spannend oder eher Schnapsidee?

Quelle: Facebook



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Über den Autor: Gastautor

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