Dell XPS 15, Dell XPS 13 und Dell XPS 12 vorgestellt

8. Oktober 2015 Kategorie: Hardware, Windows, geschrieben von:

dell xps 13Nach dem Microsoft-Event in New York ist der Big Apple nun auch noch Schauplatz für Dell: Der Hersteller aus Texas übernimmt quasi die Bühne und stellt seine neue XPS-Produktgeneration vor, die natürlich speziell auf Windows 10 abgestimmt ist, so Dell. In der Tat erscheinen wie erwartet neue XPS-Modelle im 13″ und auch 15″-Formfaktor, das ist aber nicht das Ende der Fahnenstange: Auch Dells XPS 12, das seinerzeit durch sein auffälliges Design punktete, wird auf den neuesten Stand gebracht und verändert sich erneut.

Ähnlich wie das XPS 13 kommt nun auch das neue XPS 15 als kleinstes Notebook mit dem 15 Zoll Formfaktor daher – möglich macht das Dells sogenannte „Infinity Edge Display“-Technologie: Diese sorgt dafür, dass ein Display, welches für 15 Zoll ausgelegt ist, nicht unbedingt auf einem 15 Zoll-Gehäuse fußen muss – dadurch wirkt das Gerät trotz des Form Faktors schlanker als die Notebooks der Mitbewerber.

dell xps 15

Mit 3,9 Pfund an Gewicht, die knappen 1,77 kg entsprechend sollten, ist das Gerät bei der Größe nicht nur etwas für den Schreibtisch, wenngleich es auch via Thunderbolt 3-Standard eine Dockingfunktion über ein Kabel bietet. Die avisierte Zielgruppe sind laut Dell Power-User, wobei das Gerät auch – je nach Ausstattung – für den Office- oder Gaming-Sektor tauglich sei.

Mit der 4K-Display-Option erfüllt das XPS 15 dann auch noch zu 100 Prozent Adobes RGB-Standard und kommt natürlich mit Skylake-Prozessoren, einer Nvidia GeForce GTX960M-Grafiklösung, maximal 16 GB RAM und maximal 1 TB-Festplattenspeicher SSDs, die via PCI Express angebunden sind, daher. Preislich starten soll das Gerät in den USA bei 999 US$ und ist dort auch ab heute erhältlich – wir sind dann mal gespannt, wann die deutsche Preisstaffelung samt Verfügbarkeit veröffentlicht wird, der Einstiegspreis in US-Dollar lässt aber zumindest keinen Preisschnapper vermuten.

Mobiler zu geht es indes nach wie vor beim XPS 13, was in meinen Augen ein sehr großer Wurf von Dell in diesem Jahr war. Auch bei der für mich idealen Lösung aus Power, Mobilität und Design gibt es das obligatorische Prozessorupdate, wie gewohnt SSD-Speicher, die Option für maximal 16 GB Hauptspeicher und ebenfalls Thunderbolt 3-Technik. Verkaufsstart in den USA ist natürlich auch heute, ab 799 US$ ist man dabei. Dell wird auch noch eine Gold-Edition anbieten, die dann bei ausgewählten Retailern für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1649 US$ verfügbar sein wird – was dahinter steckt, teilte man uns indes nicht mit.

dell xps 13

Die Neuauflage des XPS 12 wird dann ebenfalls noch für Aufsehen sorgen, war doch der Vorgänger ob seines gewagten Designs immer ein Diskussionsgegenstand, an dem sich die Geister schieden: Für ein Notebook zu „wabbelig“, für ein Tablet zu schwer – 2-to-1-Convertibles haben es in meinen Augen immer irgendwie schwer. Doch anstatt eine Neuauflage mit dem drehbaren Rahmen zu bringen, packt Dell das neue XPS 12 in eine Optik, die an die Thinkpad Helix-Modelle von Lenovo, respektive – tagesaktuell – an das Surface Book von Microsoft denken lässt.

Bildschirm und Tastatur sind zweigeteilt und rasten hier magnetisch ein. Bei Bedarf (und Geldbeutel) gibt es für das Display eine 4K-Option, in Sachen Kamera ist das XPS 12 nun mit einer 8 Megapixel-Rück- und einer 5 Megapixel-Frontkamera ausgestattet. Preislich starten soll das neue XPS 12 in den USA ab dem 05. November mit einem auf der Geldbeutelskala nach oben offenen Einstiegspreis von 999 US$. Neben dem Tablet an sich gibt es natürlich auch die Tastatureinheit samt hintergrundbeleuchteter Tastatur und Touchpad sowie ein Tablet-Ständer samt Case dazu.

Während Dell beim XPS 13 die erwartete Produktpflege betrieben hat, sollte das XPS 15 auch auf User abzielen, die einen größeren Bildschirm bzw. eigentlich schon eine mobile Workstation brauchen. Diese Aufgabe scheint – ohne jetzt vorschnell aus der Hüfte schießen zu wollen – mit dem XPS 15 in den genannten Belangen erfüllt zu sein. Für positives Erstaunen sorgt das neue XPS 12 2-in-1 in meinen Augen, auch wenn mich die Optik schon arg an das Surface Book von Microsoft erinnert – aber das ist auch so und sah ja auch schon beim Thinkpad Helix ähnlich aus, dockt hier nun via Magnet an.

xps12

Macht aber nichts – die Neuauflage des Convertibles gelingt zumindest optisch, über die Leistungsdaten kann man zum jetzigen Zeitpunkt natürlich ebenso wenig sagen wie über das Handling im Alltag: Es wirkt aber speziell nach der doch etwas gewöhnungsbedürftigen Konstruktion des ersten Modells optisch ausgereifter, weil es nun einfach eine saubere Trennung zwischen Tablet und Basiseinheit gibt. Wir sind auf jeden Fall einmal gespannt, wie das Ganze im Alltag und – vor allem – wie die Preisgestaltung in Deutschland aussehen wird.

Nachtrag: deutsche Preise. Das neue XPS 13 (1) und das neue XPS 15 (2) sind ab sofort bestellbar. Der Startpreis des XPS 13 liegt bei 1.149 Euro, der Startpreis des XPS 15 bei 1.479 Euro. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und Versand.

Das neue XPS 12 2-in-1 wird in den kommenden Monaten in Deutschland verfügbar sein. Der Preis wird zum Marktstart auf www.dell.de bekanntgegeben.


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