Das soll Microsofts persönlicher Assistent Cortana in Windows Phone 8.1 können

20. Februar 2014 Kategorie: Mobile, Windows, geschrieben von:

Windows Phone 8.1 wird ein richtig großes Update für das Smartphone-Betriebssystem, das irgendwie nicht so richtig Schwung aufnehmen will. Das verriet bereits das SDK, welches Entwicklern nun seit kurzem zur Verfügung steht. Schon länger gibt es das Gerücht um Microsofts Antwort auf Siri und Google Now. Cortana soll der Sprachassistent heißen, der Name stammt aus der Spiele-Reihe Halo. Cortana wurde das erste Mal gesichtet, als ein Microsoft-mitarbeiter letztes Jahr ein mit Windows 8.1 bestücktes Gerät verlor.

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The Verge wurde nun von Windows Phone nahen Leuten erzählt, dass Cortana die Bing-Suche ablösen wird, die über einen Hardware-Button in Windows Phone aufgerufen wird. Der Assistent soll eine Mischung aus Siri und Google Now sein. Auch wie Cortana aussehen wird, will man schon wissen. Ein animierter Kreis, der pulsiert, wenn eine Anfrage verarbeitet wird oder Cortana spricht.

Je nach Fragestellung soll der Kreis auch emotional reagieren und dann auf dem Display herumhüpfen. Klingt vielleicht etwas albern, wäre aber eine Möglichkeit, das biedere Image von Windows Phone anzugehen. Die Farbe von Cortana soll sich der ausgewählten Systemfarbe anpassen. Im Hintergrund werden Daten von Bing, Foursquare und anderen abgefragt, um einen Google Now ähnlichen Bezug zu ermöglichen.

Die Steuerungszentrale für Cortana lässt den Nutzer einstellen, auf welche Daten der digitale Assisten zugreifen darf. In diesem „Notebook“ werden auch Dinge gespeichert, die Cortana vom Benutzer gelernt hat und es soll als Privatsphäre-Feature dienen. So kann der Assistent nicht unkontrolliert auf Daten zugreifen oder diese abspeichern, wenn der Nutzer es nicht möchte.

Durch Nutzung des Smartphones und die Suchanfragen lernt Cortana vom Nutzer. Außerdem lassen sich Angaben wie Arbeitsplatz, zu Hause oder weitere Daten abspeichern, die dann verwendet werden können. Zudem soll Cortana Nachrichten und E-Mails so weit verstehen können, dass beispielsweise Termine automatisch übernommen werden können. Auch ein „Nicht stören“-Modus soll über Cortana realisiert werden. In diesem Fall werden alle Benachrichtigungen stumm geschaltet, es sei denn sie kommen von einem Absender, den man nicht verpassen will. Apples Ruhemodus funktioniert auf ähnliche Weise, hier werden nur Benachrichtigungen von favorisierten Kontakten durchgestellt.

Cortana soll erstmals mit Windows Phone 8.1 ausgeliefert werden. Allerdings strebt Microsoft sicher auch danach, den Assistenten auf PCs und die Xbox One zu bringen und mit Drittanbieter-Apps kommunizieren zu lassen. Windows Phone 8.1 wird dann also zeigen, wie gut Cortana auf normale Sätze reagiert. Die Zeiten, in denen man direkte Befehle sprechen muss (so wie es bei der Xbox One der Fall ist), sollten eigentlich längst vorbei sein.

Was mint Ihr, wird Microsoft mit Windows Phone 8.1 ein so großer Schritt gelingen, dass das Betriebssystem signifikante Marktanteile erobern kann? Oder seht Ihr Windows Phone auch weiterhin in der nachlaufenden Position, in der versucht wird, irgendwie zu Android und iOS aufzuschließen?


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Quelle: The Verge |

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