Das sind iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus

12. September 2017 Kategorie: Apple, Hardware, geschrieben von:

Wir schreiben den 12. September 2017, 10 Jahre sind vergangen seit Steve Jobs das erste iPhone vorstellte. Von Steve Ballmer seinerzeit belächelt, schickte sich das iPhone an, den Smartphone-Markt zu revolutionieren, der bis dahin aus klobigen Geräten bestand. Man muss sich nur an Smartphones wie den Nokia Communicator erinnern, um zu verstehen, wie sehr Apple den Markt verändert hat. Keine Tastatur mehr, ein für damalige Verhältnisse riesiger Touchscreen, das war neu und die Menschen liebten es.

Dabei war das erste iPhone noch gar nicht so smart. Das berühmte „There is an app for that.“ kam erst eine ganze Weile später, mit der Einführung des App Stores. Mittlerweile ein Markt für sich mit riesigen Umsätzen und zahlreichen Jobs, die dadurch geschaffen wurden. Mit dem App Store kam aber auch der Durchbruch, jeder wollte ein Smartphone haben und jeder wollte eine App auf den Markt bringen. Seitdem hält die iPhone-Begeisterung auch ungebrochen an – trotz der vermeintlich immer gar nicht so revolutionären Upgrades.

Aber wir wollen nicht abschweifen, heute ist iPhone-Tag, gleich drei neue Modelle hat Apple vorgestellt. Nicht überraschend, gerade das iPhone X geisterte schon ewig durch die Gerüchteküche. Und auch iPhone 8 und iPhone 8 Plus sind uns nicht gänzlich unbekannt. Nun sind die Geräte offiziell und hier kommt alles, was Ihr zu ihnen wissen müsst.

iPhone 8 und iPhone 8 Plus

Den Anfang machen das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus. Erneut kommt nur das Plus-Modell mit einer Dual-Kamera, hier macht Apple also weiterhin einen Unterschied zwischen großem und kleinem Modell. Neben der Akkukapazität ist dies aber der einzige spürbare Unterschied zwischen den Geräten. Die Displaygröße ändert sich im Vergleich zum Vorgänger nicht, es bleibt bei 4,7 Zoll beim iPhone 8 und 5,5 Zoll beim iPhone 8 Plus. Es handelt sich beim Display um ein True Tone Display und logischerweise ist es auch mit 3D Touch ausgestattet

Die neuen iPhone-Modelle sind vorne und hinten mit Glas ausgestattet, ein Aluminiumrahmen fasst die beiden Elemente ein. Phil Schiller betonte auch die Lautsprecher, diese sind 25 Prozent lauter als beim iPhone 7 und liefern noch mehr Bass. Das wiederum finde ich persönlich beeindruckend, das iPhone 7 Plus liefert schon einen sehr starken Sound für ein Smartphone.

Als SoC kommt ein Apple A11 Bionic zum Einsatz, der 64-Bit-SoC kommt mit 4,3 Milliarden Transistoren und 6 Kernen. Zwei High Performance Kerne bringen 25 Prozent mehr Leistung, die Leistung der vier Efficiency Cores wurde um 70 Prozent gesteigert. Ein neuer ISP sorgt bei Aufnahmen für einen schnelleren Fokus bei widrigen Lichtbedingungen.

Die Dualkamera des iPhone 8 Plus kommen mit F1.8 und F2.8 Blenden, neben dem normalen Portait-Modus gibt es neu auch Portrait-Lighting. Das kann auch nach der Aufnahme noch angewendet werden, muss also nicht direkt bei der Aufnahme angewendet werden. Das Ganze wird erst einmal als Beta verfügbar sein, so wie es Apple mit dem Portrait-Modus letztes Jahr schon gemacht hat.

Auch bei Video gibt es Neuerungen. 4K-Aufnahmen sind mit 60 FPS möglich, Slow-Motion-Aufnahmen können sogar in FullHD-Auflösung mit 240 FPS angefertigt werden.

Augmented Reality ist mit iOS 11 ebenfalls ein großes Thema, das iPhone 8 wird bereits bei der Herstellung dafür kalibriert. Gezeigt wurden die AR-Fähigkeiten nur kurzerhand eines Multiplayer-Games, hier werden wir in den nächsten Wochen aber noch mehr zu sehen bekommen.

Und auch ein bisschen Nachzügler macht Apple, unterstützt beim iPhone 8 erstmals das kabellose Laden via QI. Außerdem ist Bluetooth 5.0 an Bord.

Das iPhone 8 wird in Speichergrößen von 64 GB und 256 GB angeboten, ab 699 Dollar geht es los. Das iPhone 8 Plus wird ebenfalls in diesen Speicherhausstattungen angeboten, los geht es ab 799 Dollar. Die deutschen Preise reichen wir Euch nach. Vorbestellen kann man das iPhone 8 ab dem 15. September, ausgeliefert wird ab dem 22. September. Silber, Space Grey oder Gold stehen farblich zur Auswahl.

In Deutschland wird die 64 GB-Version des iPhone 8 799 Euro kosten, die 256 GB-Version 969 Euro. Das iPhone 8 Plus startet bei 909 Euro in der 64 GB-Version, die 256 GB-Variante kostet 1079 Euro.

iPhone X

Das ist es nun also, das iPhone X (iPhone Ten). Laut Apple ein Meilenstein in der Smartphone-Welt. Auch bei diesem Modell setzt Apple auf eine Vorderseite- und Rückseite aus Glas, eingefasst von einem Rahmen aus Edelstahl. Das Gesamtpaket ist gegen Wasser und Staub geschützt und wird in den Farben Space Grey und Silber angeboten werden.

Ein Highlight ist natürlich die Front, die fast komplett aus Display besteht. Einem 5,8 Zoll Super Retina Display mit einer Auflösung von 2436 x 1125 Pixel (458 ppi), um genau zu sein. Dabei handelt es sich um ein OLED-Display, erstmals von Apple in einem Smartphone eingesetzt. HDR 10 und Dolby Vision werden unterstützt, außerdem soll das Display die üblichen OLED-Nachteile ausräumen und trotzdem Wide Color bieten.

Einen Homebutton gibt es beim iPhone X nicht mehr, 10 Jahre waren offenbar genug. Ein Wisch von unten nach oben führt künftig auf den Homebildschirm, auf die gleiche Weise wird auch Multitasking aufgerufen, nur macht man auf halber Strecke mit dem Finger Halt.

Kein Homebutton bedeutet auch kein Touch ID mehr. Stattdessen setzt Apple auf das neue FaceID. FaceID filmt dabei nicht nur einfach das Gesicht, sondern kommt mit einem True Depth Camera System. Eine Infrarot-Kamera spielt mit anderen Sensoren zusammen, um auch bei Dunkelheit einen sicheren und schnellen Unlock des iPhones zu gewährleisten. Der A11 Bionik Prozessor kommt dabei mit eigener Neural Engine, um das Ganze zu unterstützen.

Brillen, Mützen oder Bärte (auch nach der Einrichtung hinzugefügte) sollen FaceID dabei nicht stören. Wohl aber Bilder oder Masken, auf die soll die Technik nämlich nicht reagieren. Wir werden sehen, wie lange es dauert bis FaceID überwunden ist, bei anderen Herstellern ging das ja recht flott.

Interessant ist allerdings, wie viel Zeit Apple sich für die Präsentation von FaceID genommen hat. Sicher nicht allzu einfach, mit einer neuen Methode eine bewährte Methode abzulösen. Vielleicht klappt es über das Argument der Sicherheit. Alle Daten bleiben auf dem Gerät. Und im Gegensatz zu TouchID, wo die Wahrscheinlichkeit, das irgendeine Person das iPhone mit ihrem Fingerabdruck entsperren konnte, bei 1:50.000 lag, liegt die Wahrscheinlichkeit bei FaceID laut Apple bei 1:1.000.000. FaceID kann logischerweise auch für Apple Pay eingesetzt werden, eine Info zu Apple Pay in Deutschland gab es bislang übrigens nicht.

Für die Nutzung von FaceID muss man direkt auf das Smartphone schauen, das iPhone soll erkennen, wenn man „nur mal so“ drüber schaut und in diesem Fall nicht aus Versehen entsperrt wird.

Animoji wurden ebenfalls als Highlight genannt, man kann diverse Emojis mit den eigenen Gesichtsausdrücken animieren und dann entsprechend über iMessage versenden. Nette Spielerei, mehr aber wohl auch nicht. Hier muss man durchaus auch einmal an die jüngeren Nutzer denken, die so etwas gerne einsetzen.

Die Dual-Kamera des iPhone X kommt mit F1.8 und F2.4, beide Linsen sind mit OIS ausgestattet, um wackelfreie Aufnahmen zu ermöglichen. Außerdem gibt es einen Quad-TrueTone-Flash uf der Rückseite. Die Vorderseite kann mit ihrer Tiefenkamera auch Portrait-Aufnahmen anfertigen, Portrait Lighting wird ebenfalls unterstützt.

In Sachen Akkulaufzeit hält sich Apple gewohnt bedeckt, bescheinigt dem iPhone X aber zwei Stunden mehr Laufzeit als dem iPhone 7. Das wird sich in der Nutzung dann zeigen. Wireless Charging ist auch bei diesem Modell an Bord, Apple wird zudem 2018 eine Ladestation bringen, die mehrere Apple Devices gleichzeitig und koordiniert aufladen kann.

Jetzt kommt allerdings der Hammer. Das iPhone X wird man erst ab dem 27. Oktober vorbestellen können, die 64 GB Version schlägt mit 999 Dollar zu Buche. Eine 256 GB Version gibt es ebenfalls. Ab dem 3. November wird das iPhone X dann ausgeliefert. Preise für Deutschland reichen wir Euch nach.

In Deutschland wird das 64 GB-Modell 1149 Euro kosten, für das 256 GB-Modell fallen 1319 Euro an.

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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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