Das dicke Ich

13. August 2006 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Erinnerungen wurden wach, als ich heute zum verkaufsoffenen Sonntag nach Bremen fuhr, um mal nach ein paar schicken Klamotten zu schauen. Erinnerungen an das extrem dicke Ich, welches ich noch vor vier Jahren war.

Klamottenauswahl f?r meine Statur? Fehlanzeige. Hemden und Stretchjeans waren angesagt. Diese auch vorzugsweise in schwarz gehalten. Ich trug immer schwarz – grausam. Watt willsse machen? Watt anderes in meiner Gr?sse gab es nicht. Hosen gabs nur aus dem USA Shop von Wrangler – mit 60-70 Euro pro Buchse nat?rlich auch recht kostenintensiv (weil ich immer min. 10 Paar haben muss). T-Shirts nur einfarbig. Hemden in meiner Gr?sse gab es nur von extrem teuren Markenanbietern. Ab 50 Euronen aufw?rts der Spass. Vor zweieinhalb Jahren mit knapp 120 Kilo schon langsam in den Bereich des „normal kaufbaren“ gekommen. Wenn auch mit M?he. XXL und Hosengr?sse 42W/32L gabs bisweilen auch bei C&A.

Vor zweieinhalb Jahren dann den ganzen Zeltbedarf via eBay gut verh?kert – und seitdem nie wieder schwarze Klamotten besessen. Viel, viel Geld f?r neue Klamotten ausgegeben. In den letzten zwei Monaten auf 106,30 Kilo geschmolzen. Gestern von Henning geh?rt: „Deine Klamotten sitzen wie ein Kartoffelsack“.

Recht hatte er. Haupts?chlich im Bauch-/Arschbereich fehlen die Pfunde. Dementsprechend schlabberten die Klamotten. Da noch bestimmt 10 Kilo in n?chster Zeit purzeln sollen beschlossen, nicht zuviel Klamotten zu kaufen. Nachher sind die auch wieder zu gross.

Tja, was wollte ich also? Ne Hose – klar. Ein Oberteil – gerne! Ein neues Jacket durfte es auch mal wieder sein – mein altes labbert auch an mir herunter…und der Dortmunder Edelalkoholiker zieht halt gerne zu M?nnerabenden sein Jacket an 😉

Die Jeans mal statt 42 wie bisher in 40 probiert. Fazit: zu gross. H?? Ich finde mal bei C&A Klamotten, die mir zu gross sind? Also mal in die 38er rein – passt hervorragend. Oberteil suchen – gabs in XXL und XL was mir gefiel. Mal beides mit in die Kabine nehmen. Zuerst XL anprobiert. Wow – passt 1a. Dazu noch ein geiles Jacket gefunden – happyness galore!

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Wahnsinn, wie ich mir in den letzten Jahren die Tasche vollgelogen habe. Klar, man sei zufrieden – obwohl man aussieht wie ein gestrandeter Wal. Halbherzige Versuche sein Gewicht zu reduzieren. Nach zwei bis drei Kilo Abnahme innerhalb von k?rzester Zeit mindestens das Doppelte wieder rauf auf die Rippen.

Ich war der typische Dicke, der nicht krank ist (jaja, die Dr?sen…). Hinten in meiner Werkstatt sitzen und die Praktikanten losjagen, den Grillteller spezial aus Nikos Komb?se ankarren lassen. Bewegungsloser Fast Food Junkie.

Diese elenden Zeiten sollen nun f?r immer unter „verschenkte Lebenszeit“ im Hirn abgelegt werden. 99 Kilo sind mein psychologisches Ziel – 95 w?rden sich in meinen Ohren extrem gut anh?ren.

Ach ja, f?r alle Abnehmenden: Ihr werdet auch k?rzere Hosen brauchen – nicht weil ihr kleiner werdet – der Bauch verbraucht weniger Hosenl?nge. Bisher hatte ich L?nge 32 – nun muss ich 30 tragen, damit die Buchse nicht unter den Schuhen schrabbelt.

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Was noch nicht ganz so gut klappt ist die eigene Wahrnehmung. Ich sehe mich selber immer noch als das „runde Etwas“. Daran muss noch gefeilt werden.


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Über den Autor:

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