Dank Smartwatches verbietet Londoner Uni das Tragen von Armbanduhren in Prüfungen

9. Februar 2015 Kategorie: Wearables, geschrieben von:

Neue technische Möglichkeiten, erfordern einen neuen Umgang mit diesen. Das bekommt jede neue Technik zu spüren. Google veröffentlichte seinerzeit sogar eine Art Knigge für Teilnehmer am Google Glass Explorer-Programm, damit die neue Form des Wearables nicht allzu abschreckend wirkt, schnell wurden Verbote für die Datenbrille in Restaurants, Kinos, etc. ausgesprochen. Nun trifft es Smartwatches, beziehungsweise Armbanduhren allgemein, diese werden nämlich an der City University London verboten. Schuld sind die Schummelmöglichkeiten, die Smartwatches bieten, aber um langwierige Kontrollen vor Prüfungen zu vermeiden, werden Armbanduhren generell verboten.

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Es ist so ein bisschen ein Katz- und Maus-Spiel zwischen Lehrern und Schülern. Letztere lassen sich immer raffiniertere Methoden einfallen, um während Prüfungen eine nicht erlaubte Hilfestellung zu erhalten. Die Technik kommt den Schülern hier sehr entgegen. Smartphones, Smartwatches, bald auch Smartglasses, all das bietet ungeahnte Möglichkeiten, auf die Lehrer erst einmal kommen müssen. Ein Verbot dieser Gerätschaften ist da nur logisch – zumindest in Prüfungssituationen. Schwieriger dürfte es werden, wenn sich in ein paar Jahren dann auch smarte Kontaktlinsen verbreiten oder bisher vielleicht sogar noch völlig unbekannte Gagdets Einzug in Schulen erhalten.

Wie einfach man mit einer Smartwatch in Prüfungen betrügen kann, zeigt die App ConTest, die im Rahmen einer von der Universität Michigan in Auftrag gegebenen Fallstudie entwickelt wurde (PDF der Fallstudie). Mit der App können alle Prüfungsteilnehmer gemeinsam nach einer Antwort suchen, quasi abstimmen, was das richtige Ergebnis ist. Dieses wird dann versteckt in Datum und Uhrzeit auf der Smartwatch angezeigt.

Uns wurde früher immer erzählt, dass es besser wäre, die Energie, die man in Spickzettel steckt, in das Lernen zu stecken. Ich habe das vor langer Zeit schon für Euch ausprobiert und kann Euch sagen, dass das Quatsch ist. Es geht nichts über einen guten Spickzettel, auch macht ein solcher Prüfungen direkt viel spannender, da der Risiko-Faktor des Erwischtwerdens noch dazu kommt. 😉

(Quelle: DiePresse)


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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