Cyborg Unplug soll euch Glassholes vom Leib halten

9. September 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von: Pascal Wuttke

Der Begriff „Glasshole“ ist mittlerweile so bekannt wie die Datenbrille von Google selbst. Sogar Google hatte sich vor einiger Zeit mit einem Appell an alle Google Glass Besitzer gewandt: man solle die Privatsphäre anderer respektieren und sich nicht als A***** aufführen. Die Google Glass findet immer noch keine breite Akzeptanz unter den Menschen, was den Berliner Künstler und Programmierer Julian Oliver Anfang des Jahres dazu brachte, ein simples Skript namens Glasshole.sh herauszubringen, dass sämtliche Google Glass in der Nähe aus dem Netzwerk kickt. Jetzt geht er einen Schritt weiter und bringt den Cyborg Unplug heraus – ein Wireless-Überwachungssystem für die Steckdose.

device2

Cyborg Unplug ist nicht größer als ein MacBook-Ladegerät und soll, einmal in die Steckdose gesteckt, Gadgets und Geräte aus dem Netzwerk schmeißen, die nach dem Algorithmus von Oliver als potenzielle Bedrohung gelten. Hierzu zählen für ihn Dropcams, kleine Drohnen oder Quadcopter, drahtlose „Spion“-Mikrofone oder eben Google Glasses.

Julian Oliver will laut eigener Aussage zwei Versionen des Geräts verkaufen: Eine günstigere Variante unter 50 US-Dollar, die lediglich über eine LED auf potenzielle „Gefahren“ hinweist namens „Little Snipper“ und eine High-End Version namens „The Axe“, die für rund 85 Dollar mitsamt einer Android App daherkommt, WLAN-Konnektivität aller Bandbreiten mit sich bringt und eine Funktion beinhaltet, die Lautsprecher in der Nähe nutzt, um mit einem Piep-Ton auf sich Aufmerksam zu machen. Ob letzteres wie bei einem guten alten Handy-Störgeräusch bei schlecht abgeschirmten Lautsprechern funktioniert oder anderweitig, wird hier nicht genau ausgeführt.

Julian Oliver sagt, dass er Ende September die ersten Vorbestellungen für seine Cyborg-Unplug Geräte entgegen nehmen will.



Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Quelle: Wired |
Über den Autor: Pascal Wuttke

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Pascal hat bereits 940 Artikel geschrieben.