Cultural Commons Collecting Society: GEMA-Alternative sieht sich auf gutem Weg

29. Dezember 2012 Kategorie: Internet, geschrieben von: Gastautor

Derzeit findet wieder mal der Chaos Communication Congress in Hamburg statt. Bei der 29. Ausführung der Veranstaltung (29C3) ist auch die GEMA, besser gesagt: die Alternative dazu, ein Thema. Die Cultural Commons Collecting Society (C3S) soll der Gegenentwurf zur GEMA sein und auf europäischer Ebene agieren. Schon vor zwei Jahren hat man erste Ideen dazu vorgestellt, langsam nimmt das alles Form an.

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Mit Künstlern zusammen und  vor allem für Künstler will man hier eine Rechte-Verwertung etablieren, die den steifen Regularien bei der GEMA meilenweit voraus sein soll. Langsam nimmt das Gebilde konkrete Formen an, bereits im ersten Halbjahr 2013 will man die Zulassung als europäische Genossenschaft erhalten.

Ein riesengroßer Unterschied zur GEMA: Der Rechte-Dinosaurier verweigert die Zusammenarbeit mit Künstlern, die ihre Stücke unter freier Lizenz abgeben. Das wird bei C3S selbstverständlich möglich sein, aber man hat auch noch mehr Argumente für die eigene Organisation und gegen die GEMA. Zunächst mal sollen die Einnahmemöglichkeiten besser sein als beim Konkurrenten, es gibt weniger Verwaltungs-Shizzle, ihr verfügt frei über eure Werke und vergebt die Rechte und ganz entscheidend: alle Mitglieder haben gleiche Stimmrechte.

Gerade letzteres wird ja der GEMA vorgeworfen, dass da eine Minderheit über alle Mitglieder entscheiden kann und somit ist auch klar, wer aus den prall gefüllten Geld-Töpfen am meisten nascht – eben die vermeintlich „wichtigen“ Künstler. Aktuell hat man noch einige bürokratische Brocken aus dem Weg zu räumen, aber ich setze persönlich sehr viel Hoffnung in dieses Projekt und ich denke, dass es Künstler, Labels und DJs ähnlich sehen sollten. Wenn ihr Interesse an dem habt, was die C3S vor hat: Hier findet ihr alle Informationen zur Cultural Commons Collecting Society.

Quelle: heise.de


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