Cross-Buy für Windows 10 / Xbox One wird Standard-Feature

14. Februar 2016 Kategorie: Games, Windows, geschrieben von: André Westphal

artikel_xboxone

Microsofts Phil Spencer, bei den Redmondern unter anderem Hauptverantwortlicher für die Xbox-Sparte, hat via Twitter ein neues Feature für die Xbox One bestätigt: Cross-Buy. Es ist bereits bekannt, dass der kommende Triple-A-Blockbuster „Quantum Break“ die Funktion unterstützt. Wer das Spiel für die Xbox One vorbestellt, soll einen Code erhalten, um das Game auch kostenlos unter Windows 10 zu zocken. Die Spielstände sollen jeweils über die Cloud synchronisiert werden. Und „Quantum Break“ solle definitiv nicht das einzige Cross-Buy-Spiel bleiben.

Via Twitter hat Phil Spencer bestätigt, dass Cross-Buy eine zentrale „Plattform-Funktion“ werden solle. Cross-Buy sei für Spieler eine großartige Sache und werte sowohl die Microsoft Xbox One als auch Windows 10 auf. Denn wenig überraschend soll Cross-Buy nur mit Windows 10 funktionieren. „Quantum Break“ etwa wird exklusiv nur mit dem neuesten Microsoft-OS funktionieren. Wer also mit Windows 8.1 oder gar 7 zocken möchte, guckt in die Röhre. Über Cross-Buy versucht Microsoft also logischerweise abermals mehr Nutzer zum Umstieg auf Windows 10 zu bewegen – und will gleichzeitig die Xbox One gegenüber der Sony Playstation 4 aufwerten.

quantum break

So bietet auch Sony Cross-Buy an und ausgewählte Vita-Spiele sind gleichzeitig auch an der PS3 / PS4 spielbar und umgekehrt. Allerdings wird das Feature bei Sony nur von recht wenigen Games unterstützt und zumeist handelt es sich um kleinere Indie- bzw. PSN-Titel. Witzig ist, dass einige Xbox-One-Besitzer Spencer nun Dampf gemacht haben und sich über Cross-Buy echauffieren. Einige mosern, weil „Quantum Break“ ursprünglich als Exklusivtitel für die Xbox One angekündigt wurde, nun aber zeitgleich für den PC erscheint. Spencer hat darauf recht souverän reagiert und angemerkt, dass das Spiel nur an einer Konsole spielbar sei und sicher nicht schlechter werde, nur weil auch PC-Besitzer in den Genuss kommen.

Andere winken ab, weil Spiele wie „Quantum Break“ an PCs exklusiv unter Windows 10 laufen sollen, was nur ein weiterer Schachzug Microsofts sei das datengierige Betriebssystem weiter unter die Leute zu bringen. Legt man den Zynismus ab, der sicherlich zum Teil auf einen wahren Kern trifft, ist Cross-Buy an der Xbox One allerdings erstmal eine feine Sache, die Gamer nichts kostet und einen Mehrwert bietet. Gerade wenn die Synchronisierung der Spielstände einwandfrei klappen sollte, würde es Spaß bringen einmal am Gaming-PC zu zocken und vorm Schlafen vielleicht nochmal im Bett an der Xbox One nachzulegen.

Gespannt sein darf man allerdings darauf, wie viele Publisher und Entwickler Cross-Buy neben Microsoft selbst am Ende in der Praxis nutzen werden. Der Hersteller aus Redmond hat Cross-Buy bereits für mindestens einen weiteren Titel bestätigt, nämlich „Fable Legends“.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2362 Artikel geschrieben.