Creative ZiiSound D5 Lautsprecher im Test

22. Juli 2010 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Nach einiger Zeit im Blog ohne technische Review mal wieder etwas, was mir richtig Laune gemacht hat: das Testen der Creative ZiiSound D5 Lautsprecher. Review gegen Hardware. Find ich knorke. Warum, weshalb, womit und überhaupt wieso – alles Fragen, auf dich ich hoffentlich zufriedenstellend antworten kann. Aber womit fange ich denn am besten mal an? Mit dem Auspacken, oder mit dem, was die Creative ZiiSound D5 Lautsprecher überhaupt sind? Ok, letzteres.

Die Creative ZiiSound D5 Lautsprecher ist eine Box, die ihr mittels Bluetooth anfunkt. Also ohne lästiges Kabelgewirr. Heisst, ihr könnt euer Telefon (Android, iPhone usw.) oder auch euer Notebook drahtlos mit der Box verbinden und über diese Musik abspielen. Ja, natürlich war ich skeptisch – aber kann man ja ausprobieren. Man hat ja einiges mit Bluetooth in der Bude rumfliegen (Android-Handys, iPad, Notebook, Netbook…).

Ok, nun wisst ihr, worum es geht. Dann gehe ich jetzt mal ein bisschen systematischer vor, damit man einen Faden durch meinen ganzen Beitrag hat.

Im Lieferumfang enthalten:

– Creative ZiiSound D5 Lautsprecher
– Klinke-Klinke-Stecker (ihr müsst kein Bluetooth nehmen, könnt auch einen normalen MP3-Player anklemmen)
– Wireless Transmitter
– Wandhalterung
– Gebrauchsanweisung
– Netzteil DE / UK

Das Design

Ich selber bin ja gerne bereit nen Euro mehr auszugeben, wenn das Design von Hardware stimmt, auf die ich den ganzen Tag schauen muss, beim Auto ist mir das egal, da ich kaum fahre. Die Lautsprecher haben ein wirklich geiles Design (reddot Design Award 2010). Hinten findet ihr dann übrigens auch das Bassreflex-Rohr 🙂

Die Anschlussmöglichkeiten

Auf der Rückseite befindet sich ein AUX-Anschluss für externe Geräte. Diese könnt ihr ja mittels des mitgelieferten Klinke-Klinke (Standard 3,5er) anklemmen. MP3-Player zum Beispiel. Der Rest der Konnektivität beschränkt sich auf Bluetooth. Solltet ihr aus irgendwelchen Gründen (siehe nächster Absatz) den Wireless Transmitter nutzen, dann könnt ihr euer iPhone / euren iPod auch auf das Gerät stellen, der Wireless Transmitter ist gleichzeitig Halter für euer Gerät. Wooooza! Aber: macht das nicht mit dem iPad. Zu schwer, zu wackelig – und auch nicht vorgesehen. Wenn ihr das an die Wand lehnt, mag das gehen, ansonsten nicht.

Einrichtung und Benutzerfreundlichkeit

Erster Test nach gierigem Auspacken. Boah – ich hab n Android-Handy und ein iPad – damit kann ich jetzt auf die Box streamen? Geilo. Ich lasse mich auch im Jahr 2010 immer noch gerne von Kleinigkeiten überraschen. iPad geschnappt, Bluetooth aktiviert und mal geschaut – wie funktioniert die Einrichtung laut Handbuch? Alles klar: am Creative ZiiSound D5 Lautsprecher ein paar Sekunden die Connect-Taste drücken. Diese ist gar keine Taste sondern ein berührungsempfindlicher Punkt vorne am Lautsprecher. Steht nur Connect drauf. Design matters.

Kurz danach meldete mir mein iPad, dass es wohl ein neues Gerät gefunden hätte. Vier Mal die Null eingegeben und ich war connected. Aha – mal testen und die Musik anwerfen.

Satter Sound. Wahrhaft. Laut. Also schnell mal die Lautstärke runter regeln. Aber Moment – warum geht das nicht? Fufufufufufu. Alles klar, kann gar nicht gehen, bzw. bei mir nicht. Die Aufklärung, warum ich die Lautstärke am Lautsprecher ändern musste: Apple-Gerätschaften mit dem iOS 3.xx können die Lautstärke nicht ändern, wohl aber die, die bereits iOS4 einsetzen. Ab Herbst ja auch mit dem iPad möglich.

Kleine Info für alle, die sich informieren wollen, ob sie ohne Adapter und Aufstehen die Lautstärke am Lautsprecher ändern können: checkt, ob euer Bluetooth-Dongle AVRCP hat. Wenn ja, dann klappt es. Ansonsten könnt ihr die Lautstärke auch am Lautsprecher ändern – ohne Regler. Ist eine glatte Oberfläche, wie ein Ceran-Bedienfeld, anhand der Lichter seht ihr, wie laut der Hobel ist.

Aber – und das finde ich richtig gut: es ist ein Adapter mitgeliefert, der Wireless Transmitter, den ich im Lieferumfang bereits erwähnte. Diesen könnt ihr an euer iPhone oder iPad klatschen und dann funktioniert es auch mit der Lautstärke. Yeah.

Die Übertragung per Bluetooth und der Klang – Pure Music everywhere

Ich habe eine recht große, verwinkelte Bude (knapp um 100 Quadratmeter) und konnte gut testen. Bluetooth ist nicht WLAN, von daher erwartete ich geringeren Empfang. Ohne Störung kommt man locker auf 8-9 Meter, selbst mit Wand , quasi um die Ecke rum funktionierte alles zufriedenstellend. Solltet ihr euch zu weit entfernt haben, so merkt ihr dieses an Aussetzern – klar.

Ich habe dann mal meinen Musik-Stuff getestet: Hip Hop (Oldschool): satte Bässe, Eurodance: knackige Höhen und Bässe, Klassik: gute Höhen, Metal: satter Gitarrensound, welcher aber oberhalb 80% Lautstärke leicht „krachig“ wirkt – schwer zu beschreiben. Bedenkt man aber, dass ich damit in hoher Lautstärke mein 40 Quadratmeter gr0ßes Wohnzimmer beschallen konnte, hat der Creative ZiiSound D5 Lautsprecher einen ordentlichen Sound.

Wofür werde ich die Creative ZiiSound D5 Lautsprecher einsetzen? Ganz klar: auf meinem Balkon (der ist riesig) und in meinem Partykeller. Bisher habe ich da einen Verstärker mit riesigen Boxen rumstehen, die gehen dann irgendwo anders hin. Mal im Freundeskreis fragen… Wird sicher witzig im Partykeller: die Lautsprecher können von mehreren Geräten angesprochen werden, man kann mittels Connect-Taste switchen 🙂 Wer ne Kiste Bier mitbringt, kann gerne mal auf dem Wochenende zum „Probe hören“ bei mir vorbei kommen – ernsthaft 😉

Die Creative ZiiSound D5 Lautsprecher sind bei Creative direkt für 299,99 Euronen zu bekommen.

Das finde ich gut:

– drahtlose Musik
– ansprechendes Design
– guter Klang / Lautstärke
– sehr hoher WAF

Das finde ich nicht so gut:

– Wireless Transmitter dient als Dock-Halterung, leider keine extra Stütze für iPads vorhanden. Das wäre mein Wunsch, eventuell optional irgendwann mal?
– bedingt durch die Bauart muss man Abstriche beim Raumklang machen

Für wen ist der Lautsprecher etwas? Für Menschen, die gutes minimalistisches Design schätzen und sich aus irgendwelchen Gründen auch immer kein große Anlage nebst Lautsprechern in die Wohnung stellen wollen. Oder eben Techfreaks wie mich 🙂

So, aber das war noch nicht alles, was ich in meinem Paket vorfand. Für audiophile Genüsse unterwegs darf ich noch die Aurvana In-Ear2 im Wert von 99,99 Euro testen: Kopfhörer vom Feinsten.

Der Preis kommt natürlich nicht von ungefähr, im Lieferumfang findet ihr nicht nur die Kopfhörer mit vergoldeter Klinke vor, sondern auch eine Tasche mit Kabelaufwicklung, zwei Sätze Ohrenstöpsel (in drei Größen!), Reinigungs-Gedöns und einen Flugzeugadapter (grandios bei meiner Flugangst). Auch bei den Kopfhörern wurde Wert auf das Design gelegt.

Sehen echt schick aus und haben eine vernünftige Haptik. Erstaunlicherweise habe ich die getestet, als bei uns der Vollhorst der Firma unter uns Metall geflext hat – und ich habe weniger von ihm vernommen, als mit den Kopfhörern von zwei anderen Firmen. Man bekommt also mehr mit bei hohen Umgebungsgeräuschen. Einen Hardcore-Test werde ich morgen bei über 4 Stunden Bahnfahrt vornehmen.

Das gefällt mir gut:

– endlich mal verschiedene Größen für Ohren
– satter Sound, Pluspunkte beim Bass

Das gefällt mir nicht so:

Schwer, hier etwas zu sagen. Für Selten- bis Gelegenheitshörer sind diese Kopfhörer wahrscheinlich aufgrund des Anschaffungspreises nichts, beim Sport hätte ich Angst, diese „kaputt zu schwitzen“.

Fotos? Fotos!

So – Fragen zu den Produkten beantworte ich in den Kommentaren gerne – und nun: Jetzt zum Produkt



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Über den Autor: caschy

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