Content: Die Kehrseite der Medaille Google

16. Mai 2011 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Ich muss mich mal wieder aufregen. Warum, erfahrt ihr im Text. Ohne Punkt und Komma geschrieben. Aus dem Bauch heraus. Ich fange einfach mal an. Fakt ist: viele Menschen suchen etwas bei Google, finden das Gesuchte – und besuchen die Seite. Im besten Fall finden sie wirklich das Gesuchte, nicht nur einen der hingeschissenen SEO-Texte, die nur der Auffindbarkeit durch Google dienen. Doch oftmals ist es eben so. Und dieser Taktiken bedienen sich nicht nur die schwarzen Schafe, auch die Großen, denen man das nie zutrauen würde, sind ganz vorne mit dabei.

 

Google ist toll – doch oft muss ein Verlag sich fast ausschließlich durch Traffic finanzieren, den er über Google bekommt. Da liegt die Versuchung nahe, dass er an der „Google -Schraube“ drehen muss – besser gefunden werden heißt unter Umständen: mehr Besucher, die Werbung nehmen = höhere Werbeeinnahmen.

Früher (jaja, ausgelutschter Begriff) gab es Redakteure, die hatten Zeit, ihre Themen zu recherchieren. Gute Artikel, die ich gerne las. Mit zunehmendem Kostenlos-Content im Internet konnte natürlich keiner rechnen – doch eins war klar: Content musste, um wettbewerbsfähig zu bleiben, kostenlos rausgerockt werden. Werbung schalten und Daumen drücken, dass sich alles refinanziert. Und wenn Kosten die Einnahmen übersteigen – ja dann muss abgespeckt werden.

Teure Mitarbeiter und Schreiber weg, billige Content-Nutten her. Kennt man ja aus den Staaten von AOL. Seiten kaufen und Schreiber die Pistole auf die Brust setzen. Was, so etwas ist in Deutschland nicht vorstellbar? Dann lest mal beim Michael nach, welches „Job-Angebot“ er von der PC-Welt bekommen hat. Durchaus ein Magazin, welches ich wirklich sympathisch fand. 10 Euro bietet man da pro geschriebener News. Natürlich biste richtig dick im Thema und so.

10 Euro für eine selbst recherchierte, ausgearbeitete & geschriebene News…..sorry, das ist extrem schrottig liebe PC-Welt… Nein, ich habe keine Idee und weiss nicht, wie ihr euch finanzieren wollt. Ich hoffe, eines Tages bricht dieser ganze Kram mal in sich zusammen.

An dieser Stelle: ich drücke echt allen da draußen die Daumen, dass sie für anständige Arbeit auch anständig bezahlt werden. Echt jetzt – ich wünsche das jedem von euch von ganzen Herzen. Und ich setze heute ein weiteres Unternehmen auf meine persönliche Liste des Ignorierens…

So, das musste jetzt einfach mal raus, ich hoffe, mir ist keiner böse.


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Über den Autor: caschy

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