CommaFeed: Open-Source Google Reader Alternative

17. Mai 2013 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von:

44 Tage noch, dann stellt der Google Reader seine Dienste ein. Caschy schwört bisher auf Feedly als Ersatz, sicher eine der derzeit populärsten und empfehlenswertesten Dienste seiner Art. Gefällt mir persönlich allerdings weniger und ich schaue mir immer mal wieder Alternativen an, möglichst Open-Source-Software und im Optimalfall zum selber hosten. Neuester Kandidat nach Tiny Tiny RSS und einem Plugin für ownCloud ist CommaFeed.

CommaFeed Open Source Google Reader

 

Der Dienst ist noch recht neu, orientiert sich aber sichtbar am Google Reader Design, sieht aber für mich durchaus gut aus, da sich CommaFeed auf das wesentliche begrenzt. Ihr könnt zu Beginn entweder die Feeds direkt von Google Reader über die API holen oder halt die OPML-Datei direkt importieren.

Für mich wichtig sind die Shortcuts wie J für nächsten Beitrag oder K für den vorherigen, wodurch ich schnell durch die Feeds gehen kann. Diese sind bei CommaFeed ebenfalls bereits standardmäßig eingeschaltet. Ansonsten gibt es natürlich auch die bekannten Sharing-Optionen nach Twitter, Facebook, Google+, aber auch Pocket oder Instapaper sind integriert.

Funktioniert nach meinem kurzen Test bereits recht ordentlich, allerdings war der Server etwas überlastet, sodass es etwas gedauert hat bis neue Artikel bei den Feeds angezeigt worden sind. Der Entwickler arbeitet aber daran die Kapazitäten zu erhöhen. Positiv ist die verfügbare API, die andere mobile Clients nutzen können. Hier liegt bei dem jungen Dienst aber noch der Makel. Bisher gibt es keine eigene App für Android oder iOS, da muss man wohl noch abwarten ob sich hier Appentwickler finden und CommaFeed als Option anbieten.

Der Dienst ist Open-Source, der Quellcode liegt auf Github und kann prinzipiell auch auf dem eigenen Server betrieben werden.  Allerdings sind die Voraussetzungen doch eine Ecke höher, als z.B. bei Tiny Tiny RSS. Daher empfiehlt der Entwickler den Dienst Openshift von Red Hat.

Man wird abwarten müssen, wie sich CommaFeed weiterentwickelt, aber ich muss sagen das mir der Ansatz bisher in jedem Fall zusagt. Für Chrome und Firefox gibt es zudem erste Erweiterungen, die aber aktuell nicht viel mehr als die ungelesen Artikel anzeigen und dann zur Weboberfläche wechseln.


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Quelle: Reddit |

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