Cliqz übernimmt Ghostery

15. Februar 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Cliqz kennt Ihr vermutlich, es handelt sich dabei um einen Browser, der sich die Privatsphäre der Nutzer auf die Fahnen geschrieben hat, indem er Nutzungs- statt Nutzerdaten sammelt. Gibt es mittlerweile auch als Firefox-Add-On, wir berichteten. Nun hat Cliqz das Anti-Tracking-Tool Ghostery übernommen. Profitieren sollen davon beide Nutzergruppen. So soll die von Cliqz eingesetzte Blocking-Technologie, die keine Blocklisten erfordert, in Ghostery einfließen, während Cliqz selbst noch mehr Privatsphäre bieten wird. Auch soll Ghostery einfacher nutzbar werden, ein kritischer Punkt, wenn man wirklich eine große Masse an Nutzern erreichen möchte.

Ghostery wird allerdings samt Team ein eigenständiges Produkt bleiben, aber eben mit Cliqz zusammenarbeiten. Aber nicht nur mit Cliqz, sondern auch mit Euch, falls Ihr denn über die Beta an der Entwicklung teilhaben möchtet. Ghostery wird viel genutzt, um eben das Tracking im Web zu unterbinden, Caschy hatte die Firefox-Erweiterung schon einmal vorgestellt (lange ist es her).

Was sich tatsächlich durch die Übernahme ändern wird, wird man erst im Laufe der Zeit sehen. Bei solchen Übernahmen hört man immer wieder, dass sich für die Nutzer „erst einmal nichts ändern wird“, tatsächlich kann es dann aber auch ganz anders weitergehen. Informationen zur Übernahme findet man bei Ghostery, Cliqz hat aktuell noch keine Pressemitteilung dazu veröffentlicht. Die Übernahme wird sicher für Diskussionen sorgen, obwohl Cliqz eigentlich nichts falsch macht, stören sich einige daran, dass die Sache von Hubert Burda Media gestartet wurde – immerhin befindet sich das Medienunternehmen seit Jahren wegen des Leistungsschutzrechts im Streit mit Google.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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