Chromecast und Google Play Movies & TV: ein Blick hinein

16. Januar 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Gestern Abend erschien die iOS-App für Google Play-Filme. So ist es möglich, gekaufte oder geliehene Film-Inhalte nicht nur im Web oder auf einem Android-Gerät zu konsumieren, sondern auch auf einem iOS-Gerät, alternativ auf dem TV, sofern man einen Chromecast-Stick besitzt. Da ich seit Jahren das Thema Streaming verfolge und diverse Lösungen kenne, habe ich mir auch mal das iPhone, einen Kauffilm von Google Play und den Streamingstick Chromecast gegriffen.

2014-01-16 18.02.46Alles kein Hexenwerk, kann jeder Laie in wenigen Sekunden selber aufbauen. Das Einrichten des Sticks ist hier im Blog beschrieben und die Movie-App setzt bei bereits vorhandenen Google-Apps auf deren Autorisation, sodass kein erneutes Einloggen vonnöten ist. Sofort bekommt der Nutzer eine Auswahl seiner Inhalte in Filmform (TV-Serien gibt es noch nicht in Deutschland).

Per Klick auf das Chromecast-Icon können Chromecast-Dongles im Haushalt direkt angesprochen werden. Es folgt ein kurzer Handshake, der Rest wird vom Stick erledigt, der direkt auf eine vorhandene Internetleitung zugreift. Der Akku des Smartphones wird also nicht gesondert beansprucht, der Stream läuft nicht über das iOS-Gerät.

Hier ist dann aber auch eine Unzulänglichkeit zu beobachten. Wirft man einen Film an und aus irgendwelchen Gründen fliegt das Smartphone aus dem WLAN, so ist keine Steuerung des Sticks mehr möglich. Der Stick wird nicht mehr erkannt und der Film läuft ganz normal weiter. Dann irgendwann wird sich euer Stick am TV melden und sagen, dass er die Lizenz nicht überprüfen kann. Ihr müsst den Stick dann einmalig aus dem TV-Gerät entfernen und wieder einstecken, um Funktionalität zu haben.

filme

Dennoch: das Ganze ist genial simpel und bietet Vorteile. Ja, mit bestimmten Apps können auch lokale Medien abgespielt werden, das Sortiment wird momentan erweitert. Vergleichen wir das Ganze mal mit einem Apple TV. Den kann ich mittels Smartphone oder per Fernbedienung bedienen. Ich habe Möglichkeit, gekauften oder geliehenen Content zu konsumieren – für rund 80 Euro. Chromecast kostet die Hälfte und kann bequem mittels Rechner oder Smartphone jeglicher Klasse (ok, kein Windows Phone) angesprochen werden.

Das Smartphone als Content-Lieferant und Fernbedienung ist eine Sache, die Apple und Google richtig machen und damit einen Vorteil gegenüber dem klassischen Smart TV bieten. Die Eingabe ist einfach, beim Smart TV müht man sich meistens ab und das Ganze ist nicht wirklich intuitiv.

Fazit: Googles Streamingstick macht auf den zweiten Blick einen besseren Eindruck als noch beim ersten Mal, was einfach daran liegt, dass mittlerweile mehr Apps vorhanden sind. Mittlerweile bekommt man Chromecast auch bei Amazon in Deutschland und Google wird spätestens ab März den Stick selber in Deutschland anbieten. Wer Bedarf hat, der sollte den Spaß mal ausprobieren. Mal schauen, wann die reinen Audio-Interfaces kommen.


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