Chromecast mit Plex: anständige Performance

14. März 2014 Kategorie: Mobile, Streaming, geschrieben von: caschy

Mittlerweile gibt es zahlreiche Lösungen, um Chromecast zu nutzen, unzählige Apps stehen bereit, um Googles Stick mit lokalen, aber auch Content aus dem Internet zu befeuern. Was beim 35 Euro-Stick von Google in punkto Musik und Fotos recht viel Freude bereitet, kann beim Filmverzehr unter Umständen enttäuschend enden. Hier muss man natürlich immer die Relation sehen, was der Stick kostet und welchen Content man letzten Endes dauerhaft konsumiert.

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Teilweise musste ich feststellen, dass ein DLNA-fähiger TV mit Zugriff auf Freigaben besser funktioniert, als diverse Media-Apps in Zusammenarbeit mit Chromecast. Getestet wurde der Plex Mediaserver, der auf einem leistungsstarken Synology NAS des Typs 713+ läuft, die Medien dabei verteilt auf dem aktuellsten Plex-Server für das Synology NAS. Netzwerkanbindung des NAS per Gigabit an den Verteiler, der auch auf 802.11 ac funken könnte. Als Endgeräte zur Aufnahme diente ein Apple TV der aktuellen Generation, dazu einmal der Streamingstick Chromecast von Google und ein TV-Gerät, welches auf die DLNA-Fähigkeiten des Synology DS 713+ zurückgreifen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Musik und Fotos sind soweit kein Problem, ebenfalls lassen sich Filme im Bereich 480p, 560p und 720p auch bequem anschauen. Wer der Meinung ist, das wäre eine Qualität, die man sich wohl nicht antun würde, der soll sich das dennoch ruhig mal anschauen. Wird definitiv anschaubar skaliert, in meinen Fall habe ich halt noch sehr alte Serien, wie Tripods, Capatain Future und Co, die ich nicht in 1080p vorliegen habe. Lassen sich sehr gut schauen, der Plex Media Server und die Software gefallen mir hier besser als der DS Video-Server nebst Software von Synology, das Ganze sieht schicker aus, geht besser von der Hand und läuft meiner Meinung nach auch runder.

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Hiermit dürfte man viele Nutzer bereits abgedeckt haben, denn die FullHD-Fraktion  bevorzugt sicherlich professionellere Lösungen und wird sicherlich nicht auf einen 35 Euro-Stick zurückgreifen wollen. Und nein, auch ich werde das nicht. Imaginerium von Nightwish war der Film meiner Wahl, mit dem ich das Ganze testen wollte. 1080p in h.264. Der Apple TV konnte via Plex am Smartphone über den Server bespielt werden, die Wiedergabe hier war kein Problem, auch die DLNA-Geschichte direkt auf dem TV konnte das Filmstück verarbeiten.

Chromecast konnte anfänglich auch damit umgehen, fing dann aber dauerhaft an, nachzupuffern. Drei, vier Sekunden Film, nachpuffern – und so weiter. Tut sich natürlich kein Mensch an. Also mal wieder mit schwächerem Material getestet. Hier kommt es nun zu Dingen, die ich unschön fand: bricht man den Connect zu einem Apple TV oder zu einem DLNA-Stream ab, dann hat der Server und das Endgerät Ruhe, ein überlasteter Chromecast lässt sich unter Umständen aber gar nicht mehr ansprechen.

Der Film puffert dann munter weiter, zieht vom Server, lässt sich aber nicht per Mobilgerät mehr anspringen. Diese Erfahrung machte ich mit dem Plex Media Server, als auch beim Bespielen über DS Video. Ist Chromecast überlastet, dann hilft es unter Umständen nur, ihn vom TV oder Strom zu trennen. Von daher der gut gemeinte Rat: wenn ihr Plex in Verbindung mit Chromecast einsetzt, dann werft auf jeden Fall einen Blick in die Qualitätseinstellungen. Hier lässt sich viel in Sachen Bandbreite justieren, was zu einem besseren Seherlebnis führt.

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Fazit? Chromecast ist für jemanden, der sich in der Vergangenheit nur wenig mit Streaming beschäftigt hat, eine definitiv spannende und tolle Lösung. Wer allerdings große Dateien in FullHD-Auflösung auf seinem Rechner hat, der bringt diese am besten etwas anders auf sein TV-Gerät, um Frustration zu vermeiden.



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Über den Autor: caschy

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