Chrome Nutzer ignorieren Warnmeldungen beim Surfen

15. Juli 2013 Kategorie: Google, Internet, Linux, Windows, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Wer hätte das gedacht. Wenn es darum geht, Warnmeldungen des Browser zu ignorieren, liegen Nutzer von Google Chrome ganz weit vorne. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Malware-, Phishing- oder SSL-Warnung handelt. Ihr kennt diese Warnmeldungen sicher, meistens sehr auffällig und man muss ausdrücklich bestätigen, dass man trotzdem mit dem Besuch der Zielseite fortfahren möchte. Interesseirt einen Großteil der Chrome Nutzer anscheinend nicht.

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Fast die Hälfte der Internetnutzer setzt auf Chrome, vielleicht liegt es ja auch daran. Interessant ist auch, dass die Beta-Versionen von Chrome die höchste Click-Through-Rate haben. Normalerweise geht man ja davon aus, dass Leute, die einen Beta-Release nutzen, ein wenig mehr Ahnung haben. Dieses Phänomen ist übrigens auch Betriebssystem-übergreifend zu beobachten.

Google nimmt dies zum Anlass, weiter an den Warnseiten zu schrauben. Auch wenn diese eigentlich kaum noch auffälliger sein könnten. Ich kann es nicht so ganz nachvollziehen, warum man überhaupt auf die Idee kommt, so eine Meldung zu ignorieren. Ist ja auch nicht so, dass in der Studie nur 20 Warnmeldungen untersucht wurden. Es waren über 25 Millionen, man kann also durchaus sagen, dass dies repräsentativ ist. Und auch wenn die Warnmeldungen ab und zu fälschlicherweise auftreten, ignoriert sie nicht, sie sind schließlich aus einem Grund da.

Die gesamte Studie kann man in einem 16-seitigen PDF-Dokument nachlesen. Wie sieht es denn bei Euch aus, ignoriert Ihr diese Warnungen oder geht Ihr auf Nummer sicher und surft einen bestimmten Link in diesem Fall lieber nicht an. Kennt Ihr denn Leute, denen solche Warnmeldungen egal sind?



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Quelle: TheRegister |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

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