Chameleon: die etwas andere Oberfläche für Android Ice Cream Sandwich-Tablets

15. März 2012 Kategorie: Android, Mobile, Software & Co, geschrieben von:

Irgendwie wirken die Benutzeroberflächen auf Android-Tablets immer noch ein wenig wie aufgepumpte Smartphone-Screens. Dass es auch ein wenig anders geht, wollen die Designer von Teknision jetzt unter Beweis stellen mit einer Oberfläche für Android 4.0-Tablets – und sind da auch auf einem sehr ordentlichen Weg. Wem Teknision nichts sagt: die Jungs haben sich einiges Lob für die UI des BlackBerry PlayBooks abgeholt, für welche sie verantwortlich sind.

 

Wie will man sich von anderen UIs abgrenzen bzw was möchte man besser machen? Zunächst mal nutzt man den Platz auf dem Tablet komplett aus. Ihr könnt bei Chameleon – so der Name der Oberfläche – nach Lust und Laune Widgets verteilen und anordnen. Das mag mitunter ein wenig überladen wirken, aber so wird jedenfalls kein Platz verschenkt, wie wir es bei vielen anderen Android-Screens kennen.

Weiterer sehr cleverer Einfall der Kanadier: ihr könnt mehrere Profile anlegen. So findet jedes Familienmitglied die relevanten Apps, wenn es eingeloggt ist – das Personalisieren wird hier deutlich einfacher. Aber nicht nur auf unterschiedliche Nutzer reagiert Chameleon: per GPS-Signal erkennt die Anwendung, ob ihr zuhause seid oder auf der Arbeit. Während ihr dann zuhause eher Games und das TV-Programm vorfindet, werden auf der Arbeit eher Office-Anwendungen oder die E-Mail-Applikation angezeigt.

Einige spannende Ideen hat man auch noch unterbringen können – so soll beispielsweise automatisch angezeigt werden, wenn beispielsweise ein gebuchter Flug Verspätung hat. Wie toll das in der Praxis funktioniert, können wir natürlich noch nicht absehen.

Aktuell stehen die Designer noch in Kontakt mit mehreren Unternehmen – das Ziel ist also primär, dass man diese UI schon vorinstalliert auf einem Tablet vorfindet. Könnte ich mir anstelle der leidlichen TouchWiz-UI von Samsung zum Beispiel sehr gut vorstellen. Sollte hier aber kein großer Name anbeißen, besteht auch noch die Option, die ganze Geschichte bei Google Play rauszuhauen. Und ich sag es mal vorab: ich würde den ein oder anderen Euro dafür in die Hand nehmen, dass ich diese Experience zumindest mal auf einem Android 4.0-Tablet ausprobieren könnte.

Generell begrüße ich alles, was ein wenig frischen Wind in die doch etwas festgefahrenen Designs bringt – wenn ihr euch bis jetzt noch nicht viel unter Chameleon vorstellen könnt, werft doch bitte einen Blick auf diesen Clip:

Quelle: Teknision via Netbooknews.de


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Über den Autor:

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