Es ist für mich immer wieder spannend zu sehen, wie viele Tabs gleichzeitig bei manchen im Browser offen sind. Es gehört dann schon eine gewisse Organisation dazu, um in solchen Situationen noch einen Überblick zu behalten. Firefox hat das hier meines Erachtens recht gut mit den Tab-Gruppen gelöst, einen Schritt weiter geht die Google Chrome-Erweiterung Contextinator.

Contextinator: Web-Sitzungen in einzelne Projekte speichern
Wikidata: Zentrale Datenbank für alle Wikipedien ab sofort verfügbar
Habt ihr schon einmal von Wikidata gehört? Dies ist ein Projekt von Wikimedia Deutschland, welches das Ziel hat eine zentrale Datenbank für strukturierte Daten in den vielen Artikeln der Wikipedien zu liefern. Bisher gab es das Problem, dass beispielsweise Änderungen eines Artikels immer in jeder einzelnen Sprache eingepflegt werden mussten, wodurch diese auch einen unterschiedlich aktuellen Datenbestand hatten.
Dies soll sich mit Wikidata ändern, denn ab sofort müssen in den jeweiligen Artikeln nur noch Variablen gesetzt werden, die an einer einzigen Stelle gepflegt werden.

Von der Arbeit profitieren allerdings nicht nur die Leser und Bearbeiter bei Wikipedia. Man hat sich wie üblich für eine freie Lizenz der Daten entschieden, in diesem Fall die Creative Commons Public Domain CC0 1.0. Dadurch können Programmierer über eine extra angebotene API die Daten in ihren Programmen ebenfalls nutzen. Dies dürfte auch einer der Gründe für Google gewesen sein, die das Projekt finanziell unterstützen und die Daten bei sich in der Google Suche anzeigen.
Telekom-Chef Obermann mit offenem Brief an Rösler bezüglich der geplanten Drosselung
Philipp Rösler ist ein deutscher Politiker und seit Mai 2011 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Bundesvorsitzender der FDP und deutscher Vizekanzler. Vor einigen Tagen wandte sich Rösler mit einem Brief an die Deutsche Telekom, beziehungsweise an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG. Der Inhalt des Briefes betraf die Änderung der Tarifstruktur fürs Festnetz seitens der Telekom. Also all dies, was wir unter der Thematik Drosselung in den letzten Tagen lesen konnten.
Immer wieder sonntags KW 17
Schon wieder eine Woche rum – der Mai steht vor der Tür. Was war los in der Welt der Technik? Das größte Thema gab es gleich am Montag. Die Telekom ändert ihre Tarifstruktur und führt für besonders aktive Accounts eine Drosselung ein. Mehr Volumen muss dan gekauft werden. Der Grund laut Telekom? Überlastete Netze. So überlastet, dass man hinterher in Interviews erwähnt, dass eine Drosselung nur 3 Prozent der Kunden betreffen würde. Klingt arg unlogisch für mich. Wer sich in das Thema einlesen will, wirft einfach mal die Suche hier im Blog nach “Drosselung Telekom” an.
Rechnungshof kritisiert BSI für fehlende Zertifizierung der AusweisApp
Sicherlich haben einige von euch schon den neuen Personalausweis. Groß beworbene Funktion war die sichere Authentisierung, bei der die Daten verschlüsselt in elektronischer Form zum Beispiel zu Behörden übermittelt werden können. Kritik von unabhängiger Stelle kam schnell auf, befürchtete Sicherheitslücken ließen nicht lange auf sich warten.
Inzwischen bekommt das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) aber auch von offizieller Stelle Kritik, der Rechnungshof mahnt eine immer noch fehlende Zertifizierung der AusweisApp an, die nach gut 2,5 Jahren immer noch nicht erfolgt ist.

Ich kann mir ganz gut vorstellen, warum das BSI die Sicherheit ihrer in Auftrag gegebenen Software nicht freiwillig zertifizieren möchte. Die AusweisApp ist in Java geschrieben, nicht umsonst warnt das BSI ja inzwischen in regelmäßigen Abständen vor Java, da mal wieder eine kritische Sicherheitslücke aufgetreten ist.
Firefox Australis: Neues Design bringt Einschränkungen in der Anpassbarkeit
Über das kommende Redesign des Firefox mit dem Namen Australis haben wir schon einige Male berichtet. In den aktuellen Design-Studien Firefox UX könnt ihr bereits erste Vorstellungen des neuen Firefox bekommen. Oft wird Australis hauptsächlich mit runden Tabs in Verbindung gebracht, es geht aber um deutlich mehr, wie man auch an diesem Beipiel für den neuen Einstellungen-Dialog erkennen kann.

Vor neun Tagen postete Mike Conley auf der Mailing-Liste einen ersten Vorschlag, der einige Einschränkungen in der Anpassbarkeit für die Nutzer bringen wird. Firefox ist bei vielen Nutzern deshalb so beliebt, weil er sich nahezu beliebig an die persönlichen Ansprüche anpassen lässt. Allerdings hat diese große Anpassbarkeit auch gewisse Risiken, wenn Benutzer beispielsweise die URL-Leiste entfernen und nicht mehr wissen, wie sie sie zurückbringen, dann ist der Browser für sie unbenutzbar. Daher will man einige Punkte zukünftig einschränken, die aktuell zu kontroversen Diskussionen geführt hat.
RSS-App Reeder unterstützt Feedbin
Wir wissen, dass der Google Reader schließen wird. Alternativen bislang? Ganz klar Feedly – aber auch Feedbin, den wir hier mehr als ausführlich vorstellten. Solltet ihr Feedbin und die meiner Meinung nach beste RSS-App auf dem iPhone, nämlich Reeder, nutzen, dann dürft ihr euch freuen. Die Macher von Reeder müssen nun natürlich andere Dienste unterstützen, nachdem der Google Reader schließt – logo, sonst verkauft man die App nicht mehr. Das heutige Update ist der erste Schritt: Neben dem Google Reader unterstützt Reeder nun auch Feedbin.
Windows: das verbrauchte Datenvolumen überwachen
Im Zuge der Drosselung durch die Telekom kam immer wieder die Frage auf: Wie messe ich eigentlich meinen Verbrauch? Ist natürlich schwierig zu sagen, denn heutzutage hängt ja irgendwie alles im Netz und verbraucht Datenvolumen. Hier mal ein Update der PlayStation, da mal Internet-Radio. Hier wird das genaueste Ergebnis wohl aus dem heimischen Router auslesbar sein, wie ich bereits hier schon beschrieb. Und für Einzelrechner? Für Windows 8 und Windows RT gibt es die kostenlose App Network Usage.
Kindle für Android mit neuer Optik
Eine der Hauptgründe für die Anschaffung des Kindle Paperwhite bei mir war nicht das Gerät alleine, sondern die große Anzahl verschiedener Apps für Android, iOS oder am PC. Mittels Whispersync habe ich alle Lesezeichen und die zuletzt gelesene Seite immer auf einem aktuellen Stand, auch wenn ich den Kindle einmal nicht am Mann habe. Für Android gibt es nun seit kurzem ein größeres Update der Kindle-App, welches dem Layout der Kindle Fire-Geräte ähnelt.

Direkt zu Beginn fällt die neue Darstellung der Cover auf der Startseite auf. Diese sogenannte Karussellansicht ermöglicht euch das horizontale Scrollen der Bücher auf dem Startbildschirm der Kindle-App. Der Effekt schaut recht gut aus und ist sicher eine Verbesserung, wenn man auf die Optik der App Wert legt. Sonstige Neuerungen sind allerdings eher marginal. So hat Amazon die Navigation leicht überarbeitet und bietet jetzt einen Schnellzugriff auf Bücher, Dokumente und Zeitungen.
Interview: Telekom verteidigt Drosselung
Die deutsche Telekom kommt nicht aus den Schlagzeilen. Logisch – ist sie nicht nur der größte Anbieter von DSL-Anschlüssen in Deutschland, sondern auch ein Unternehmen, an dem Vater Staat die größten Anteile hält. Der Deutschlandfunk in Person von Tobias Armbrüster hat sich knapp 6 Minuten mit dem Telekom-Sprecher Philipp Blank in einem Telefon-Interview über die Drosselung an Telekom-Anschlüssen unterhalten.
So heißt es seitens der Telekom, dass eine Preiserhöhung (und nichts anderes ist ein zubuchbares Zusatz-Pack) nie gut ankommt und dass man mit derartigem Feedback schon gerechnet hätte. Fakt soll sein: Drei Prozent der Kunden verursachen mehr als 30 Prozent des Datenvolumens. Das bedeutet für die Kunden: Lieschen Müller subventioniert bisher den Heavy User.

















