Casio Exilim ZR20 ausprobiert

23. Juni 2012 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Anfang Mai bekam ich die Anfrage, ob ich die Casio Exilim ZR20 testen wolle. Eine kleine Kompakte. Bin ich grundsätzlich immer skeptisch. Hatte vor Jahren mal eine Spiegelreflex gekauft, bin immer gut gefahren, bis zu meiner Systemkamera, die bislang auch gute Dienste leistete.

Trotzdem habe ich mal zugesagt und alles, was man bei Google+, Facebook und hier im Blog an Fotos von mir sehen kann, ist mit besagter Exilim geschossen worden – mit Ausnahme einiger „Unterwegs-Bilder“, die ich mit dem Smartphone schoss.

Die Fotos hier im Text sind wacker aus der Hüfte geschossen, der kleine Gartenfreund war unterwegs. Ich bin ja eigentlich sogar ein gut aussehender Fotograf im Körper eines übergewichtigen Bloggers, aber für eines hatte ich nie Zeit: für die schier endlosen Einstellungsmöglichkeiten, die die Kameras so bieten.

Ich sehe zwar grundsätzlich immer und überall Objekte, die eines Fotos würdig wären, durch mangelnde Einarbeitungszeit bei „großen“ Kameras kam leider nie das raus, was man beim Betrachten des Objektives eigentlich im Kopf hatte. Kann vielleicht der eine oder andere nachvollziehen. Also bin ich dazu übergegangen, einfach nur noch das Notwendigste für mich festzuhalten und Objekte, Erinnerungen und Co einfach im Gedächtnis festzuhalten. Von daher kam mit die Casio Exilim ZR20 mal ganz recht. Passt in jede Tasche und weiss mit ordentlichen Daten aufzuwarten: 8-facher optischer Zoom, für Weitwinkelaufnahmen kann man die 25 mm-Optik nutzen.

Megapixel sind bekanntlich nicht alles, dennoch wird die Kamera mit einem CMOS-Sensor ausgeliefert, der 16 Megapixel mitbringt. Muss man so viel Megapixel haben? Der Fotograf wird sagen: der kleine Sensor wäre auch mit 12 Megapixeln gut beraten gewesen, 16 Megapixel hört sich in den Ohren des Knippsers natürlich besser an. Zum Betrachten hat man ein 3 Zoll großes Display mit 960 x 480 Pixeln Auflösung. Neben Fotos lassen sich auch Videos in Full HD auf die SD-Karte beamen.

Die Casio Exilim ZR20 gibt es im Handel in unterschiedlichen Farben, so findet man neben dem von mir getesteten weißen Modell auch  schwarz, silber und violett vor. Tja, wo will man die Kamera, die momentan für um 230 Euro gehandelt wird, einsortieren? Ideale Kamera für ambitionierte Einsteiger und „Drauf-los-Fotografen“? Ja, das passt, wer sich aber ein wenig Mühe gibt, der zaubert auch aus der kleinen Knipse beeindruckende Fotos heraus – es ist ja nicht immer nur die Kamera, sondern das Auge und die Technik des Fotografen.

Man kann diverse Einstellungen vornehmen (auch HDR ist dabei), wie bei jeder Kamera, ich selber bin tatsächlich meistens mit der Funktion Premium Auto Pro unterwegs, dabei erkennt die Kamera die Umgebung usw. und versucht so, das beste aus dem aufzunehmenden Motiv herauszuholen.

Die Kamera bietet zudem knapp 40 verschiedene Voreinstellungen für diverse Szenarien, unter denen sich auch Filter befinden – ganz interessant für Menschen, die zwar Effekte in Bildern haben wollen, dafür aber keine Einarbeitungszeit in Kauf nehmen wollen.

Ein Fazit? Das fällt schwer zu geben, gibt es doch unzählige Kameras von wenig bis viel Geld auf dem Markt. Zumal ich auch keinen Vergleich zwischen diversen Kompakten ziehen kann, außer einer alten Exilim, die hier noch rumlag, gibt es keine Vergleichsmöglichkeiten. Von daher kann ich nur sagen, was mir explizit an diesem Modell gefallen oder nicht gefallen hat. Leicht und klein, definitiv ein Pluspunkt, seit fast zwei Monaten rühre ich zu allen Gelegenheiten keine andere Kamera mehr an – oder nutze mein Smartphone.

Gefühlt ist die Casio Exilim ZR20 eine flotte Kamera, sie ist ratz fatz einsatzbereit und so in der Lage, schnell Fotos zu machen. Probierfreudige finden diverse Filter vor. Definitiv etwas für Leute, die sich nicht einarbeiten können oder wollen, dank vieler Modi aber auch etwas für den etwas ambitionierteren Nutzer. Deshalb ist es schwer zu sagen, wo sich Casio mit der ZR20 aufstellt – man deckt wohl mehrere Einsatzbereiche ab.

Mit den Bildern und den Videos war ich immer zufrieden, es gab nichts, was mich enttäuscht hätte. Beeindruckend fand ich den Makromodus, den einige vielleicht hier schon sahen, wenn ich Smartphone-Apps vorgestellt habe und ein Smartphone im Teaser hatte – das war dann meistens mit der Casio geschossen. Ich las eine Bewertung, in der der Verwackelungsschutz wohl nicht so gut sein sollte. Auch ich habe Fotos mit Zoom gemacht und kann das so nicht bestätigen. War definitiv ausreichend und ich war sicherlich nicht immer mit einer so ruhigen Hand gesegnet.

Kritik? Nun ja, ich weiss ja nicht, ob ich es der Casio Exilim ZR20 anlasten kann, dass sie mit einer EyeFi-Karte nicht funktionieren wollte. Das sind SD-Karten, die Bilder per WLAN auf den Rechner schicken. Trotz der guten Qualität hätte ich die Kamera eher im Bereich unter 200 positioniert – quasi diese psychologisch wichtige 199-Euro-Grenze. So werden vielleicht die Einsteiger zu günstigeren Geräten im Unter-200-Euro-Bereich greifen.


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Über den Autor:

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