Calling Bremen

12. Juli 2006 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Entschlossen, mal nach Bremen zu juckeln um ein bisschen Geld zu verprassen. Vorher Nadines Auto zur Inspektion gebracht. Werkstatt und Shoppen – eine Konstellation, die ich nicht mag – weiss ich doch, „dass immer irgendwas ist“. War es auch – aber dazu sp?ter. Fr?her dachte ich: Naja, du siehst genug Leute in Dortmund und Bremerhaven – da wirste in Bezug auf schr?ge V?gel auch nicht in Bremen ?berrascht sein. Erste Begegnung vorm Bahnhof. Steht da ein Vogel um halb zehn mit P?lleken Bier in der Hand neben mir an der Ampel und redet mit sich selbst. Belustigung meinerseits. Fr?hlich mit der Bierflasche winkend wankte er auf seine Spiessgesellen am Bahnhofsvorplatz zu. Morgens um halb zehn – watt ein Leben.

Zahllose Gesch?fte klapperten wir ab – um einige Stunden sp?ter in der Innenstadt bei einer Schale Erdbeeren f?r „einsfuffzich“ Rast zu machen. Leute schauen – alles normal, bis…l?uft da tats?chlich n M?del mit ner Schafsmaske herum – im Arm jede Menge Blumen. Ein wahres Fundst?ck f?r jeden Rollenspieler und Sodomisten. Aber – ich bin ja kein Ziegenficker.

Herrlicher Blick auch auf die Spielm?glichkeiten f?r die Kinder. Eine Art Eisenkarussel – darauf ein ca. 18-j?hriger Bengel mit leuchtend rotem Haar. Wild drehte er am Karussel, als ob es kein Morgen g?be. „Die n?chste Runde geht r?ckw?rts!“ schien er mir zuzurufen.. Auch dressm??ig hatte der Karusselbremser es drauf – er war mit allen Wassern gewaschen: Jogginghose, Holzf?llerhemd und Sandalen. Ich frage mich morgens tats?chlich ob dieses oder jenes Kleidungsst?ck auch farblich mit dem anderen harmoniert – betreibe ich etwa Zeitverschwendung?

W?hrend wir in einem Gesch?ft standen, klingelte Nadines Handy – die Werkstatt. Blablabla Klimaanlage…bla Zuleitungsschlauch bla 400 Euro. „Immer is was mit der scheiss Karre“ grummelte ich so laut, dass es der Vogel am anderen Ende der Leitung es h?ren musste. Wir entschieden uns f?r „Klima brauchste nicht, kannst Fenster runterkurbeln wie der Caschy an seine Karre“.

Nachdem ich Schuhe, ein Parf?m und ein Shirt f?r meinen adip?sen K?rper zusammengekauft hatte, ging es ans gem?tliche Schlendern. Wie es der Zufall so wollte kamen wir an einem Laden vorbei, der seine Piercingdienste feil bot. Wollte ich ja immer schon – in der Augenbraue. Aber irgendwie bin ich ja auch ein Schisser – f?nf Tattoos – aber Schiss sich ein Piercing machen zu lassen. Muss ja auch mal schauen, was der Chef dazu sagt – vielleicht siehts bei mir ja zu unseri?s aus. Dann aus Trotz beschlossen, mir noch ein sechstes Tattoo stechen zu lassen. Auf die Aussenseite der Wade wirds kommen und es wird ein Drache werden. Piercing ist jetzt erstmal auf Eis gelegt – zumindest bis zu meinem n?chsten Trip nach Dortmund.

Zum Abschluss dieses langweiligen Textes noch drei Bilder, auf denen meine neusten Errungenschaften zu sehen sind.

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Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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