Bundesnetzagentur hat 2017 rund 460.000 unsichere Elektrogeräte für den Handel gesperrt

5. Januar 2018 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von:

Die Bundesnetzagentur sorgt dafür, dass wir in Deutschland möglichst nur Elektrogeräte zu Gesicht bekommen, die auch unseren Sicherheitsstandards entsprechen. Das ist gerade bei Kleinelektronik aus Fernost nicht immer der Fall, wohl aber steigt die Zahl dieser Angebote auch in Deutschland. Im Jahr 2017 hat die Bundesnetzagentur 665 Angebote beendet, deren Produkte Funkstörungen oder elektromagnetische Unverträglichkeiten auslösen können. 2016 lag diese Zahl noch bei 537 Angeboten, allerdings war damals die Anzahl der Produkte höher.

Waren es 2017 rund 460.000 Geräte, deren Angebote gesperrt wurden, waren im Jahr 2016 schon alleine 788.000 FM-Transmitter dabei (wir berichteten), insgesamt damals 986.000 Produkte. Neben den Produkten, die freiwillig bei der Bundesnetzagentur zur Überprüfung eingereicht werden, werden auch welche aus anonymen Testkäufen überprüft. Sehr erfolgreiche Testkäufe offenbar, denn von den 52 getesteten Produkten wurden dann auch alle gesperrt. Das wiederum hat dann 14.700 Geräte wie Drohnen, Smart-Home- oder LED-Produkte betroffen.

Hilfe beim Auffinden nicht passender Produkte liefert auch immer mehr der Zoll. 2017 gab es vom Zoll 16.000 Meldungen zu verdächtigen Warensendungen, von denen dann auch 86 Prozent keine Freigabe für den europäischen Markt erhalten haben. Und auch im Einzelhandel wird die Bundesnetzagentur fündig. Überprüft wurden 2017 rund 3.000 Produkte, in 800 Fällen folgten markteinschränkende Maßnahmen.

Durchaus interessante Zahlen, man bekommt es in den seltensten Fällen mit, wenn so etwas vor sich geht. Wobei ich dennoch glaube, dass wir auch hierzulande immer noch genügend Elektrogeräte im Umlauf haben, die eigentlich nicht betrieben werden dürften.


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