BSI warnt: Nicht durchgeführte Updates machen Clouds in Deutschland angreifbar

16. März 2017 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Eigentlich soll die eigene Cloud, so wie sie sich mit ownCloud oder Nextcloud verwirklichen ist, für mehr Sicherheit sorgen. Daten nicht auf fremden Servern, der eigene Herr über die Installation sein. Dumm nur, wenn man dann nicht regelmäßig Updates fährt und veraltete Versionen einsetzt. Dass dies der Fall ist, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik festgestellt. Über 20.000 in Deutschland betriebene Clouds setzen auf Versionen von ownCloud oder Nextcloud, die teils kritische Sicherheitslücken aufweisen.

Diese Update-Faulheit zieht sich durch alle Bereiche. Mittelständische Unternehmen sind genauso betroffen wie kommunale und öffentliche Einrichtungen, Energieversorger, Krankenhäuser, Rechtsanwälte und so weiter. Das BSI informierte Anfang Februar die Netzbetreiber, die angehalten sind, ihre Kunden zu informieren, wenn diese eine unsichere Cloudstruktur einsetzen. Bisher reagierten aber nur rund ein Fünftel der Nutzer.

Hierzu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Cloud-Betreiber sind für die Sicherheit ihrer Cloud verantwortlich und sollten mit dieser Verantwortung sorgsam umgehen. Der Betrieb von Clouds mit veralteten Software-Versionen, für die bereits seit langer Zeit Updates der Hersteller bereitstehen, ist fahrlässig und macht es Kriminellen viel zu leicht, sensible Daten zu stehlen oder Geschäftsprozesse zu beeinflussen. Empfehlungen des BSI für mehr Cloud-Sicherheit sind verfügbar, als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde stehen wir Cloud-Anwendern gern mit Rat und Tat zur Seite.“


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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