Brother HL-L2340DW Laserdrucker ausprobiert

11. Dezember 2016 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

brother-hl-l2340dwVor nicht allzu langer Zeit musste ich mich auf die Suche nach einem neuen Drucker begeben. Ich besaß vorher ein Canon 3in1-Gerät, welches – natürlich – kurz nach Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums die Grätsche gemacht hat. Alle Wiederbelebungsversuche halfen nichts, mindestens der Druckkopf war hinüber, die Anschaffung eines neuen stand in keinem Verhältnis zum Anschaffungspreis. Da es das zweite Canon-Gerät hintereinander war, welches so reagierte, schloss ich für mich die Consumer-Mappe namens Canon. Vorher musste das All in One-Gerät für diverse Arbeiten herhalten. Die Frau druckte gelegentlich Fotos und Trainingspläne, ich selber muss zumindest einmal im Monat Dokumente für die Steuer ausdrucken.

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Daten Brother HL-L2340DW

* 266 MHz Prozessor, 32 Mb Speicher,Druckauflösung: Bis zu 2.400 x 600 dpi
* Druckgeschwindigkeit – Simplex: Bis zu 26 Seiten/Minute, Duplex: Bis zu 13 Seiten bzw. 6,5 Blätter/Minute
* Schnittstellen: 802.11 b/g/n, USB 2.0 Hi-Speed
* Herstellergarantie: 36 Monate
* Lieferumfang: Brother HLL2340DW S/W-Laserdrucker schwarz, Toner, Trommel, Netzkabel, Treiber, Installationsanleitung

Nach dem Wegfall des Gerätes war für mich klar: Kein Canon mehr – und muss Tinte in unserem Fall überhaupt sein? Oder überhaupt ein großes 3in1-Gerät? Die Antwort war: Nein. Fotos kann man im Drogeriemarkt mittlerweile kostengünstiger drucken und scannen mache ich eh nur via Scanbot, alternativ hab ich noch einen portablen Doxie-Scanner in der Schublade. Farbdruck? Brauche ich in meinem Falle nicht, die Frau auch nicht. Für alle, die dieses Blog noch nicht so lange verfolgen: Ich bin Papierhasser.

Sowohl Papier bedrucken als auch empfangen empfinde ich als nervig. Rumliegendes Papier weckt bei mir innere Unruhe, denn Papier in Sichtweite suggeriert mir unerledigte Arbeit. Deswegen hab ich schon vor vielen Jahren damit angefangen, alles einzuscannen und digital abzulegen. Bei meinem überschaubaren Aufkommen ist das kein Hexenwerk und ich gehe immer noch so vor, wie ich mal begann. Passt einfach für mich.

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Nun also die Druckerfrage. Die Mindestvoraussetzungen waren: Günstig, Laserdruck, günstige Folgekosten und WLAN-Tauglichkeit. Ich mag keine Kabel, bei uns hängt mittlerweile kein Rechner mehr per Kabel am Router – und auch der Drucker sollte dies im besten Falle nicht, da dies immer eine räumliche Abhängigkeit vom Router oder einem Anschluss bedeutet. Meine Wahl fiel auf den Brother HL-L2340DW, der offensichtlich alle meine Mindestanforderungen erfüllte.

Es gibt ihn in mehreren Ausführungen. Mit USB und WLAN – oder aber nur USB – oder mit USB, WLAN und LAN. Ich entschied mich für die Variante mit USB 2.0 und WLAN. Mehr wollte ich nicht. Hat mich bei Amazon dann 95 Euro gekostet. Und da natürlich klar ist, dass der enthaltene Toner nicht für zigtausend Seiten reicht, habe ich diese auch mitbestellt. Rund 2.600 Seiten bei 5 Prozent Deckung für rund 14 Euro.

„Bestellen sie innerhalb von 3 Stunden und 14 Minuten, um dieses Produkt schon morgen zu erhalten!“. So die vollmundige Aussage, die mir als Prime-Kunde von Amazon gemacht wurde. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen, der Toner kam am nächsten Tag, der Drucker sollte noch warten lassen. Und das vor dem Wochenende. Aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Und wer Muße hat, der schreibt dem Amazon-Support, dass die Ware nicht wie versprochen ankam – dann gibt es noch einen Gratis-Monat Prime.

Der Drucker kam kompakt verpackt an, im Lieferumfang eine Anleitung, der Toner und das Gerät als solches. In der Anleitung dann Infos, wo man denn die aktuelle Software zum Einrichten beziehen könne (oder habt ihr noch ein optisches Laufwerk für eine CD). Die Software braucht man nicht zwingend.

Auch der Brother-Laser wellt das Papier etwas

Auch der Brother-Laser wellt das Papier etwas

Habe den Toner eingesetzt, den Drucker stromtechnisch angeschlossen und geschaut, was auf dem winzigen LCD-Display zu lesen ist. Aha, die Einrichtung kann auch via WPS erfolgen. Sehr praktisch, denn nachdem ich meinem Router gesagt habe, dass per WPS gleich ein Gerät im Netzwerk vorbeischaut, war auch schon alles erledigt, der Drucker schmeißt euch sogar direkt ausgedruckt seine aktuelle Konfiguration raus. Kein WPS zur Hand? Man kann den HL-L2340DW kabellos einrichten, den WLAN-Key über das Display einrichten. 5 GHz-Benutzer aufgepasst: der HL-L2340DW kann laut Datenblatt 802.11 b/g/n, fand mein 5 GHz-Netzwerk aber bei mir nicht.

Einrichtung im Betriebssystem? Ebenfalls automatisch unter Windows und macOS. Toll. Was ebenfalls bei uns eine Option sein kann: Mobiles Drucken. Funktionierte ebenfalls fehlerfrei. Unter iOS konnte ich AirPrint direkt nutzen, für Android gibt es ein Brother-Plugin im Play Store, welches den Drucker im WLAN erkennt. Getestet und für gut befunden.

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Wieder einmal interessant, wenn ich an mein vorheriges Canon-Gerät denke: Das unfassbar große Papierfach von Laserdruckern. Papier unten einlegen, Klappe zu, 250 Blatt rein – Ruhe. Das des Canon fasste weniger Seiten. Ebenfalls für den doch überschaubaren Anschaffungspreis ganz nett: der mögliche Duplexdruck des Brother HL-L2340DW. In meinen ersten Druckversuchen fand ich das Druckbild ganz gut. Kommt tatsächlich auch immer ein wenig auf die verwendete Schriftart an.

Normaler Modus Word vs. Sparmodus Word

Normaler Modus Word vs. Sparmodus Word

Drucke ich im Standardmodus mobil aus Google Docs, so sieht das Schriftbild kräftiger, aber auch etwas zauseliger aus. Der gleiche Text aus Microsoft Word mit der Schriftart Georgia sieht weniger kräftig, aber auch runder aus. Kleiner Tipp übrigens vorweg, wenn ihr viele Seiten druckt: Der Brother HL-L2340DW hat ein über den Webbrowser erreichbares Menü, hier lässt sich der Tonersparmodus aktivieren. Kann man definitiv machen, ich persönlich empfinde das Schriftbild und die Deckung noch immer mehr als ausreichend. Drucklautstärke? Ich empfand das Gerät beim Drucken nicht als störend und hatte auch nach einem Drucken mehrerer Seiten keine langen, geschweige denn laute Nachlaufgeräusche.

Normaler Modus Google Docs vs. Sparmodus Word

Normaler Modus Google Docs vs. Sparmodus Word

Das erwähnte Backend des Druckers im Browsers. Hier sollte man – je nach Anforderung – eh mal einen Blick reinwerfen. So kann man beispielsweise einen Ansprechpartner hinterlegen, falls man das Gerät im Office nutzt. Auch Wartungsinformationen sind einsehbar, beispielsweise die verbleibende Lebensdauer der Trommeleinheit (12.000 Seiten ab Werk). Solltet ihr das Gerät nicht dediziert über eine Steckerleiste abschalten – es gibt nämlich keinen echten Ausschalter – so lässt sich Web auch der Zeitraum bis zum Energiesparmodus oder dem automatischen Abschalten einstellen. Meiner Meinung nach ein ziemlich aufgeräumtes Backend mit nachvollziehbaren Punkten, die nicht verwirren.

Bislang konnte ich keine wirklichen Schwächen feststellen, der HL-L2340DW von Brother funktioniert einfach und das Druckbild gefällt. Wenn er denn so durchhält, dann hat sich die leicht zu verschmerzende Anschaffung gelohnt. Unter 100 Euro für einen Laserdrucker mit drei Jahren Garantie, der Duplexdruck beherrscht, ohne Probleme eingebunden ist und mit macOS, Windows, Android und iOS in Windeseile funktioniert, dazu noch günstige Folgekosten verspricht? Bin bislang nicht unzufrieden über die Anschaffung, wobei man nicht unerwähnt lassen sollte, dass es Menschen gibt, denen es anders geht. So gibt es bei Amazon Nutzer, die darüber klagen, dass sie Probleme mit dem WLAN haben, nachdem der Drucker im Standby war (der Drucker kommt auf 4,3 von 5 Sternen).


Über den Autor: caschy

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