Brass Monkey: Smartphone + Browser = Spielkonsole

13. Juli 2012 Kategorie: Android, iOS, Mobile, Software & Co, geschrieben von: Gastautor

Nicht zuletzt wegen des Hypes um die Android-Konsole Ouya befasse ich mich derzeit ein wenig mehr mit der Art und Weise, wie sich Spielgewohnheiten in Zeiten von Smartphones und Co verändern und wie sich das auch auf den heimischen Bereich auswirkt. Auch auf der heimischen Couch greife ich gern mal zu Tablet oder Smartphone, um ein kurzes Spielchen zu wagen, benötige für Spielspaß und Ablenkung also nicht immer eine Highend-Konsole.

Jedenfalls bin ich bei meiner täglichen Pirsch durchs Netz jetzt auf einen ganz anderen Ansatz gestoßen, der mir ebenfalls das ein oder andere Game auf meinen Fernseher zaubert. Brass Monkey ist bereits seit März verfügbar für unseren Androiden (und natürlich auch für iOS), auch wenn es mir jetzt erst wirklich unter die Augen gekommen ist.

Ich schulde euch jetzt noch den Zusammenhang zwischen meinem Fernseher und meinem Android-Smartphone. Brass Monkey lässt euch die Spiele im Browser zocken und den Part des Controllers übernimmt dabei euer Smartphone. Die App könnt ihr euch kostenlos aufs Smartphone ziehen und müsst dann lediglich die Seite Playbrassmonkey ansteuern, mit dem Smartphone natürlich im gleichen Netz unterwegs sein wie euer Rechner und dann könnt ihr im Grunde schon loslegen.

Ich hab meinen Wohnzimmer-Rechner natürlich an den Fernseher geklemmt und so dauert es nur Sekunden, bis ich das erste Mal in die Brass Monkey-Spielewelten eintauchen kann. Über einen Auswahlbildschirm browst ihr durch die verfügbaren Games, die in ihrer Summe noch recht überschaubar sind. Dabei könnt ihr euch im Auswahlbildschirm sowohl normal mit der Maus als eben auch schon mit eurem Smartphone bewegen. Die ersten Games waren  dann allerdings ziemlich ernüchternd, weil sie weder grafisch noch spielerisch auch nur für 10 Pfennig Spielspaß bieten konnten!

Oben im Bild seht ihr den Controller, der auf meinem Smartphone abgebildet ist, während ich eines der besseren Spiele – Angry Bots – zocke. Problem dabei ist – wie immer bei Touchscreens – dass man die virtuellen Bedienelemente nicht im Blick hat und natürlich keinerlei Haptik dabei hat. So kann es mitunter vorkommen, dass man doch nochmal den Blick auf sein Smartphone werfen muss, damit die Spielfigur auch die gewünschten Aktionen ausführt. Das Spiel selbst kann sich übrigens für ein Browser-Game absolut sehen lassen:

Von den angesprochenen Problemen bei der Touchscreen-Steuerung reagiert das Spiel allerdings ziemlich flott auf mein Smartphone und sorgt tatsächlich dafür, dass man sich für eine Weile für das Game begeistern kann. Der ein oder andere Spieletitel war noch dabei, mit dem man sich auch sicher einige Zeit beschäftigen kann, vielleicht findet ihr da einfach am besten mal selbst raus, ob das Richtige für Euch dabei ist.

Das Prinzip von Brass Monkey gefällt mir ausgesprochen gut, bietet mir zumindest ein anderes Spielerlebnis, als wenn ich nur auf den Screen meines Smartphones angewiesen bin. Bei der Umsetzung allerdings kann man definitiv noch nachlegen. Da sind für meinen Geschmack unter der eh schon ziemlich limitierten Auswahl doch zu viele Ausfälle dabei, die mehr nerven, als dass sie Spaß machen. Wenn man hier ein ordentliches Portfolio zusammenstellen könnte mit der Zeit, ist es aber dennoch was, was ich von Zeit zu Zeit wieder nutzen würde. Wer sowohl Smartphone als auch einen Rechner am Start hat (und sind das nicht die meisten von uns?), findet ihr jedenfalls ohne großes Installieren und ohne Einsatz von Geld eine Möglichkeit, ein paar Minuten Zeitvertreib zu finden.

 



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Über den Autor: Gastautor

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