BotPwn bremst die Twitter-Bots aus

25. November 2011 Kategorie: Social Network, geschrieben von: Gastautor

Der Caschy ist gerade unterwegs in seine Heimat, denn morgen ist wieder Derby, bei dem er seine Schalker mit Vollgas unterstützen wird. Wer sich jetzt verwundert die Augen reibt: War natürlich nur ein Spaß! Er hat mir für die Zeit seiner Abwesenheit den Blog-Schlüssel überlassen. Das hat er jetzt davon… 🙂

Genug gewitzelt und zurück zur harten Realität der sozialen Netzwerke.

Bei Twitter kann man einfach jemandem folgen und bekommt dessen Nachrichten in die Timeline gespült. Dafür muss das Gegenüber (geschützte Accounts mal ausgenommen) nicht mal seine Zustimmung geben.

Das nutzen Werbe-Bots – also Accounts, die automatisch Werbelinks rausknallen – natürlich gern aus, indem sie einfach wahllos massenhaft folgen und ihre Links verbreiten, mit denen sie Geld verdienen wollen. Meist mit solchen Userbildern:

Screenshot von Bots
Screenshot: Drei Bots bei Twitter

Gegen solche Bots hilft eigentlich nur, dass man hin und wieder die Liste seiner Verfolger anschaut, sie blockt oder sogar als Spam meldet, wenn’s zu extrem ist. Das ist bei Accounts mit 100 Followern noch recht schnell gemacht, aber caschy mit knapp 7.900 Followern hätte drei Tage zu tun.

Es wurde hier im Blog schon mehrmals in Kommentaren erwähnt, daher stelle ich Euch heute mal allen einen Dienst vor, mit dem Ihr diese Werbe-Bots halbautomatisch suchen, blocken und/oder als Spam melden könnt. Lasst Euch nicht von dem Werbebanner auf der Seite erschrecken, der Onkel tut Euch nix… 🙂

 

Wie benutzt man BotPwn?

Einfach botpwn.org ansurfen, oben rechts auf „Sign in with Twitter“ klicken und Twitter-Zugangsdaten eingeben (wenn Ihr noch nicht eingeloggt seid). Jetzt ist – etwas schwer unter einem Werbebanner zu erkennen – ein Button „Prüfung starten“ zu sehen. Damit wird die Prüfung angeschubst. Das Ergebnis sieht dann so aus:

BotPwn Ergebnis
Screenshot: botpwn.org

 

Im Prinzip ist relativ selbsterklärend, was da abgeht: Man muss für jeden Account bestätigen, dass man ihn blockieren und/oder als Spam melden möchte. Ich will nicht verschweigen, dass hin und wieder False Positives darunter sind. Daher empfehle ich, auf die Namen zu klicken, Profile anzuschauen und von Fall zu Fall zu entscheiden.

Tipp: Schaltet die Option „Auf Twitter schreiben, dass du deinen Account befreit hast“ ab, bevor Ihr auf „Bots blockieren“ klickt. Kann man beim ersten Mal machen, aber wenn Ihr öfter Bots raushaut, könnte der von BotPwn versendete Tweet Eure Follower animieren, Euch als Spammer anzusehen. Und das will ja auch keiner… 🙂

 

Bots eintragen

Wenn Ihr selbst einen Bot melden möchtet, bewegt die Mouse oben im Menü über „Account“ und klickt auf „Bot hinzufügen“. Dort könnt Ihr Accounts eintragen (ohne @ davor!), die Euch auf den Zeiger gehen. Die werden dann von den Machern geprüft und nach der Freischaltung bei einer neuen Prüfungen mit einbezogen.

Das kann aber – je nach Schulstress der Macher – ein paar Tage dauern. Ich habe die Bots nach dem Melden immer manuell geblockt, aber durch die Meldung haben wenigstens die anderen Nutzer was davon.

 

Fassen wir zusammen

BotPwn gewinnt keine Schönheitspreise für die Website, aber das ist zweitrangig: Der Service hilft, Bots loszuwerden und den Bot-Betreibern zu zeigen, wofür man Twitter nicht nutzt. Kleinere Schwächen durch False Positives und manchmal längere Reaktionszeiten auf Bot-Meldungen können natürlich vorkommen, aber die Macher sind auch nur Menschen.

Probiert’s einfach selbst aus, aber bedenkt: Wenn Euch die Followerzahl heilig ist, verringert sie jeder geblockte Bot.

Und jetzt: Schönes Wochenende!

 

Gastartikel (CC BY-SA 3.0) von NetzBlogR: Blog | Twitter | Google+



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Über den Autor: Gastautor

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