BND fordert 300 Millionen Euro zur digitalen Aufrüstung, will Netzwerke überwachen

31. Mai 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Die Enthüllungen von dem, was die NSA seit Jahren so treibt, hat sicher den ein oder anderen Geheimdienst neidisch gemacht. Eine unbemerkte Überwachung sämtlicher Datenströme, nahezu weltweit. Unser eigener Geheimdienst, der Bundesnachrichtendienst (BND) würde bis 2020 gerne ein Projekt namens „Strategische Initiative Technik“ (SIT) finanziert haben. 300 Millionen Euro kostet das gesamte Projekt, das auch den Teil „Echtzeitanalyse von Streaming-Daten“ beinhaltet, wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf vorliegende Geheimdokumente berichtet.

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Mit dieser Echtzeitanalyse von Streaming-Daten sind nicht etwa Filme oder Serien gemeint, die Ihr Euch zu Hause anseht, sondern die Echtzeitüberwachung von sozialen Netzwerken, Foren und Blogs. So will man sich beim BND einen besseren Überblick über die Lage im Ausland verschaffen.

Auch sollen Meta-Daten in einem größerem Umfang als bisher gesammelt werden. Wie die NSA, argumentiert der BND damit, das bei einer solchen Sammlung die Privatsphäre mehr gewahrt wird, da auf eine Ausspähung von Inhalten zunächst verzichtet wird. Ebenso möchte der BND künftig Sicherheitslücken in Software für eine gezielte Überwachung nutzen. Zusätzlich benötigt der BND vergleichsweise niedrige 4,5 Millionen Euro, um auch in Sachen Biometrie aufzurüsten.

In einem Gespräch mit Parlamentariern sagte der BND indes aus, dass man diese Investitionen tätigen müsse, wenn man nicht noch hinter die Möglichkeiten des italienischen und spanischen Geheimdienstes fallen soll. Es gäbe Geheimdienste im Ausland, die technisch viel weiter seien, insbesondere die amerikanische NSA und der britische GHCQ.


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