BlackBerry Torch 9800 unter der Lupe

30. November 2010 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Den Tobias habe ich auf dem Summercamp Alfeld kennengelernt und er bot mir an, für dieses beschauliche Blog einmal das BlackBerry Torch 9800 vorzustellen, welches sich momentan bei ihm zum Test befindet. Tobi ist Kaiserslautern-Fan und nach dem letzten Spieltag ist es mir eine große Freude, nun seinen Beitrag hier zu veröffentlichen 😉 Außerdem lege ich euch noch sein Blog ans Herz. Offene Worte von nem Typen vom Bau, der sich auch für Technik interessiert 🙂

Freundlicherweise habe ich über einen netten Kontakt die Möglichkeit, RIM’s neueste Errungenschaft, den Blackberry Torch 9800, leihweise zu begutachten und zu testen, kurz vor dem vermutlichen Auslieferungszeitpunkt vom o1.12.2o1o.

Der Blackberry Torch 9800 ist ein Slider, dessen Bildschirm aus einem Touch-Display besteht und der ‚unter der Haube‘ über eine vollwertige QWERTZ-Tastatur verfügt. Auf die technischen Daten will ich gar nicht weiter eingehen, kann man wenn man will alle auf der Webseite nachlesen. Mir geht es in meinem Test mehr um die Handhabung und Benutzung in der Praxis.

Jobtechnisch bedingt nutze ich meinen derzeitigen Blackberry, einen Bold 9700, als reines Produktivtelefon- heisst, trotz iPhone, lese und schreibe ich quasi sämtliche eMails mit dem Bold. Die fehlende Display-Grösse wird von der vollwertigen Tastatur mehr als ausgeglichen. Dazu kommt die quasi unschlagbare Akku-Laufzeit sowie die (subjektiv) bessere Erreichbarkeit bzw. der bessere Empfang.

Aber genug davon. Zeit sich RIM’s neues Flaggschiff mal genauer anzugucken.

Über den Lieferumfang kann ich leider nicht viel sagen, da es, wie oben erwähnt, ein Leihgerät ist, ist es in einem unscheinbaren Päckchen eingewickelt bei mir eingetrudelt. Beim ersten Anfassen ist mir das recht hohe Gewicht sowie die Grösse des Geräts aufgefallen.

Der Vergleich mit dem 9700 zeigt aber – beide Geräte sind in etwa gleich groß, das Display verzerrt das ein wenig.

Ein schöner Rücken...

Neu und "alt" - Torch und Bold

Bold und "geöffneter" Torch

quasi gleich gross - oben Bold, unten Torch

quasi gleich gross - oben Bold, unten Torch

Wenn man es geschafft hat, die SD (ist ein wenig tricky, ich hab es zumindest nicht sofort gefunden) und SIM-Karte einzulegen, packt man den Akku hinterher und das Teil startet. Ausgeliefert wurde der Torch mit dem neuen BB OS6, das ich ja bereits auf dem Bold installiert habe und mit dem RIM wirklich ein solides und gutes Stück Betriebssystem gelungen ist.

Bootscreen

Bei Inbetriebnahme des Torch sollte man mit Hilfe des Blackberry Desktop Managers das (natürlich vorher erstellte) Backup vom Bold einspielen, um die Einrichtung der eMail-Konten, der Software und dem ganzen anderen Gedöns zu sparen. Hat man das hinter sich gebracht – auf zum BIS und das Gerät ummelden. (Als kurze Hintergrund Info: man muss bei seinem Provider einen zusätzlichen BB-Dienst buchen und erhält damit Zugriff auf die Blackberry Internet Services, in diesen muss man die PIN des Gerätes angeben um den BB mit seiner SIM zu verknüpfen)

Im BIS hat ePlus ein wenig umgestellt – früher hat man die PIN des neuen Gerätes von Hand eingeben müssen, mittlerweile erkennt der BIS ein eingeloggtes Gerät eigenständig und meldet das neue Gerät an – wichtig hierbei ist, dass man Netzzugang hat.

noch der Bold

schon der Torch

Verarbeitet ist der Torch in gewohnt guter Qualität. Der Slider sitzt ordentlich verbaut auf der Tastatur (oder die Tastatur unter dem Touchscreen), da wackelt nichts und man hat nicht, wie bei manchen anderen Slider-Handys das Gefühl, man hat gleich das ganze Teil in der Hand.

Auf der Rückseite ist RIM mittlerweile von dem „Leder“ des Bold 9000 über „Kunstleder“ beim 9700 zu reinem Kunststoff/Gummi auf der Rückseite des Torch übergegangen. Die Akkuklappe sitzt sauber unter dem Gerät und die viel zitierten Spaltmaße sind völlig in Ordnung.

Die Bedienung ist im ersten Augenblick Gewöhnungsbedürftig. Auf dem Gehäuse hat RIM die „Hardware“Tasten belassen, nämlich Anrufannahme, BB-Menu, Touchpad, Zurück, und Anrufabbruch. Schiebt man den Torch also auf ist man, als alter Bold-user, versucht das Telefon weiterhin über die Hardware Tasten zu bedienen. Der Umstieg gelingt aber schnell, auch wenn ich vermutlich noch 2-3 Tage brauche um mich komplett auf die neuartige Bedienung einzulassen.

Bei all den positiven Aspekten verstehe ich aber nicht, warum kein „Haltepunkt“ auf dem Slider ist. Samsung hatte mal bei dem SGH-D500 eine Art Gummilippe am unteren Bereich des Sliders angebracht, mit dem man den Slider hoch und runterschieben konnte _ohne_ ständig über das Display zu wischen. Grad wenn man den Torch wieder zu schieben möchte wischt man ständig auf dem Touchscreen rum.

Mein erstes Fazit zu dem Torch fällt überwiegend positiv aus. Das Gerät ist solide verarbeitet und liegt gut in der Hand. Das BB OS6 ist ordentlich und macht Spass es zu benutzen.

Zu den bekannten Stärken im _reinen_ Businessbereich sind die verbesserten Möglichkeiten im Bereich Multimedia hinzugekommen, was natürlich an der Grösse des Displays liegt. Der Browser kann mittlerweile Tabbed-Browsing und steht anderen Telefonen wie dem iPhone oder den Androiden in nichts nach.

Ab Montag werde ich den Torch in unseren BES einbinden und kann den Torch damit vollständig nutzen, im Moment habe ich halt noch keinen Zugriff auf meine Kontakte und Kalender sowie eMail unseres Exchange Servers.

Wenn ich damit fertig bin folgt Teil 2 des Testberichtes.

Bis dahin, wenn Fragen sind, keine falsche Scheu.



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Über den Autor: caschy

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