BlackBerry CEO John Chen: Fokus auf sichere Kommunikation, vielleicht keine Hardware mehr

10. April 2014 Kategorie: Mobile, geschrieben von:

Seit November 2013 hat BlackBerry einen neuen Chef. John Chen würde das Ruder des angeschlagenen Konzerns gerne herumreißen, und gibt sich optimistisch-kämpferisch in einem Interview mit Reuters. BlackBerry wird sich künftig umorientieren, den Schwerpunkt wieder auf Business legen und will vor allem im Bereich sicherer Kommunikation ein Wörtchen mitreden. Wenn man mit Smartphones kein Geld verdienen kann, sondern nur verbrennt, werde man eben keine Smartphones mehr verkaufen. Genauso werde man sich nicht als Konkurrent zu WhatsApp sehen, sondern eben die sichere Kommunikation in den Vordergrund rücken.

Blackberry-Logo

Außerdem sieht Chen auch eine Chance im Internet der Dinge. Nutzer sollen nicht nur ihre BlackBerrys verwalten, sondern alle Geräte die untereinander kommunizieren werden. Das betrifft Haushaltsgeräte ebenso wie Fahrzeuge oder eben auch Smartphones. Gleichzeitig ist BlackBerry auch bereit, kleinere Firmen zu kaufen, wenn diese BlackBerrys Position stärken würden. Dass BlackBerry etwas tun muss, steht außer Frage. In den letzten drei Jahren wurde die Hälfte der Mitarbeiter entlassen, das letzte Quartal brachte einen Verlust in Höhe von 423 Millionen US-Dollar.

Jetzt kann ich hier vor Veröffentlichung gleich noch ein Update einschieben. John Chen hat sich im BlackBerry Blog zu Wort gemeldet und stellt klar, dass die Hardware-Sparte sehr wohl ein wichtiger Bestandteil von BlackBerry ist und Geräte in der Strategie auch eine Rolle spielen werden. Es steht also kein unmittelbarer Verkauf oder die Auflösung des Hardware-Geschäfts bevor.

Sichere Kommunikation und das Management aller Geräte, das ist also BlackBerrys Strategie für die Zukunft, zur Not auch ohne Hardware. Ob das gut gehen wird?


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Über den Autor:

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