BePuppy: Soziales Netzwerk für Haustiere und Tierliebhaber stromert umher

22. Oktober 2017 Kategorie: Social Network, Spass muss sein, geschrieben von: André Westphal

Was es nicht so alles gibt: Partnervermittlungen speziell für Geeks, soziale Netzwerke für Metalheads und nun also auch eine Social-Media-Plattform speziell für Haustiere. Weil sich Kater Karlo aber nicht selbst vor den Monitor hockt, um ein Profil anzulegen, visiert das Haustiernetzwerk BePuppy freilich auch die Besitzer der Katzen, Hunde, Hamster und Co. an. Ja, die Betreiber haben zwar mit einem sozialen Netzwerk für Hunde angefangen, setzen aber mittlerweile auf die politisch korrekte Diversity, so dass allerlei andere Tierchen willkommen sind. Schließlich soll sich auch Leguan Louie nicht ausgegrenzt fühlen.

BePuppy gibt es an und für sich bereits seit April 2013. Damals ging die Plattform in Italien an den Start. Für mich überraschend: Ich hätte die Idee glasklar in Japan verortet. Mittlerweile expandiert man international und hat dem sozialen Netzwerk für Haustiere ein Re-Design spendiert. Anfangs legte man entsprechend ein Konto für seinen Vierbeiner an, nicht für sich selbst. Mittlerweile denkt man dann aber doch vom Besitzer her.

Was von der Idee her aber wirklich ganz gut klingt: Neben dem Teilen von Fotos und Videos ihrer Haustiere könnten die Nutzer z. B. auch herrenlose Haustiere adoptieren oder haustierfreundliche Orte ausfindig machen. Geld verdienen will man bei BePuppy wiederum unter anderem durch die Vermittlung von Dienstleistungen für die Vierbeiner. Vielleicht sind allerdings auch etwas… nun ja sagen wir mal andere Absichten im Spiel?

“ Zur gleichen Zeit, kannst du den Haustieren von anderen Nutzern folgen und mit ihnen interagieren, je nach deinen eigenen Vorlieben.“

Nun denn, da hat man etwas unglücklich formuliert. Gemeint ist, dass die Anwender im sozialen Netzwerk z. B. auch gezielt nach bestimmten Hunderassen suchen können. Übrigens will man in den kommenden Monaten noch viele neue Funktionen hinzufügen, erklären die Macher. Als Beispiel nennt man Geolokalisierung und einen Dienst für Alarmmeldungen. Auch wird es möglich sein, über BePuppy z. B. Tierschutzvereine zu unterstützen, insofern jene auf der Plattform aktiv sind. Deren Aktivitäten könnt ihr dann auch abonnieren, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Selbst Apps für Apple iOS und Android will BePuppy noch vor Weihnachten nachreichen. Aktuell gibt es BePuppy in fünf Sprachen. Falls ihr Lust habt mal reinzuschauen, in den „Online-Treffpunkt für alle Haustierbesitzer“, dann findet ihr das soziale Netzwerk unter diesem Link. Etwas hoch gegriffen klingt die Selbstbeschreibung „BePuppy verbessert das Leben unserer Haustiere“, denn ich habe doch so meine Zweifel, dass es eure Katzen, Hunde und Hamster juckt, ob ihr täglich Fotos von ihren Mahlzeiten und Streuner-Rundgängen postet. Aber nichts anderes machen viele Facebook-Nutzer auch mit ihrem eigenen Leben ohnehin, warum also nicht Gleichberechtigung für die Tiere?

Doch vielleicht bringt einen das auch zum Nachdenken: Meint ihr Kater Putzi nickt es ab, dass ihr ein Video davon postet, wie er vom Kratzbaum stolpert? Das mag dem armen Tier im Alter irgendwann mal peinlich sein. Umgekehrt: Wer weiß, vielleicht wird genau jenes Tier so auch zum Social-Media-Star.

Um es abzuschließen: Klar, so ein soziales Netzwerk für Haustierbesitzer mag auf manchen schräg wirken, zugegebenermaßen auch auf mich. Aber Katzenbilder und -videos sind auch schon auf anderen Plattformen nur allzu beliebt. Und einige der Funktionen, wie die Vermittlung von Haustieren, die ein neues Zuhause suchen, klingt sinnig. Entsprechend ist die Zielgruppe für so ein Netzwerk bestimmt da.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei
Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich
eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das
erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto
auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2548 Artikel geschrieben.