BenQ WiT: Es werde Licht

30. Januar 2016 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

benq wit1In mir schlummert ein kleiner Monk. Der drückt sich unter anderem bei der Arbeit aus, wenn ich am Schreibtisch sitze. Mich macht Krempel wahnsinnig und so räume ich immer schnell alles weg oder sehe zu, dass ich Papier schnell in digitale Form bekomme (Scanbot – Dropbox – tschüss!), damit es aus meinem Sichtfeld ist. Rechner, Handys, Lautsprecher, Blumen und eine Lampe – und viel Platz ist es, was ich so brauche. Lampen, das war immer so ein Ding bei mir. Ich hatte mal eine Lampe, die ging per Touch an, dann eine im Pixar-Stil und die letzte hatte einen Fuß aus Holz, der mit dem Schreibtisch eine optische Symbiose einging.

Warum die Wechsel? Irgendwann hatte ich mich satt gesehen an den Lampen und eigentlich taten sie nicht das, was sie sollten. Die Touch-Lampe hatte einen gelben Schirm, sodass sie als Beistelllampe und zur Zierde, nicht aber als gut für einen Arbeitsplatz ausreichte. Die Blechlampe im Pixar-Stil war zwar schön hell, doch hatte ich immer die helle Birne im Augenwinkel, was störte. Und die Lampe mit dem Holzfuß? Schick, aber eben auch kein gutes Licht. Zierlampe quasi.

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Nach Weihnachten baute ich also den Lamenquatsch ab und nahm mir vor, was Neues zu kaufen. Hell, aber nicht störend – und schick. Positiv: Ich bekam kurz nach meinem Abbau der alten Lampe ein Testmuster der Firma BenQ rein. Eine Schreibtischlampe, die einiges kann – und dennoch nicht komplett mein persönlicher Favorit ist.

Die Vorgeschichte kennt ihr nun – ich habe mir nie Gedanken um passende Beleuchtung am Schreibtisch gemacht. Ging ja auch so irgendwie. Aber man merkt es an langen Tagen halt doch. Morgens bei schäbigen Licht in den Arbeitstag starten und diesen am Abend ebenso zu beenden. Dann brennen die Augen mal oder schmerzen. Dennoch: Ich stehe kurz vor 39 und habe extrem viel Zeit vor dem Monitor verbracht. Die Augen sind weiterhin gut.

Als die Benq WiT ankam, ging es erst einmal ans Aufbauen. Leichte Sache, es muss nur der schwere Fuß angeschraubt werden. Die Leuchte verfügt über ein Kugelgelenk, des Weiteren findet man zwei weitere Gelenke vor um die Lampe passend zu justieren. BenQ positioniert die Lampe im e-Reading-Markt. Ich war überrascht, dass BenQ noch so etwas macht, vor gefühlten 100 Jahren war mein erster Flachbildschirm von BenQ, danach habe ich die nur noch als Hersteller von Beamern in Erinnerung.

Erst einmal neu für mich: die Benq WiT wird nicht irgendwo auf dem Schreibtisch platziert. Es gibt genaue Aufstellhinweise, damit das beste Ergebnis erzielt werden kann. BenQ setzt auf eine Smile Curve Technologie in Verbindung mit einer Lichtstärke von 500 Lux und wie man auf meinen Fotos sehen kann, ist die Leuchte geschwungen. Korrekt aufgestellt, taucht sie meinen Schreibtisch in „Arbeitslicht“, welches gleichmäßig und hell ist. Die BenQ WiT schafft rund 90 cm Ausleuchtung meines Schreibtisches, ohne dass ich in das Leuchtmittel schaue. Die Lampe steht von mir aus gesehen rechts neben meinem iMac, leicht nach vorne versetzt. Dabei sollte man sie (die Leuchteinheit) über dem Monitor platzieren, aber eben auch so, dass man nicht in sie hineinschaut. Das kann man recht schnell mittels Kugelgelenk erledigen.

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Ja, da steht sie nun. Die Lampe .Nichts, was wild ist. Lampen für den Schreibtisch gibt es an jeder Ecke. Nun kommt das e-Reading ins Spiel. BenQ möchte mit der Lampe nicht nur Bildschirmarbeiter erreichen, sondern auch Leute, die lesen. Per Drehrad kann man die Farbtemperatur regeln – von 2.700k bis 5.700 Kelvin. Warmweiß für entspanntes Lesen, Neutralweiß für konzentriertes Arbeiten oder auch Tageslichtweiß für eine „aktivierende“ Wirkung (heißt bei mir Kaffee).

Zusätzlich erfasst ein integrierter Sensor das Umgebungslicht und stimmt die Leuchtintensität der WiT ab. Hierfür gibt es einen Ring an der Lampe. Wird dieser länger berührt, misst ein eingebauter Sensor das Umgebungslicht und stimmt die Leuchtintensität der WiT darauf ab. Eine LED-Technik leuchtet die Ränder verstärkt aus, während die Mitte dunkler bleibt. Das funktioniert gut und nach erneutem Einschalten ist die Lampe auf dem letzten Stand, hat sich also die Voreinstellung gemerkt.

Eine Art Fazit nach den ersten Tagen der Benutzung? Ich habe wohl noch nie an einem so gut beleuchteten Schreibtisch gesessen, was bei meiner Vorgeschichte aber nichts Besonderes ist. Das Licht der BenQ WiT ist wirklich gut und ich frage mich, warum ich nicht vorher schon in besseres Licht investiert habe. Rein technisch ist die Lampe fein. Nun kommt das Subjektive: Die Lampe ist sicherlich nicht jedermanns Optik. Ich mag es schlicht, aber gemütlich – in ihrer schlanken Optik passt die BenQ WiT da irgendwie nicht rein – aber man kann sich definitiv dran gewöhnen.

Mit einem Preis von 199 Euro (zum Zeitpunkt des Beitrages bei Amazon) ist die Lampe auch kein Schnäppchen und sicherlich nichts für den Nutzer, der mal eben kurz am Rechner sitzt. Anders für Büros oder Selbständige. Da kann man sich so etwas mal hinstellen. Ist alles eine Sache des eigenen Anspruchs. Der Außendienstler mit vielen Fahrtstunden täglich legt sicherlich mehr Wert auf Komfort im Auto als jemand, der mit dem Auto nur 10 Minuten zur Arbeit fährt.

BenQ möchte sich mit der WiT im heiß umkämpften Markt der Premium-Lampen positionieren – so gibt es beispielsweise noch die Philips Eron, die auch auf LED-Technik setzt, die Konzept Z Bar oder die Flos Kelvin. Für alle dieser Lampen gibt man so um 200 bis 300 Euro aus. Definitiv nichts für den Otto Normalverbraucher, der mal am Abend eine Stunde am Schreibtisch sitzt oder ein paar Seiten im Buch liest.

> BenQ WiT Online (Specs, Infos und Co)



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Über den Autor: caschy

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