BASE mit neuen Tarifen: Daten-Volumen wird automatisch nachgebucht

4. Juni 2014 Kategorie: Mobile, geschrieben von:

Während man meinen sollte, dass Flatrates im mobilen Bereich im Laufe der Zeit besser, mehrvolumiger oder günstiger werden, zeigt uns BASE, dass dies nicht der Fall sein muss. Die E-Plus-Tochter führte zum 1. Juni ein neues Tarif-Modell ein, das endlich Schluss mit den unsäglichen Drosselungen, wenn das Inklusiv-Volumen verbraucht ist. Coole Sache? Weit gefehlt. Daten-Automatik heißt das Zauberwort, das Euch mit einem schnellen mobilen Internetzugang aussTattet und BASE sicher den ein oder anderen zusätzlichen Euro bescheren wird.

Base

In den neuen Tarifen sind nämlich keine Daten-Flats mehr enthalten, sondern es gibt Volumen-Pakete. Je nach Tarif in verschiedenen Größen. Sind diese Inklusi-Volumina allerdings aufgebraucht, geht es nicht etwa gedrosselt weiter, sondern es wird automatisch kostenpflichtig nachgebucht. Drei Mal im Monat ist dies möglich, danach erhält man dann eine Flatrate, die dann wiederum gedrosselt ist. Sollte die dreifache Nachbuchung in drei Monaten in Folge vorkommen, kommt es noch besser. Der Nutzer wird dann in das nächst höhere Grundpaket gebucht und muss dieses natürlich auch bezahlen. Dieses neue Feature gilt für alle Neukunden ab dem 1. Juni 2014 in den dafür vorgesehenen Tarifen.

Mit etwas Mühe kann man vielleicht tatsächlich einen Vorteil für den Kunden in den neuen Tarifen entdecken, schließlich muss man sich nicht mehr manuell Datenpakete nachbuchen. Und dass BASE einem sogar den Aufwand eines Tarifwechsels abnimmt, wenn man doch mehr surft, wirklich nette Sache. Wie so oft wird es aber auch bei diesen Tarifen der Fall sein, dass der unwissende Kunde der Dumme ist und so vielleicht pro Monat wesentlich mehr für Datenverbindungen ausgibt, als er vorher vielleicht gedacht hätte. Wir reden hier schließlich nicht von Gigabyte-Dimensionen, sondern bewegen uns immer noch im niedrigen MB-Bereich, wenn es um das Inklusiv-Volumen geht.

Der Tarif BASE pur beinhaltet zum Beispiel 50 Minuten, 50 SMS und 50 MB Daten für 7,50 Euro. Verbraucht man die Daten nun, wird ein Paket mit weiteren 50 MB für 1,50 Euro automatisch hinzugebucht. Im Zweifelsfall zahlt man im Monat also nicht 7,50 Euro, sondern 12 Euro, fast das Doppelte von dem, was man eigentlich als Grundpreis hat. Der nächst größere Tarif, BASE smart, sind im Grundpreis von 15 Euro 200 MB Daten enthalten. Überschreitet man dieses Volumen, werden ebenfalls 1,50 Euro für 50 MB zusätzlich fällig, ob man will oder nicht.

In den beiden höheren Tarifen, BASE all-in und all-in plus, sind 500 MB, beziehungsweise 2 GB enthalten. Der Preis nach Aufbrauchen des Volumens? 100 zusätzliche Megabyte lässt sich BASE mit 2 Euro bezahlen. Was allerdings passiert, wenn man drei Monate in Folge im höchsten Tarif (40 Euro Grundpreis) dreimal ein Daten-Upgrade hatte, ist unbekannt. Vermutlich gibt es dann eine goldene SIM-Karte oder ähnliche Goodies.

In Zeiten von Smartphones sind solche Tarife sicher nicht das Gelbe vom Ei, ich möchte sogar so weit gehen und sagen, dass eine solche Tarfistruktur alles andere als zeitgemäß ist, zumindest aus Nutzer-Sicht. Allerdings muss man BASE auch zu Gute halten, dass sie nicht mit diesen verkappten Flatrates werben, die kein Mensch mehr nutzen kann, sobald die Drosselung einsetzt. Was jetzt noch fehlt, sind angemessene Volumen-Pakete, also nicht so Quatsch wie 50 MB, sondern richtige Pakete, im GB-Bereich, sodass man auch einmal Cloud-Dinge nutzen kann, sei es nun Musikstreaming oder sonstiges. Dafür würden Menschen auch bezahlen, sicher auch ohne Daten-Automatik-Trick.


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Quelle: Inside-Handy |

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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