Bag2Go: Schlauer Koffer mit Funk- und Softwaremodul

13. Juni 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Lästige Warteschlangen vor der Gepäckaufgabe am Flughafen könnten bald der Vergangenheit angehören, wenn sich das Projekt von Airbus, T-Systems und Rimowa durchsetzt. Das Projekt nennt sich Bag2Go und soll die Reise revolutionieren.

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Das Fluggepäck am Startort abholen lassen und erst wieder am Ziel in Empfang nehmen. Dies wünscht man sich immer dann, wenn man seine  Koffer zum Flughafen und anschließend vom Gepäckband ins Hotel schleppt.

Airbus, Rimowa und T-Systems präsentieren während der 50. Internationalen Pariser Airshow erstmals die Vision des intelligenten Koffers, den Fluggäste allein auf Reisen schicken können und der damit das Fliegen mit schwerem Gepäck komfortabler macht. Der schlaue Koffer ist mit einem Funk- und Softwaremodul sowie einem Display ausgestattet. Der Fluggast gibt über eine Smartphone-App alle relevanten Flugdaten ein, überträgt sie an die Fluggesellschaft, die daraus einen Barcode generiert und auf das Display des Gepäckstücks sendet.

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Über diesen Barcode lässt sich der Koffer eindeutig identifizieren, dem Fluggast zuordnen, einchecken und an die Zieladresse schicken. Der für jeden Flug separat erstellte Barcode enthält beispielsweise Informationen zum Gewicht und Besitzer sowie sämtliche Flugdaten. Mit diesen Daten geht der Koffer unabhängig von seinem Besitzer auf Reisen und findet seinen Weg zum Zielort – selbst im Falle einer kurzfristigen Flugplanänderung, einer Verspätung oder eines verpassten Anschlussflugs.

Besitzer und Fluggesellschaft können so – ausser während des Fluges – sehen, wo sich der Koffer befindet, sogar, ob er geöffnet wurde. Der schlaue Koffer soll nicht nur zur Bequemlichkeit der Fluggäste gut sein: Fluggesellschaften können mit dem intelligenten Koffer Kosten für das Gepäckhandling und durch den Verlust von Gepäck verringern. Laut der auf Luftfahrtdaten spezialisierten Organisation SITA entsteht den Airlines jährlich  ein Verlust von 2,5 Milliarden Dollar durch verloren gegangenes oder zu spät zugestelltes Gepäck, wobei je 1000 Passagiere im Durchschnitt mehr als elf Gepäckstücke nicht mehr oder erst nach Tagen wieder auftauchen.

Ob sich das durchsetzt? Eine Ortung würde ich nicht unspannend finden.


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