Ausprobiert: mophie Juice Pack Air

11. Februar 2017 Kategorie: Apple, Hardware, iOS, geschrieben von: caschy

Ich habe hier in der Vergangenheit mal ab und an Produkte von mophie getestet. Die stellen Akku-Cases her, primär hat man da Apple im Fokus. In den letzten Jahren fand ich die Produkte ganz nützlich, je nach Modell ist man in Sachen Durchhaltevermögen einfach länger unterwegs, hat zudem eine recht robustes Schutzcase. Mit Aufkommen der größeren iPhones hat sich das Thema bei mir größtenteils erledigt, denn die Plus-Modelle sind nicht nur größer, haben auch einen längeren Atem.

Doch nicht nur das ist der Grund, warum ich Akku-Hüllen nicht mehr so im Fokus habe. Schuld sind auch die kaufbaren Akku-Packs, die in den letzten Jahren aufgeholt haben. Nicht erst seit Pokemón GO sind Akku-Packs für viele Menschen ein ständiger Begleiter. Die Dinger gibt es jetzt in allen möglichen Geschmacksrichtungen – will heißen: Größen (mAh und Bauform) und in diversen Preisrichtungen.

Da gibt es Hersteller, die liefern vernünftige Akkus, pfeifen aufs Design und drehen lieber die Preisschraube nach unten, während andere auf Design Wert legen, zudem Materialien verbauen, die in recht hoher Summe bezahlt werden wollen. Ein Akku mit 2.500 mAh kann hier ein paar Cent kosten, während er da viele harte Euro kostet.

Seit Ende letzten Jahres gibt es auch das JUICE PACK AIR von mophie für das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus. Letztere Hülle bekam ich zugeschickt. Nun muss man über Akkus oder Akku-Cases in der Regel nicht viel schreiben, mache ich aber dennoch. Denn mophie hat Neuerungen im Case.

Nein, man setzt nicht auf Lightning oder so, hier hat man weiterhin einen microUSB-Anschluss Aber man kann die Kisten über das Case nun kabellos aufladen, hier setzt man auf den QI-Standard. mophie nennt das Ganze „charge force“, man hat auch eigene Ladestationen im Angebot, welche für den Schreibtisch, andere für euer KFZ, in der Summe aber nicht günstig. Zwischen 45 und 65 Euro. Die drahtlose Technik ist bei vielen Geräten bereits ab Werk im Einsatz, Apple benötigt eine Hülle hierfür.

Das funktioniert auch und dürfte für die interessant sein, die statt einer Dockingstation eher eine Ladebase haben, wo das iPhone abgelegt wird. Das spart Umsteckzeit, erfordert aber den Dauereinsatz der JUICE PACK AIR, die das Gerät nicht nur schwerer, sondern auch um einiges dicker macht – der verbaute Akku mit einer Kapazität von 2.420 mAh will Platz haben. Das Case misst 170.52 x 81.94 x 15.49 mm und wiegt 103,3 Gramm.

Was ich ganz gut fand: Mein Ladevorgang wird erst einmal das iPhone geladen, danach erst die Hülle. Das drahtlose Aufladen funktioniert ebenso gut. Auch das Aufladen des iPhones über die Hülle klappt gut und schnell. Hinten in der Hülle sind vier LEDs verarbeitet, die Auskunft über den Ladezustand des Case-Akkus geben,

Das große Aber. Auch wenn das JUICE PACK AIR von mophie toll verarbeitet ist und die gewohnte Qualität bringt: Während der Laufzeit meines iPhones bekam ich nur knapp über 50 Prozent zusätzlichen Saft. Das verschweigt mophie keinesfalls, man gibt bis zu 60 Prozent an.

Hat man ein komplett leergesaugtes iPhone und packt die vollbeladene Hülle drum, dann kommt man bei ausgeschaltetem Phone sicher auf besagte 60 Prozent. Ansonsten ist es – und ich testete es mehrere Male – wirklich weniger, weil das iPhone ja während des Ladens auch Energie verbraucht.

Wer damit leben kann – viel Spaß: für rund 100 Euro bekommt ihr das Case von mophie.

Ich selber wäre nicht gewillt, diese Summe auszugeben. Obwohl nicht alles was hinkt, ein Vergleich ist: Dafür bekomme ich nicht nur ein schickes Leder-Case für das iPhone, sondern auch noch zwei Akkus. Einen, der viel liefert – und noch einen, der leicht und dünn ist (z.B. equinux tizi Flachmann ULTRA). Und so handhabe ich das auch: keine speziellen Cases, sondern einen Akku für alle.


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Über den Autor: caschy

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