Ausprobiert: Moneual MR6800M Staubsauger Roboter mit Nasswisch-Funktion

13. Juli 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

2011 bin ich das erste Mal mit einem Staubsaugerroboter in Berührung gekommen. Das, was ich früher als unnütz empfand, ist mittlerweile eine Sache, die ich als nützlich empfinde – sofern man sich dazu entscheidet, das nötige Kleingeld auszugeben. Ein Staubsaugerroboter passt nicht in jede Wohnung oder in jedes Haus. Hat man besonders viele offene Kabel herumliegen, dann ist es für die meisten Staubsauger nichts, sie verfahren sich einfach in dem Verflecht, sind gefangen und machen bestenfalls mit lautem Pipen auf diesen Umstand aufmerksam. Auch zu hohe Türschwellen oder extrem dicke Teppiche sind Punkte, die man einplanen muss.2014-07-10 09.40.43

 Hängt also etwas von euren Wohnungen und Häusern ab. Bei mir passte das damals. Ich habe alle Kabel so verbaut, dass sich da eigentlich nichts festfahren kann. Ich wohne auf dem Land, die Räume sind hier sehr groß, als Bodenbelag sind mehrere Materialien im Einsatz, von Laminat bis hin zu schwarzen glänzenden Fliesen, ja sogar Kork in der Küche. Gerade die schwarzen Fliesen machen Probleme, beziehungsweise machen sie mich wahnsinnig. Hier muss täglich eingegriffen werden, man sieht wirklich alles – jedes Staubkorn, jeden Fleck.

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Dazu kommen noch unsere Vögel, die in unserem Wintergarten eine recht große Voliere bewohnen. Die sind scheinbar dauerhaft damit beschäftigt, Dinge absichtlich aus dem Käfig zu werfen, will man hier einen dauerhaft sauberen Wintergarten haben, muss man mindestens zwei Mal am Tag den Sauger schwingen. Nach 2011 bekam ich nun ein weiteres Angebot, einen dieser Roboter zu testen. Wäre wahrscheinlich für mich unspannend, doch es handelt sich um ein Modell, welches eben mehr können soll, als das bloße Saugen.

Neben dem Saugmodus soll der Moneual MR6800M (M3-Serie) auch über eine Nasswisch-Funktion verfügen. Klang für einen Test interessant – den Roboter saugen lassen und ihn danach noch als Nasswischer durch die Räume jagen. Aufbau und Inbetriebnahme ist ein Selbstgänger, das kann ich hier getrost weglassen. Der Sauger verfügt über ein gut zugängliches Schmutzfach, welches zumindest ich nach jeder zweiten Reinigung leeren muss – ich erwähnte ja, dass die Vögel viel Dreck machen. Der Moneual MR6800M verfügt über diverse Betriebsmodi, einmal die Mopp-Reinigung mit dem feuchten Microfasertuch, ferner wird neben dem normalen Saugmodus ein Schattenmodus angeboten.

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Hierbei kann ein im Schlafzimmer ausgesetzter Staubsauger gezielt schattige Bereiche unter dem Bett ausmachen und dort die Wollmäuse bekämpfen. Hierbei ist zu beachten: der Robo ist lediglich 8,6cm hoch. Die meisten von uns werden sicherlich die automatische oder zeitgesteurte Reinigung nutzen, hierbei kämpft sich der Sauger selbst durch die Räume. Dies macht er so lange, bis er alles abgefahren hat – oder der Akku leer ist. Dann fährt er zur Station, lädt auf und macht dann weiter, wenn der Akku wieder geladen ist. Während einige Geräte eckig sind, ist der Moneual MR6800M rund und bietet seitlich zwei Seitenbürsten mit, damit er auch in schlechter zugängliche Bereiche kommt.

Im Gegensatz zu meiner früheren Lösung benötigt der Moneual MR6800M kein Magnetband, um Stufen nach unten zu erkennen, hier kommen Hindernissensoren zum Einsatz, die ihm verbieten, stumpf die Treppe hinunterzufahren. Funktioniert auch. Für den Test hier nutzte ich den Sauger in den letzten Tagen in seiner Saug- und Wischfunktion, grundsätzlich kamen hierbei alle Räume zum Einsatz. Mehrere Funktionen des Reinigens sind vorgegeben, so gibt es den normalen Modus, bei dem alle offenen Räume gereinigt werden, oder die Intensivreinigung. Hierbei beachtet der Roboter die nächste Umgebung seinen Aufenthaltortes, gurkt also sternenförmig immer herum.

Was bei uns aufgrund baulicher Gegebenheiten (bzw. durch Möbel) weniger funktioniert, ist die Randreinigung, hierbei fährt der Moneual MR6800M nur die Ränder der Räume ab. Die Schattenreinigung erklärte ich schon oben, anreißen möchte ich aber noch die Mopp-Reinigung: hierbei lassen sich insgesamt drei Modi aktivieren, einmal Welle, Tornado und der Zickzack-Modus. Die jeweiligen Modi können über die Tasten am Roboter eingestellt werden, alternativ auch über die mitgelieferte Fernbedienung. Inwiefern ein Modi nun effektiver ist, als der andere, erschloss sich mir nicht ganz. Übrigens: der Moneual MR6800M hat eine deutsche Sprachausgabe, alles was passiert, wird euch auch von einer Stimme erzählt.

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Der Wischmodus war das, was ich mir genauer angeschaut habe. Schon vorher war mir klar, dass das nicht so wird, wie man sich das so vorstellt. Der Moneual MR6800M – oder jede andere derzeit auf dem Markt befindliche Roboter – kann ja keinen Druck auf den Boden ausüben, wie es der Mensch macht. Das heißt, dass man den Boden erst einmal saugen lässt, den Roboter dann als Wischer umbaut und dann einfach feucht nachwischen lässt.

Hierbei geht der Staub dem Gerät in die Maschen, der vielleicht zu fein war – ebenfalls verschwinden kleinere Wasserflecken, die man vielleicht mit den Schuhen in die Bude getrampelt hat. Stärkere Verschmutzungen, vielleicht Verklebtes – das schafft auch der Moneual MR6800M nicht. Es wird mit einem Tuch über den Boden gegangen – Bürsten hat das Gerät leider nicht. Je nach Verschmutzungsgrad müsstet ihr mal gelegentlich selber wischen. Dennoch ist nach der Robo-Reinigung klar ersichtlich, dass gewischt, nicht nur gesaugt wurde. Kleiner Tipp: bei meinem Gerät habe ich das Wischtuch vor dem Einsatz immer schon komplett befeuchtet, dann klappte das Ganze besser.

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Lautstärke: der Moneual MR6800M ist leiser als ein normaler Staubsauger und auch definitiv leiser als das von mir damals getestete Vorwerk-Modell, flüsterleise will man knapp 70 Dezibel aber nicht nennen – das ist laut. Das ist immer Geschmacksache, ich selber kann dabei noch schreiben, ohne mich extrem gestört zu fühlen. Hört sich monoton an, wie ein Fön auf etwas mittlerer Stufe – lässt man aber definitiv nicht laufen, wenn man TV schauen will. Die Geräte werden in diversen Varianten verkauft, was die Mopp- und Batteriegröße angeht, die kleine Variante mit 1400 mAh kommt auf eine knappe Stunde Saugleistung, die 2800 mAh starke Batterie schafft hingegen das Doppelte. Lässt man den Sauger im Turbomodus durch die Bude plästern, so ist die Akku-Leistung bei 40, beziehungsweise 80 Minuten.

Long Story short: auch bei stärkeren Trockenverschmutzungen hat der Moneual MR6800M einen ordentlichen Job abgeliefert, das sehe ich im Wintergarten rund um den Vogelkäfig, aber auch anhand der schwarzen Fliesen, die ich im Vorraum mal längere Zeit ungereinigt ließ. Hundehaare unseres Pflegehundes, Straßendreck, Staub – das volle Programm. Wurde alles gut gereinigt. Personen oder Ziergegenstände werden vom Moneual MR6800M nicht umgegurkt, sondern umfahren, die Sensorik klappt dahingehend überraschend gut.

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Kritikpunkte? Ich habe versucht ein Muster zu erkennen, finde aber keines. Der Sauger kommt mit zig Sensoren daher, reinigt aber im Normalmodus anscheinend auf gut Glück. Das bedeutet, dass er auch länger als das von mir getestete Gerät von Vorwerk durch die Räume gondelt und demzufolge häufiger an die Ladestation muss – ergo längerer Reinigungsvorgang und länger die erwähnte Geräuschkulisse.

Weiterhin vielleicht Negativpunkt für einige: es gibt keinen separaten Behälter für das Schmutzwasser. Auch muss man – wenn man etwas pingeliger ist – den Modus zur Randreinigung noch einmal anwerfen, damit der Rand noch einmal separat behandelt wird. Auf meinen schwarzen Fliesen konnte ich bei genauem Hinschauen noch nach einem Trockensaugvorgang Staub an Rändern sehen.

Müsste ich den Moneual MR6800M mit einer Schulnote benoten, dann wäre es ein „Gut“, allerdings mit dickem Minuszeichen. Preislich liegt man mit ca. 499 Euro unter einem Vorwerk VR100 und über einem Neato. Dafür bringt der Moneual MR6800M eben einen Wischmodus mit, den genannte Geräte eben nicht haben – und das macht den Unterschied. Abzüge gab es in der B-Note, die Reinigung der Randbereiche im automatischen Modus auf meinen schwarzen Fliesen hat mich nicht komplett überzeugt – aber bei mir sieht man eben alles – hier muss dann die separate Randreinigung ran.

Ist immer eine einfache Rechnung: habe ich nur wenig Zeit, die ich nicht mit dem Reinigen verbringen möchte? Dann sollte man sich ausrechnen, ob der Robo die Zeit in Zeitraum X wieder einspielt.

Der Moneual MR6800M wurde uns vom Onlineshop My-Mik zur Verfügung gestellt. Sollte euch so ein Gerät interessieren: mit dem Gutscheincode mr6800m gibt es auf das konkrete Gerät 150 Euro Rabatt, sodass der Robo bei 349 Euro liegt.

Weiterführende Links:

Testbericht Vorwerk VR100

Testbericht LG HomeBot 3.0



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Über den Autor: caschy

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