Ausprobiert: Leitz Icon Etikettendrucker

6. September 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Leitz_Icon1Ein für mich doch untypisches Gerät landete jüngst zum Ausprobieren auf meinem Schreibtisch. Untypisch deshalb, da ich vor Jahren schon größtenteils auf ein papierloses Büro umgestellt habe. Das ist kein Hexenwerk, man muss sich nur eine digitale Struktur überlegen, konsequent wegscannen und Altpapier wegwerfen, zudem wissen, was man an Originalen behalten muss. Ich erledige also größtenteils alles digital, gedruckt werden maximal Rechnungen und Belege über Ausgaben, die dann monatlich in Richtung Steuerberater gehen.

Eine häufige Aufgabe ist das Verschicken irgendwelcher Pakete. Testgeräte, die zurück müssen – oder Freunde und Bekannte bekommen zum Geburtstag irgend etwas. Hier drucke ich dann das online erstellte Label aus und klebe es auf das Paket. Dann landete der Leitz Icon auf meinem Tisch. Um euch Frustration und Lebenszeit zu ersparen: wenn ihr in Sachen Papier so drauf seid wie ich – oder nur selten zu Labeln greifen müsst, dann ist das Ganze nichts für euch und ihr könnt aufhören zu lesen.

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Müsst ihr aber häufig Klebe- oder Nichtklebe-Label in diversen Varianten drucken, dann könnte das Gerät etwas für euch sein. Der Leitz Icon ist ein Etikettendrucker. Liegt preislich momentan bei 139 Euro und lässt sich via USB oder auch im WLAN ansprechen. Der in meinen Augen gut designte Etikettendrucker druckt auf Wunsch Karton,- Papier,- und Plastiketiketten, Etiketten für Umschläge, Pakete, Ordner und Banner. Hier gibt es dann diverse Kartuschen, die vom Anwender nach Gusto gewechselt werden können.

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Ihr könnt also quasi klebende Adressaufkleber erstellen und nach dem Wechsel auf eine andere Kartusche Etiketten ausdrucken, die eben nicht kleben. Wie man halt will. Die Inbetriebnahme des Leitz Icon ist schnell erledigt. Im Lieferumfang ist die Starter-Kartusche, der Leitz Icon, das Netzteil und das Netzkabel. Eine Schnellanleitung rundet das Ganze ab.

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Vor der Inbetriebnahme soll man auf dem PC oder Mac eine Software installieren – die gibt es nur im Netz. Tipp an Leitz: CD oder kleinen USB-Stick beilegen, wird sicherlich Frust bei Käufern minimieren. Ist die Software installiert, kann der Leitz Icon mit dem Rechner verbunden werden. Der Etikettendrucker wird erkannt und ein mitgeliefertes Programm erlaubt das Erstellen verschiedenster Etiketten, die dann im Anschluss direkt ausgedruckt werden können.

Formate gibt es massenhaft, selbst erstellte Etiketten können via Dropbox synchronisiert werden. Wer die Leitz-Software nicht mag, nutzt die Druck-Software seinen Vertrauens. Gut bei der Leitz-Software: sie zeigt an, welche Kartusche (klebend, nicht klebend, etc.) eingelegt ist und gibt den Druckerstatus aus. Die erste Begegnung mit der Software war durchaus positiv. Super einfach für Einsteiger. Direkte Ergebnisse – und auf Wunsch Formatierungsmöglichkeiten und die Option, im System hinterlegte Kontakte in der Software zu nutzen.

Neben den reinen Adressen – beziehungsweise Freitext – ist es auch möglich, andere Elemente einzufügen. Dies kann beispielsweise ein von euch definiertes Bild sein, aber auch ein Barcode. Eingefügt wird dies via Drag & Drop, wie erwähnt: sehr einfach.

Aber: wäre ja langweilig, wenn es dann jetzt gewesen wäre. Der Leitz Icon hat WLAN und ist so halt auch von anderen Rechnern oder Mobilgeräten ansprechbar. Hier hat der Nutzer die Qual der Wahl – man kann den Etikettendrucker nämlich über sein eigens aufgespanntes Netzwerk erreichen – oder man bindet ihn in eine vorhandene Infrastruktur ein. Das ist schnell erledigt und funktioniert über die Konfigurationsseite des Leitz Icon im Browser.

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Vom Status der eingelegten Kartusche über Firmware-Updates bis hin zur besagten WLAN-Konfiguration – auf der englischsprachigen Administrationsseite ist alles kurz, knapp und übersichtlich aufgeschlüsselt. Schade, dass Leitz offenbar auf eine deutsche Lokalisierung verzichtet hat. Sollte man nachholen.

Die Apps sind Selbstgänger, dafür sehr rudimentär gehalten. Mit der iOS konnte ich meine Etiketten halt erstellen und drucken – das große Editieren geht aber mit der Software auf dem PC besser von der Hand. Die Android-App hat übrigens ordentlich schlechte Bewertungen eingefahren, dafür aber auch Ende August ein Update erfahren, welches die größten Mängel behebt. Ich habe ein wenig mit der iOS-App und der Android-App gedruckt, erstellen von Etiketten funktioniert, ebenso das Ausdrucken dieser. Dennoch könnten die Apps auf jeden Fall mal einen Feinschliff vertragen, denn gerade das flotte Ausdrucken und Anlegen von Etiketten auf der Mobilplattform ist ein echter Mehrwert, den Leitz in den Fokus rücken sollte.

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Qualität des Ausdrucks? Finden meine Augen gut, der Leitz Icon schneidet je nach gewählter Größe des Etikettes automatisch ab. Drucken und entnehmen. Wer mal ein leeres Klebelabel für handschriftliches benötigt: Auf dem Leitz Icon befindet sich eine Taste, die das Erstellen eines Leer-Labels ermöglicht, die Größe bestimmt ihr, abgeschnitten wird über die Taste, die das Scherensymbol trägt. Optional, bei meinem Gerät aber nicht dabei: ein Akku.  Dieser wird hinten am Leitz Icon angebracht und somit kann man halt den Etikettendrucker von Büro A nach Büro B tragen.

Wie ich eingangs sagte: ein Etikettendrucker, der auf Wunsch bis zu 200 Etiketten pro Minute rausballert, der wird wohl kaum etwas für den normalen Anwender zuhause sein. Private Anwender mit Etikettenwünschen greifen bei kleinen Stückzahlen sicher zum normalen Drucker, günstigen Einsteigerlösungen (Brother P-touch beispielsweise) – oder bestellen vorgefertigte Größen günstig im Netz. Der Icon ist etwas für Anwender, die die Flexibilität bei der Erstellung von Etiketten wünschen – dabei aber auch gewillt sind, entsprechend in die Tasche zu greifen. So kostet beispielsweise das 600er Pack einer 36 x 88mm Kartusche knapp 21 Euro – 3 Cent pro Etikett also.

Pro:

*Einfache Bedienung
*In meinen Augen ansprechendes Design
*Kassette aus Recycling-Pappe
*Drucker per WLAN ansprechbar

Contra:

*Mobile Apps könnten besser aufgebaut werden
*Kein dedizierter Ausschalter, um das Gerät auszuschalten
*WLAN-Ansprechbarkeit bedeutet Aufpreis im Vergleich zu anderen Lösungen



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Über den Autor: caschy

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