Ausprobiert: das Microsoft Surface 2

21. Oktober 2013 Kategorie: Hardware, Mobile, Windows, geschrieben von: caschy

Das Microsoft Surface 2 ist da, der Nachfolger des Surface RT. Der Vorgänger wusste in der Vergangenheit nicht zu überzeugen. Mit satten 900 Millionen Dollar tauchte das Surface RT in den Bilanzen des Redmonder Unternehmens als Abschreibung auf.

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Wichtig zu wissen: Das Surface 2 wird mit Windows RT ausgeliefert, hierbei hat man kein vollständiges Windows im klassischen Sinne. Man kann auf Apps aus dem Windows Store zurückgreifen, nicht aber die üblichen Anwendungen, die man von seinem „normalen Windows PC“ kennt.

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Windows RT ist als Tablet OS konzipiert und wenn man ehrlich ist, dann ist es sogar ein Betriebssystem mit Ambitionen. Microsoft bietet wohl die größte Unterstützung für Peripheriegeräte an, was dafür sorgt, dass sich das Surface 2 verbindungsfreudig mit allerlei externer Hardware zeigt.

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Für wen ist das Microsoft Surface eigentlich etwas? Schwer zu sagen, denn es gibt so viele Anwendungsszenarien. Hierbei muss man immer schauen, wer was macht. Surfen? Filme? Das können andere Tablets auch, vielleicht sogar besser. Durch die Unterstützung der diversen Surface-Tastaturen ist das Surface 2 aber auch etwas für Schreiber – und mit dem mitgelieferten Office wird es auch gleich noch etwas für mobile Arbeiter, die aus irgendeinem Grunde auf Office zurückgreifen müssen.

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Die Lage im Windows App Store bessert sich langsam, Facebook erschien gerade erst, weitere Apps wie Sonos oder Flipboard sollen bald folgen. Ich hatte ein paar Tage Zeit, mich mit dem Surface 2 und dem Surface 2 Pro auseinanderzusetzen und möchte eine kurze Meinung mit euch teilen.

Die Änderungen gegenüber der ersten Version sind doch schon in die Kategorie „gravierend“ fallend. Das Surface 2 ist dünner und minimal leichter.

Display:

Das Display hat zwar die identische Diagonale aber eine verbesserte Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Die neu verbaute Display-Technologie ist definitiv wahrnehmbar, das Surface 2 hat eine Pixeldichte von 208 ppi, während der Vorgänger lediglich 148 ppi hatte. Ich für meinen Teil kann sagen: das Display des Surface 2 hat eine definitiv bessere Darstellung. Gestochen scharfe Darstellung, lebhafte Farben und einen wirklich guten Blickwinkel.

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Performance:

Das Surface 2 verfügt über einen Nvidia Tegra 4 (Quad-Core-Prozessor) mit 1,70 GHz. In Sachen Performance hat sich einiges getan. War das Surface RT manchmal etwas ruckeliger unterwegs, so sind diese Probleme beim Surface 2 ausgemerzt worden. Die mitgelieferten Office-Apps starten schnell, auch paralleles Arbeiten macht keine Probleme – obwohl wie beim Vorgänger lediglich 2 GB Arbeitsspeicher verbaut sind. Auch in Sachen Browsing macht das Surface 2 eine gute Figur, der mitgelieferte Internet Explorer stellte die von mir getesteten Webseiten flott und vor allem korrekt dar. Die Bedienung und die Skalierung von Seiten per Touch gelingt ruckelfrei und nahtlos.

Kameras:

Microsoft liefert das Surface 2 mit einem Jahresabo für Skype-Telefonie aus. Hier hat man nun auch die Wichtigkeit der Kameras erkannt, so ist das Surface 2 mit einer 5 Megapixel-Cam für Fotos ausgestattet und die Front-Cam für die Videotelefonie hat immerhin noch 3,5 Megapixel. Der Vorgänger setzte auf jeweils 1,2 Megapixel. Ein Unterschied, der deutlich spürbar ist, auch bei Gegenlicht schafft die Kamera sehr gute Resultate bei der Videotelefonie via Skype und auch Fotos können sich sehen lassen, sofern man mit einem Tablet Fotos machen möchte.

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Das Arbeitsgefühl:

Das wohl Wichtigste am Surface 2. Wie kann ich damit arbeiten? Hier gibt es nun mehrere Dinge zu beachten. Arbeitet man nur per Touch oder nimmt man eine der Tastaturen? Arbeitet man unterwegs oder am Schreibtisch? Ich bemängelte beim ersten Surface den relativ unflexiblen Kickstand, der nur eine Position zuließ.

Dies hat Microsoft geändert, der Kickstand verfügt nun über zwei Positionen, was je nach Arbeitsplatz sinnvoll ist. Leider hatte ich nur das alte Touch Cover zur Hand, was vieles wieder negativ erscheinen ließ. Auf dem Schoß wippte das Surface beim Tippen munter mit, was also für euch heißt: wenn ein Surface 2-Kauf anliegt, probiert vorher die Tastaturen aus, die muss einfach zu euch passen.

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Mit der neuen Generation von Surfaces gibt es auch neuere Tastaturen, teils mit Beleuchtung. Hier gibt es ebenfalls mehr Sensoren (über 1000, der Vorgänger hatte irgendwas um die 80), was euch beim Tippen zugute kommen sollte, das Tippen wird höchstwahrscheinlich genauer ablaufen. Dennoch muss ich ehrlich festhalten: auch das als Tablet konzipierte Surface 2 kann produktiv genutzt werden, sehr sogar.

Bislang nutze ich Tablets eher für den Konsum, das Surface 2 könnte sogar als Produktivmaschine bei mir durchgehen. Office-Nutzer haben alles an Bord und können via SkyDrive synchronisieren und auch Schreiberlinge wie ich sind gut bedient. Die 10,6 Zoll machen alles sichtbar, das Display ist gut und für Texte reicht entweder ein Office oder irgendeine Web-Lösung in Sachen Text.

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Ebenfalls wichtig: die Akkulaufzeit. Ich konnte erst zwei Ladungen „durchspielen“. Die angesagten 10 Stunden erreicht ihr – je nach Anwendung. Wer sich nur auf Flashseiten rumtreibt, der bekommt den Akku schneller klein, logisch – ich selber liege bei durchschnittlicher Nutzung bei ungefähr achteinhalb bis neun Stunden. Mit dieser Akkulaufzeit hat Microsoft etwas geschafft, was sich Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Herstellern nennt. Man hat aufgeschlossen und das ist gut so.

Mir stellte sich die Frage: wie sollte ich das Surface 2 für euch bewerten? Eher als Tablet? Als Rechner? Als Hybrid?

Ich mag die gute Verarbeitung des Gerätes und die Erweiterbarkeit. Wer produktiv arbeiten will und auch Office benötigt, der ist mit einem Surface sicherlich gut bedient. Auch unterwegs macht das Surface eine gute Figur, denn schwer ist es nun einmal nicht. Gegenüber dem Vorgänger eine wirklich gute Modellpflege, gerade im Performancebereich.

Das Display ist wesentlich besser geworden, auch wenn man im ppi-Bereich natürlich am unteren Ende der Leiter krebst. Der zweistufige Kickstand erleichtert die Arbeit enorm, dennoch fand ich es eher weniger produktiv, wenn ich versuchte, auf dem Schoß zu tippen. Ein stabiler Untergrund ist daher meines Erachtens Pflichtprogramm.

Weniger schmeckte mir die App-Auswahl. Die wächst, aber wächst mir zu langsam. Xbox Music ist zwar da, bietet auch ein halbes Jahr kostenlos Musik an, aber wo sind Soundcloud, Spotify, Rdio und Co? Dies ist vielleicht nicht Microsofts Schuld, doch es macht die Plattform nicht attraktiver, wenn solche Apps fehlen. Wenn Apps fehlen, dann bringt mir persönlich die Tablet-Nutzung eher weniger und schon greife ich entweder zu einem anderen Gerät mit einem System, wo ich die Apps meiner Wahl vorfinde. 10 Zoll als Tablet? Ebenfalls Geschmacksache. Ich persönlich habe mich da irgendwie schon auf 7 -9 Zoll eingeschossen.

Auch der Preis könnte natürlich abschrecken. 429 Euro werden einige in Relation mit einem iPad oder einem Nexus-Tablet setzen. Beide genannten Geräte bieten in Zahlen das bessere Display und auch wahrscheinlich das bessere App-Ökosystem. Von daher kann ich das Surface 2 eigentlich nur Vieltippern und Office-Nutzern ans Herz legen – dann aber noch bitte die Investition für einer der Tastaturen mit einplanen. 399 Euro mit Tastatur – das wäre es gewesen.

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Die Erweiterbarkeit ist vielseitig möglich und ob das Surface 2 für euch etwas ist, ist leicht testbar. Schaut euch den Windows Store an und versucht alles mit den Apps in eurem technischen Leben zu bewerkstelligen, was ihr dort findet. Sofern ihr damit leben könnt, ist das Surface 2 vielleicht etwas für euch.

Das Betriebssystem dürfte eines der Highlights der Plattform sein. Die Akkulaufzeit ist gut, der Bildschirm auch und die Verarbeitung ist Microsoft sehr gelungen. Ich habe mich sogar zu der Aussage hinreißen lassen, dass das Surface 2 das beste Tablet-System beherbergt. Doch was bringt das, wenn das Drumherum fehlt? Im App Store muss einiges geschehen, sonst wird das nichts. Auch in Sachen Office dürfte meiner Meinung nach noch etwas passieren, es fühlt sich einfach unpassend an, auf dem Gerät wieder auf dem Desktop zu landen und ein klassisches Office vorzufinden.

Und bevor mich die Leute fragen, ob das Surface 2 andere Geräte bei mir ablösen könnte: nein, kann es derzeit nicht. Für die Produktivität bleibe ich beim Notebook, während der Konsum auf das Tablet oder das Smartphone entfällt.

Jeder Käufer eines Surface 2 erhält zudem Office Home & Student 2013 RT inklusive Outlook RT, 200 GB SkyDrive Speicher für zwei Jahre sowie ein Jahr kostenloses Telefonieren mit Skype.

kurze Übersicht der technischen Spezifikationen des Surface 2:

Maße: 27,45 x 17,24 x 0,89 cm
Gewicht: 676 Gramm
Gehäuse: VaporMg/Magnesium (Farbe: Silber)
CPU: NVIDIA Tegra 4 (T40) 1.7 GHz Quad Core
Speicher: 32 oder 64 GB (erweiterbar mittels microSD)
Display: 10.6” ClearType Full HD Display/Auflösung 1920 x 1080p /16:9 (widescreen)/5-point multi-Touch
CPU: Nividia Tegra 4 T40, 1,7 GHz Quad-Core
RAM: 2 GB
Konnektivität: Wi-Fi (802.11a/b/g/n) / Bluetooth 4.0 / USB 3.0
Laufzeit: Bis zu zehn Stunden, 7-15 Tage im Standby
Preise: 429 € / 529 €



Über den Autor: caschy

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35 Kommentare

Ben Mueller 21. Oktober 2013 um 11:34 Uhr

Mich würde wirklich mal ein 1:1 Vergleich zum IPad interessieren – ich liebe halt mein iPad, aber vielleicht kann das Surface mittlerweile alles ein Stück weit besser… bin gespannt

Daniel 21. Oktober 2013 um 11:37 Uhr

Wie siehts mit Apps zu maxdome, watchever und fever (rss) aus?

Markus 21. Oktober 2013 um 11:48 Uhr

Guter Bericht. Hast mir weitergeholfen. Werde also beim Asus T100 bleiben!

Schrator 21. Oktober 2013 um 11:49 Uhr

Wie wärs wenn du einfach mal selber google benutzt? In der Zeit in dem du hier die Frage reinstellst hättest du deine Antwort bereits….

roteweste 21. Oktober 2013 um 12:00 Uhr

Verstehe das gemoser über die Apps nicht wirklich. Ich besitze den Vorgänger und ich kann mit dem eigentlich alles anstellen, was ich mit meinem Nexus auch anstelle. Wozu braucht man denn die ganzen Apps, wenn man auch nen Browser mit Flash besitzt. Klar ist das Ecosystem mist, aber dafürbietet das Surface Dinge, die die anderen nicht boten können, wie z.B. USB, vernünftiges Flash, echte Cloud Synchronisation, Office, Videos im Hintergrund, Treiber Support für neuere Hardware, usw. Diese Punkte wiegen für mich definitiv den App-Mangel auf.

horsti 21. Oktober 2013 um 12:07 Uhr

wie gut funktioniert die stifteingabe, kann man auf dem display text mitschreiben?

roteweste 21. Oktober 2013 um 12:12 Uhr

Nur das Surface Pro hat ne Stifteingabe.

roeb 21. Oktober 2013 um 12:14 Uhr

Sehr schönes review. Ohne jetzt gesucht zu haben, hast du das nexus 7 2013 auch so ausführlich in Textform getestet?

Jay 21. Oktober 2013 um 12:31 Uhr

Ich würde nicht sagen, dass andere Tablets besser zum Surfen geeignet sind, sondern das Surface auf jeden Fall besser in dem Punkt ist als andere Tablets. Die Unterstützung gleicht der eines Desktop Browsers und das kann man wahrlich nicht von Safari oder Chrome behaupten. Multitasking im Browser selbst geht auch, ich kann mir also etwas auf YouTube etc angucken und in einen anderen Tab gehen und es wird weitergespielt. Video Streaming, kein Problem, da sieht man, wie eingeschränkt die anderen Tablets sind, es sind eben nur Mobilgeräte und so werden sie auch behandelt. RTL Now beispielsweise gibt es zwar als App, aber nur mit Gebühren. Weil du gerade Spotify ansprichst. Das kann man im Browser benutzen über den Web Player, genau wie Deezer. Und auch die werbefinanzierte Variante. Also hat man drei kostenlose Musikstreamingdienste, ein Traum auf anderen Tablets.

philipp 21. Oktober 2013 um 12:32 Uhr

Die Frage ist doch: ist ein Tablet ein riesiges Smartphone (Android, iOS) oder ist es ein kleiner Computer (Microsoft). Ich finde halt, dass cih mit einem Rechner einfach produktiver bin, da ich auf die gewohnten x86/x64 Software zurückgreifen kann und nicht auf Apps angewiesen bin, die meist nur einen geringeren Funktionsumfang bieten. Auch bei der Hardware ist es so. Ich weiss: Es ist kompatibel mit meinem PC -> es ist kompatibel mit meinem Tablet. Und das ist das was ich an Windows Tablets schätze.

Johannes Schaefer (@Js_Schaefer) 21. Oktober 2013 um 12:34 Uhr

Keine Frage. Windows RT ist das „mächtigste“ Tablet-System derzeit und das Office-Paket und die Tastaturen dazu machen es richtig attraktiv für Leute, die quasi nur Browsen, Facebook und den Standard-Kram machen, denn das kann das Surface alles.

Knackpunkt sind ganz klar der Preis und das Ökosystem. Beim Ökosystem erkenne ich die Bemühungen von MS das zu bessern klar an, aber warum man nach den Erfahrungen vom letzten Jahr mit dem Preis nicht heruntergegangen ist??? Spielraum dazu müsste an sich vorhanden sein.

Ein Kampfpreis hätte gleich mehrere Vorteile:
1) Mehr Leute kaufen das Gerät.
2) Mehr Leute nutzen Windows RT = Mehr Apps = Mehr Attraktivität

Aber selbst wenn Redmond mal was richtig gut macht, kriegen Sie das durch irgendwas kaputt gemacht. Ich freue mich schon wieder auf die lächerlichen Vergleiche mit dem iPad und die ganze Negativwerbugn, durch die meine Lust auf ein Surface 2 dann verschwinden dürfte…

Matze.B 21. Oktober 2013 um 12:44 Uhr

Also das Surface RT gibt es jetzt 1 gutes Jahr, den App Store sicher ebenso lange. Diesen dann mit dem Apple Ökosystem zum jetzigen Zeitpunkt zu vergleichen halte ich für mehr als unfair.

@Daniel
maxdome hat bisher noch nicht mal eine Android-App auf die Reihe bekommen … 😐

Johannes Schaefer (@Js_Schaefer) 21. Oktober 2013 um 13:22 Uhr

@Matze.B Der Markt ist aber nun einmal kein Wunschkonzert und potenzielle Käufer dürfte das Gerechtigkeitsargument überhaupt nicht interessieren. Entweder es gibt die App, die ich haben will oder es gibt sie nicht.

eiru 21. Oktober 2013 um 13:52 Uhr

Ich finde das Argument mit dem Browser statt Apps nur teilweise überzeugend.

Kamera- / Lautsprecher- / Mikro- und vor allem Touchscreennutzung läuft über native Apps nach wie vor besser als über die mobilen Webseiten. Insbesondere bei Tablets, wo durch die Bildschirmgröße gerne die Desktopversion der Webseite angezeigt wird, und nicht die Mobilversion, die auf Tablets gerne viel zu viel Leerflächen produziert. Und besagte Desktopversion ist durch kleine Bedienelemente für die Touchscreennutzung nicht gut zu gebrauchen.

Es gibt Ausnahmen, wie zum Beispiel die Mobilversionen von Facebook oder Youtube. Aber auch da fehlt z.B. bei Youtube auf Android die Funktion, das laufende Video im Splitscreen-Verfahren in die Ecke zu verkleinern, während man Kommentare liest oder ähnliches.

Prinzipiell mag sich das ja in den nächsten Jahren bessern, wenn auch native Apps für Android/iOS/WindowsPhone/RT mehr und mehr auf Webseitentechnik basieren und Browser-APIs nutzen. Und umgekehrt Mobilversionen von Webseiten über die besseren Browser Zugriff auf die Hardware und Benutzeroberfläche von Handys und Tablets bekommen.

Aber das ist bisher nicht flächendeckend der Fall, daher bevorzuge ich meistens noch native Apps.

nicooo 21. Oktober 2013 um 14:09 Uhr

Ich hatte bisher ein Ipad, ein Nexus und jetzt ein Surface 1.

Warum hier im gesagt wird, dass das Ipad und Nexus zum surfen im Web besser geeignet ist kann ich nicht nachvollziehen. Jeder, der mit dem Ipad oder Nexus im Web unterwegs war, weiß dass man immer wieder an stellen kommt wo irgendwelche Dropdown Menüs per touch nicht funktionieren oder Flash nicht klappt. Noch schilmmer finde ich, dass zu oft einfach die mobilen Webistes immer und immer wieder angezeigt werden – auch nach mehrmaligem Klick auf die Standardversion.
Fakt ist… mit dem Surface wird eigetnlich so gut wie jede Seite wie auf dem Desktop dargestellt. Es geht sogar so weit, dass eigentlich alle legalen und halblegalen Streaming Dienste ruckelfrei funktionieren.

Ich verstehe auch nicht wie auf so einer Seite, die ja doch eher technisch interessierte Leser haben soll, so selten die Freiheit des Systems gelobt wird. Man kann viel umstellen. Sogar die komplette Registry ist von Haus aus frei zugänglich. Fast jedes Gerät läuft mit dem Surface. Drucker, Mäuse, !!USB-Sticks!! etc
Beim Ipad haben die vermeintlichen Profis immer kritisiert, dass es zu wenige Wischgesten gibt – hier ist das ganze System mit Wischgesten zu steuern.
Wichtig ist auch noch, dass der Speicher quasi beliebig erweiterbar ist. Dank SD Karten.
Zusätzlich ein komplett offenes Dateisystem!

Zum Preis: Etwas über 500€ mit Tastatur ist nicht viel für so ein exzellent verarbeitetes Produkt. Das Ipad bietet weniger und ist teurer, jedoch gleichwertig verarbeitet! Die Nexus Geräte sind billiger, bieten (meiner Meinung nach) deutlich weniger, sind schlechter verarbeitet und daher auch billiger.

Justus 21. Oktober 2013 um 14:09 Uhr

Ich nutze dem Vorgänger Surface RT jetzt seit einigen Wochen. Anfangs war ich nicht sonderlich begeistert, da ich mich erst einmal umgewöhnen musste, bisher nutzte ich ein iPad. Je länger ich jedoch das Surface nutze, desto besser finde ich es. Abgesehen von der App-Situation (die sich aber verbessert) und der geringeren Display-Auflösung (an die man sich aber tatsächlich gewöhnt), ist Windows RT tatsächlich das bessere System! Ich hätte das nicht gedacht, aber es stimmt.
– man hat ein gescheites Benutzermanagment, was auf dem iPad völlig fehlt
– der geteilte Bildschirm ist genial. Gleichzeitig chatten und ein Video gucken. Neben der Mail-App öffnet sich ein Foto- oder pdf-Viewer.
– das Multitasking ist genial, man kann Spotify/Amazon Cloud Player & Co. im Desktopbrowser im Hintergrund laufen lassen.
– die Bildschirmtastatur ist um längen besser, und auf dem Typecover lässt es sich im 10 Fingersystem fast so schnell tippen wie auf einer „richtigen“ Tastatur.
– Office!!!! 🙂

Zusammengefasst: I love it! Klar das bessere System, das aber appmäßig noch attraktiver werden muss.

Sweet Gwendoline 21. Oktober 2013 um 14:29 Uhr

Wenn Denn nun endlich Sonos seine App veröffentlicht.. das wäre was

pimp 21. Oktober 2013 um 16:40 Uhr

Surface RT um 200usd in den Staaten geschossen(refurbished – wie neu). Was fehlt? Eine ordentliche dropbox app(muss mir skydrive unter 8.1 nochmal ansehen.) Sonst eigentlich nichts.

Mir sind 2h mehr Akkulaufzeit lieber als x86 apps. Für PDF Blender, Matlab, fotozeugs und weiß gott was hab ich den desktop daheim. Für unterwegs genügen die apps,Browser und office.

Mike3k 21. Oktober 2013 um 17:02 Uhr

Ich hab das Gerät auch seit Donnerstag Vormittag. Als Ersatz für ein Android Gerät. Bin bei dem immer wieder an Grenzen gestoßen. Super Ding, finde ich.

@cashy: „Flimmert“ dein Display auch bei nicht so heller Hintergrundbeleuchtung und wenn du dann scrollst. Z.b. auf dem Startbildschirm, beim Wechsel zwischen Start/Desktop, beim Scrollen durch Seiten mit Hintergrund-Unterschieden, z.b. dem Gradient auf der MS-Surface Seite? Scheint so, als flackerte es für eine dynamische Kontrast-Berechnung… Das nervt mich total…

Christoph 21. Oktober 2013 um 17:05 Uhr

Schönes Sofa. Als Hintergrund für Produktbilder jedoch weniger gut geeignet. Da gehen meist unifarbene Hintergründe viel besser.

caschy 21. Oktober 2013 um 17:11 Uhr

@Mike3k: nicht bemerkt
@Christoph: Strandkorb

Mike3k 21. Oktober 2013 um 17:19 Uhr

@cashy: dann probiers mal bitte heute Abend! 😉 Am Tag merke ich das auch nicht, eher Abends, wenns dunkler ist und man die Helligkeit auf max 25% dreht. Vielleicht krieg ich das auch mal per Video eingefangen.

tobey 21. Oktober 2013 um 17:23 Uhr

Hey @ Caschy, Du monierst oben das Apps a la Soundcloud und Spotify für Win 8 fehlen. Warum willst Du dafür denn eigentlich eine App haben? Das tolle an dem MS Tablet, egal ob RT oder Pro, ist doch gerade, dass z.B. genau diese beiden „Musikdienste“, im Gegensatz zu iOS oder Android, im Browser absolut flüssig und problemlos laufen. So zumindest bei meinen Tests mit dem ersten Surface RT. Gerade Soundcloud ist über die Apps bei iOS und auch Android nicht vollständig nutzbar. Bei Android hatt ich immer mal wieder Probleme beim abspielen oder herunterladen. Bei iOS auf iPad und iPhone funktioniert der Download überhaupt nicht und auch das „favorisieren“ oder „folgen“ hat immer wieder andere Status, als tatsächlich im Browser der Fall ist. Mit Win8 im Browser auf dem Tablet fand ich es bis jetzt am allerbesten besten nutzbar. Daher verstehe ich das warten auf die Apps nicht. Das ist doch das geniale bei MS, da funktioniert’s wie auf dem Desktop. 😉

Mike3k 21. Oktober 2013 um 17:43 Uhr

@tobey: klar gehen websites, ich fänd aber apps auch besser. meine (napster) gibts zum glück mittlerweile. vorteile? ganz einfach: hintergrundbetrieb & die lautstärken-leiste erweitert sich eben um play/pause, vor/zurück, cover usw… 😉

Justus 21. Oktober 2013 um 18:17 Uhr

@tobey Die Websites müssten nur noch touchfreundlicher werden, dann sind Apps vielleicht irgendwann gar nicht mehr so wichtig.

Benedikt 21. Oktober 2013 um 18:58 Uhr

Für die Apps gibt es ja die Möglichkeit von Emulatoren wie BlueStacks! Funktioniert auf meinem W510 eigentlich sehr gut und ich hab alle Apps die ich brauche.

Volvisti 21. Oktober 2013 um 19:57 Uhr

Tolle Hardware, leider fehlen in der Fülle gute Apps und ich bezweifle dass sich das ändern wird. Jeder außer eben MS und Nokia haben RT den Rücken gekehrt und. Und wenn in wenigen Tagen die ersten Bay Trail Tablets/Convertibles mit echtem Win8.1 kommen, dann ist eh Feierabend für RT. Schade um die tolle Hardware und das Konzept. Aber wenn man den Gerüchten Glauben schenken mag, dann plant ja MS die Verschmelzung von RT und Windows Phone. Wenn es so kommt, werden wir sicher wieder tolle Surface Geräte zu sehen bekommen, dann auch mit hoffentlich gut gefülltem, vereinheitlichtem App Store.

gate057 21. Oktober 2013 um 21:34 Uhr

Das Surface 2 wäre ja was gewesen, leider fehlt für mich LTE/3G, daher warte ich auf morgen wenn Nokia das Lumia 2520 vorstellt, den da sollte dies wenn die Spec´s die man lesen konnte richtig sind. Mit WinRT habe ich ehrlich gesagt überhaupt kein Problem, den wenn man sich mal vor Augen hält was man mit einen Tablet anfangt, dann kann dies das WinRT soweit alles… das viele immer von einen echten Win 8.1 schreien kann ich nicht ganz vorstellen, den normale Programm auf einen Tablet machen keinen Spaß und diese sind zu 99,9% nicht für ein Touch ausgelegt und daher bin ich mir sicher, das man an Anfang zwar solche „echten“ Programme verwendet diese aber nach und nach weniger bis zum Schluss gar nicht mehr verwendet. Ganz ehrlich, ein Surface Pro ist nur für Grafiker und Photographen geeignet, sonst überschätzen sich viele zu glaube das sie es brauchen…aber wenn´s schön macht, jeden das sein und ich werde keinen dies bezüglich verachten.

ukausb 22. Oktober 2013 um 01:08 Uhr

Ich schätze Caschys blog, das muss ich wegen dessen sagen was jetzt kommt:
Das ist so ziemlich der nerdigste Beitrag den ich seit langem gelesen habe. Über 200 ppi sind nicht genug? Was für Augen hat der Mann? Es gibt nicht genug Musik apps? Ich bin erschüttert.
Dann wird das real sehr gute display mit den Papierwerten des (in Praxis kontrastarmen) Nexus verglichen. Dann beklagt sich Caschy daruber, dass sich die Tastatur auf der Couch nicht so gut benutzen lässt, genau da wo er vermutlich eben auch NICHT ein Notebook benutzt, sondern ein tablet- Tastatur abreißen Cachy!
Das surface ist ein tolles Gerät‘ eben weil ein hybrid und viel mehr als office brauchen viele Leute nicht. Erfolg bzw. Misserfolg des surface ist allerdings auch Beleg dafür, wieviel (unsinnigen) Einfluss nerds in diesem consumer Sektor haben – bei aller Wertschätzung.
PS: was Microsoft dabei alles verbockt hat (phone UND RT) ist ein anderes Thema

schmir 3. Dezember 2013 um 10:14 Uhr

Ich habe ein iPad4 und hasse das Ding. So ein teures Gerät und dann nur etwas für Consumer. Und noch nicht einmal wirklich consumer Freundlich ist es auch noch. Sehr viele Webseiten lassen sich darauf entweder gar nicht betrachten oder nicht wirklich nutzten weil irgendwelche Module in Flash sind. Das passiert mir mit dem Ding bei mehr als 40% aller von mir besuchten Seiten.

Daher probiere ich das Ding los zu werden und spiele mit dem Gedanken mir mal ein Surface 2 dafür zu kaufen, das ist billiger und man kann einiges mehr damit anstellen.

Dein Bericht finde ich ganz gut gelungen. Würde aber nicht so weit gehen das ich auf dem App Store so rum reiten würde. Am Anfang von Android gab es auch noch nicht so viel im Store. Und guck mal jetzt ist der Apple Store klein dagegen.
Man muss den Geräten die Chance geben Marktanteile zu sammeln um so auch das Käuferpublikum für Apps zu bekommen. Keine Käufer, keine Apps.

Microsoft hat da eine super Plattform mit gutem Betriebssystem.

schmir 3. Dezember 2013 um 10:24 Uhr

Ach ja ganz vergessen. Die Diskussion um das Betriebssystem.

Microsoft hat es wie alle anderen gemacht. Ein System für den PC und eines für Tablet und Smartphones. Klar gibt es das RT Pro auch aber das sehe ich eher als hybridgerät an.

Bei Apple ist es doch genau so. MacOS, IOS. Es verschmilzt immer mehr zu einem ist es aber noch nicht. Mit den neueren MacOs kann man auch den App Store nutzen. Und wie lange hat es gedauert ? Lange. Und wer hat darüber geklagt ? Keiner.
Aber bei Microsoft sie für die Verhältnisse schon weit sind, da wird geklagt. Komisch.

Das RT ist halt wie jedes andere Tablet OS. Mit gewohnter Oberfläche vom PC und für Firmenleute die Office benötigen ist alles da was man für den produktiven Einsatz benötigt.
Und sind wir mal ganz ehrlich wer würde zu hause auf einem PC mit der Leistung Win8 laufen lassen. Das Tablet soll ja auch funktionieren und nicht nur ruckeln.
Also WinRT hat absolut seine „Daseinsberechtigung“. Es ist sinnvoll und das zusammenspiel zwischen PC Apps und Tablet Apps wird, genau wie bei Apple auch, noch kommen.




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