Ausprobiert: Apple iPhone 6s Plus

25. Oktober 2015 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: caschy

IMG_4361Seit dem September 2015 sind die neuen iPhones auf dem Markt. Sie markieren die Nachfolger des iPhone 6 und des iPhone 6 Plus. Interessierte Käufer haben bei den neuen Geräten weiterhin die Wahl, ob sie ein kompaktes Gerät mit 4,7 Zoll ihr Eigen nennen wollen, oder ob sie zu einem etwas größeren Gerät greifen und sich somit für das iPhone 6S Plus entscheiden. In Sachen Optik hat sich augenscheinlich nichts getan, beide Geräte kommen im Gewand ihrer Vorgänger daher und weisen nur minimale Veränderungen auf. Das iPhone 6s bringt es auf ein Gewicht von 143 Gramm, während das iPhone 6s Plus 192 Gramm wiegt. 

Etwas schwerer als die Vorgänger, die 129 Gramm, beziehungsweise 172 Gramm wiegen. Ebenfalls minimal weichen die Maße voneinander ab (iPhone 6 Plus: Höhe: 158,1 mm, Breite: 77,8 mm, Tiefe: 7,1 mm / iPhone 6s Plus: Höhe: 158,2 mm, Breite: 77,9 mm, Tiefe: 7,3 mm.

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Ansonsten hat sich nichts getan, das Display des iPhone 6s löst mit 1334 x 750 Pixel bei 326 ppi auf, während es das iPhone 6s Plus auf 1920 x 1080 Pixel bei 401 ppi bringt. Ich selber hatte beim Vorgänger einige Zeit auf die Plus-Variante gesetzt, bevor ich zum handlichen 4,7 Zöller griff. Die Tatsache, dass der Akku durchaus eine ganze Ecke länger bei der großen Variante hielt, ließ mich nun aber wieder gerne zum iPhone 6s Plus greifen.

Das iPhone 6s Plus wirkt zwar selbst bei mir ab und an etwas groß in der Hosentasche, aber man gewöhnt sich bekanntlich an alles. Muss man halt schauen, was für eine Hülle man noch nutzt. Griff ich früher nie zu einer Hülle, so lässt mich mein erstes geschrottetes Smartphone am Anfang des Jahres nun doch zu Hüllen greifen.

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Unter der Haube der neuen iPhones verrichten zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ihren Dienst, zudem kommt ein leistungsstärkerer A9-Chip mit M9-Coprozessor zum Einsatz, der entweder von Samsung oder TMSC gefertigt wurde. Diese sanften Aktualisierungen tun dem Gerät gut, gerade bei grafisch aufwendigen Anwendungen oder Spielen ist ein Mehr an Leistung und Arbeitsspeicher zu begrüßen. Apple verkauft das neue iPhone in Kapazitäten zu 16 GB, 64 GB und 128 GB.

Eine Sache, die ich nicht verstehen mag. 16 GB Speicher bei einem Smartphone, welches sich nicht durch eine Speicherkarte erweitern lässt, das klingt so gar nicht nach Technik Ende 2015. 16 GB hat man halt mehr als schnell voll, gerade mit Blick auf die neuen Funktionen des iPhone 6s / iPhone 6s Plus. Vielleicht auch ein Verkaufsargument – kostet das 64 GB-Modell mit dem vierfachen Speicher doch „nur“ 110 Euro mehr. Hier kann der Rat an zukünftige Kunden nur sein: greift lieber zum größeren Modell, alles andere wird mit fortschreitendem Foto-, Video- und App-Konsum irgendwann in einen Engpass laufen. Und dann steht man doof da – Löschen oder Auslagern in die Cloud ist da angesagt.

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Zu den großen Neuerungen gehört aber nicht der verbesserte Chip, der NAND-Speicher-Kontrollchip nebst schnellerem Speicher und das Mehr an Arbeitsspeicher, denn der heimliche Star bei den neuen iPhones ist das Display, gepaart mit den neuen Software-Funktionen. 3D Touch ist hier das Stichwort. Für mich persönlich eine sehr gute Neuerung, an die man sich sehr schnell gewöhnt, sofern sie von den Entwicklern gut realisiert wurde. Über das drucksensitive Display erlaubt man den Nutzern den Zugriff auf vordefinierte Unterpunkte in einer App.

So bietet die Kamera-App beispielsweise direkten Zugriff auf die Funktionen Foto, Slo-Mo, Video und Selfie – namentlich heißt diese Funktion „Quick Actions“. Das alles geschieht, ohne dass die App als solches geöffnet werden muss. Man verliert sich nicht in Menüs von Apps, sondern greift direkt auf Unterpunkte zu. Immer mehr Entwickler bauen hier die Unterstützung ein, prominente Beispiele sind hier Swarm, Facebook, Instagram, WhatsApp und Telegram.

Quick Actions

Der Vorteil dieser Technologie könnte auch Impact auf die generelle App-Entwicklung haben. Wir können sicher sein, dass diese Lösung in ähnlicher Form auch in andere Geräte kommt, Huawei ist einer der Hersteller, die mit dem Mate S bereits für Anfang 2016 ein solches Gerät angekündigt haben.

App-Entwickler sind in der Vergangenheit gelegentlich den Weg gegangen, ihre Apps zu splitten, diese nach Funktionen getrennt anzubieten. Die Frage könnte in Zukunft lauten: Wieso eigentlich? Biete ich meinen Nutzern doch diverse Funktionen gleich über eine Art Kontextmenü an, welches über ein drucksensitives Display aufgerufen werden kann – Tasks aufrufen, ähnlich dem Rechtsklick mit der Maus am Rechner. Mal schauen, was da passiert auf dem Markt. Ich selber hätte mir da übrigens eine Konfigurierbarkeit in den Apps gewünscht – eine Sache, die bislang unter iOS nicht gänzlich möglich ist.

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Doch mit 3D Touch lassen sich nicht nur Apps mit einer Art Kontextmenü ausstatten, welches dynamische oder statische Punkte enthält, auch die Funktion Peek & Pop trägt für viele sicherlich zur Effizienz bei. Klickte man früher auf Links, damit man diese im Browser betrachten kann, so bietet Peek & Pop eine Vorschau des Ganzen via des drucksensitiven Displays. Es geht bei einem Druck auf einen Link der Browser in einem kleinen Zusatzfenster auf, welches den Inhalt zeigt – und bei stärkerem Druck kann ich diesen Browser auch direkt öffnen.

Das Ganze funktioniert nicht nur mit Links, sondern auch mit Fotos, mit Adressen oder Kalendereinträgen. Verschwendete man früher vielleicht viel Zeit mit dem Switchen zwischen den Apps, so bekommen man nun die entsprechenden Inhalte auf die Schnelle zu sehen. Das Ganze wird für den Nutzer durch den Einsatz einer neuen Taptic Engine spürbar gemacht, er bekommt also haptisches Feedback je nach seiner Aktion. Man gewöhnt sich ziemlich schnell an die neuen Möglichkeiten und man will es nicht mehr missen, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat.

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In Sachen Haptik und Optik ist man sich treu geblieben, ich erwähnte die leicht veränderten Maße und das neue Gewicht, ansonsten bleibt es so, wie es auch beim Vorgänger war. Man verzichtet weiterhin auf eine rekordverdächtige Screen-to-body-Ratio, stattdessen soll das iPhone weiterhin flach bleiben. Würde man das Gerät bei gleicher Displaygröße in der Höhe eindampfen, so würde es einfach mal eine Ecke dicker sein.

Das Display als solches unterscheidet sich für meine Augen nicht von der Vorgängerversion. PPI und Auflösung bleiben gleich. Hatte ich beim Vorgänger noch das Gefühl, fast plastisch wirkende Inhalte zu sehen, so ist alles was ich nun sehe „normal“. Meine Augen haben sich an die guten Werte bei Helligkeit, Kontrast und Farbdarstellung gewöhnt. Für mich hat man mit diesem Display vielleicht nicht das höchstauflösendste am Markt, aber sicherlich eines der besten. Wer es besonders empirisch lesen möchte, der findet bei Display Mate eine lange Analyse des Displays, hier wird unter anderem die besonders hohe Helligkeit und die niedrige Reflexion gelobt.

Was aber Neuerungen spendiert bekommen hat, das ist die Kamera. Statt 8 Megapixel kommen nun 12 Megapixel zum Einsatz. Beim iPhone 6s Plus findet man weiterhin einen optischen Bildstabilisator vor, der nun auch für Videos aktiv wird. Wie beim Vorgänger auch lassen sich Slo-Mo- und Zeitraffer-Aufnahmen von euch anfertigen, neu ist beim iPhone 6s und dem iPhone 6s Plus die Aufnahme von 4K-Videos. Hier weise ich noch einmal auf die Speicherkapazitäten hin. Wer die neuen Technologien in den neuen iPhones nutzen und nicht sämtlichen Content in die Cloud schieben will, der wird mit der 16 GB-Variante nicht besonders lange hinkommen.

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Die Kamera ist gut, soviel einmal vorab. Mir stehen allerdings die Haare zu Berge, wenn ich Testberichte von Smartphones lese, die behaupten, dass die Kamera in Smartphone XYZ DSLR-Niveau hat. Das ist Blödsinn. Des Weiteren langt eine gute Kamera nicht für ein gutes Bild. Der erfahrene Anwender wird aus einer Smartphone-Kamera sicherlich oftmals mehr rausholen, als der Laie an einer DSLR. Dennoch erreichen heutige Smartphone-Kameras ein Niveau, bei dem man nicht mehr zwingend zu einer Knipse greifen muss. Alles eine Frage des eigenen Anspruchs. (habe ein paar unbearbeitete Bilder hier hochgeladen, alles Standard, keine Filter).

Wir schauen uns mit den Smartphones geschossene Fotos auch auf dem großen TV an und haben eigentlich nie qualitativ an den Bildern etwas auszusetzen. Hier muss aber gesagt sein: wenn ich fotografiere, dann ist dies zu 99 Prozent quick’n’dirty aus der Hüfte geschossen, weil ich einen Moment einfangen will. Proaktiv gehe ich da selten auf die Motive zu, um ein besonderes Bild zu schießen. Als Vater eines kleinen Jungen schieße ja Unmengen von Fotos, da ich ja Erinnerungen einfangen will.

Ich für mich sehe trotz verbessertem Autofokus, Rauschfilter und der Farbwiedergabe jetzt nicht die besonders großen Unterschiede qualitativ, lediglich auf großen Dispays oder bei Zoom ist ein Unterschied durch die höhere Auflösung zu erkennen, dann kommen mehr Details zum Tragen. Wer allerdings mit den neuen iPhone geschossene Fotos mit denen der Vorvor-Versionen vergleicht, der wird natürlich Unterschiede sehen. Ich bin der Meinung, dass besonders Hauttöne auf neueren Fotos natürlicher wirken, des Weiteren ist natürlich auch im Bereich Low-Light einiges verbessert worden – fällt mir auf, wenn ich die mit dem iPhone 5 geschossenen Fotos meines Schwiegervaters sehe.

Kurzum: die Neuerungen sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, die Neuerungen liegen im sprichwörtlichen Detail. Apple platziert die neuen Kameras in den Top 10 auf dem Markt und zeigt, dass Megapixel nicht immer alles sind, wenn die restlichen Sensor-Komponenten mit der Software harmonieren. Dennoch muss man klar sagen, dass der Wettbewerb auf dem Papier schon mit besseren Werten aufwarten kann, wenn man den mobile DXO-Mark als Kriterium heranziehen will. Auf einer Skala von 0 bis 100 teilen sich die ersten 10 Plätze die Punktzahlen 82 bis 87, enge Kiste also.

Übrigens: da ich vorhin die Möglichkeit erwähnte, Selfies direkt über 3D Touch aufzunehmen: auch die Frontkamera ist verbessert worden, sie bietet jetzt 5 Megapixel für Fotos und Videotelefonie an. Hier hat man allerdings keinen Blitz verbaut, wie es der Wettbewerb oftmals macht, stattdessen wird das Displays zum Blitz, sofern aktiviert. Hierbei wird das Display bei voller Helligkeit weiß scharfgeschaltet, was besonders in dunklen Umgebungen für spürbar bessere Selfies sorgt. Für alle, die mehr aus ihren Fotos herausholen wollen, bleibt die Devise: man nutze eine Kamera-App, die den Zugriff auf Dinge wie Verschlusszeit oder ISO-Wert gibt. Camera+ (mittlerweile auch kostenlos als Grundversion zu haben) ist da seit Jahren ein Beispiel für eine fortschrittliche App. Apple selber verändert in der Kamera-App nichts großartig zum Vorgänger.

live

Doch nicht nur im Videobereich ist mit der Aufnahme von Videos in 4K etwas hinzugekommen, mit Live Fotos ist eine neue Generation der Fotoaufnahmen hinzugekommen. Hier bin ich mir allerdings noch unsicher, ob das nun ein Trend ist (die Technologie ist nicht neu), oder lediglich eine Spielerei. Sofern der Live-Modus aktiviert ist, wird vor und nach dem eigentlichen Shot eine kurze Sequenz aufgenommen, dass das statische Bild per Druck auf die drucksensitive Oberfläche zum Bewegtbild macht. (Im Screenshot über diesem Absatz einmal das Sharing eines Live Photos. Zu sehen ist das statische Bild, das hier verlinkte GIF zeigt ein exportiertes Live Foto. Wirkt bei Naturfotos oder welchen, die Menschen zeigen natürlich besser.)

So bekommt man halt nicht nur das Bild mit, sondern auch einen kurzen Auszug aus dem Davor und dem Danach – inklusive Ton. Das Ganze soll intelligent vom Smartphone erkannt werden, bewegt man das Smartphone nach Drücken des Auslösers schnell nach unten, so soll keine Sequenz aufgenommen, weil dies unsinnig wäre. Auch diese Live Photos  Funktion benötigt natürlich zusätzlichen Speicherplatz, des Weiteren sind die so aufgenommenen Fotos nicht für jedermann zu betrachten.

Hier gibt es allerdings schon diverse Apps und Methoden, das so aufgenommene Live Photo in Video oder GIFs umzuwandeln, als Beispiel sei hier die App Lively erwähnt, die das Bild dann in ein Video oder in ein GIF umwandelt. Wer mit dieser App nicht zufrieden ist, der kann auch zu Live GIF greifen, diese App bietet ebenfalls den Export in Video oder GIF an.

Live Photos lassen sich direkt in der Kamera-App aktivieren, der kleine Kreis oben mittig visualisiert, ob die Funktion aktiviert (gelb hinterlegt) oder deaktiviert ist. Übrigens: Live Photos werden in der Übersicht mit einem kleinen „Live“ links oben visualisiert. Teilt ihr dieses Live Photo mit einem unterstützten Gerät (ab iPhone 5s), so bekommt es der Empfänger ebenfalls als Live Photo. Ihr könnt aber auch als statisches Bild teilen, hierfür einfach die Live-Option links oben deaktivieren. Aus heißt: es wird nur das klassische Bild geteilt.

Live GIF
Ausprobiert: Apple iPhone 6s Plus
Entwickler: Priime, Inc.
Preis: 1,99 €
  • Live GIF Screenshot
  • Live GIF Screenshot
  • Live GIF Screenshot
  • Live GIF Screenshot
  • Live GIF Screenshot
  • Live GIF Screenshot
  • Live GIF Screenshot

Zur 4K-Videoaufnahme: sie ist standardmäßig nicht aktiviert, die Einstellung findet ihr unter Einstellungen > Fotos & Kamera > Kamera. Der Standard liegt hier bei 1080p und 30 Frames pro Sekunde. Dieser kann für FullHD auf 60 Frames justiert werden, 4K liegt fest bei maximalen 30 Frames. Apple gibt hier gleich eine ungefähre Größenangabe bei Videos an. So liegt FullHD in der Standardeinstellung mit 30 Frames bei 130 Megabyte pro Minute, während es 4K auf circa 375 Megabyte bringt.

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Nutzung und Akkuleistung in meinem täglichen Leben? Wie ich initial erwähnte: zwar hat man heute vielleicht gelegentlich eine Steckdose zur Hand, alternativ vielleicht einen externen Akku. Ich allerdings freue mich, wenn ich auch ohne diese Dinge durch einen richtigen Tag komme. Und ein richtiger Tag bedeutet eben nicht: halbe Stunde Fahrt ins Büro / die Uni / die Schule, dann mit dem Smartphone ans Netz und am Nachmittag / Abend wieder nach Hause.

Ordentliche Leistung bedeutet für mich, das ich den ganzen Tag auf Achse bin, vielleicht auch bis tief in die Nacht. Das schaffte das iPhone 6 in meinem Nutzungsszenario nicht. Aber das iPhone 6 Plus schaffte es und das iPhone 6s Plus steht diesem in nichts nach. Trotz marginal kleinerem Akku (der neue Akku hat 2.750 mAh) komme ich durch die bessere Effizienz der Komponenten tatsächlich durch den kompletten Tag und die ganze Nacht. Eine generelle Aussage zu treffen, ist da schwer. Die Spieler unter euch bekommen den Akku sicherlich schneller klein als ich – ich spiele meinen Pro Evolution Soccer Club Manager, der Rest ist reiner Medienkonsum in Form von Video- und Bildmaterial, dazu habe ich alle paar Minuten das Smartphone in der Hand, um Statusmitteilungen zu lesen oder um welche abzugeben.

Es gibt viele Kriterien beim Verbrauch: die Verbindungsqualität zum nächsten Funkmast, auch der Provider oder die Mastenwechsel bei der Bahnfahrt können ein Zünglein an der Waage sein. Ich kann euch auf Wunsch natürlich noch gerne eine Statistik erstellen, wie lange das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus in der Lage sind, einen FullHD-Film bei voller Helligkeit abzuspielen und dieses dann in Vergleich mit anderen Smartphones setzen. Bringt leider nicht ganz so viel, wenn Smartphone A weniger hungrig beim Abspielen von Filmen ist, als Smartphone B – aber Smartphone B weniger Energie beim Browsing benötigt.

Sollte sich tatsächlich jemand für Statistiken bezüglich des Akkus interessieren, dann empfehle ich den Blick auf den iPhone-Test von Anandtech, die seit jeher akribisch testen und auch die Klientel bedienen, die gerne jedes Fitzelchen abseits der reellen Nutzung sehen wollen. Hier schafft es das iPhone 6s Plus auf eine Laufzeit von 12,90 Stunden, hier misst man allerdings auch nur das Browsing im Netz bei aktiviertem WLAN. Auch nichts, was dem echten Leben gerecht wird. Solltet ihr allerdings noch synthetische Benchmarks (Geekbench liefert einen Akkubenchmark) wollen, so reiche ich diese gerne nach.

Nackte Zahlen liefert der Geekbench auch leistungstechnisch. Hier konnte es das 64Bit-Gerät des letzten Jahres auf 1577 Punkte im Single Core-Benchmark bringen, während im Bereich Multi-Core 2865 Punkte erreicht wurden. Das iPhone 6s Plus erreicht hier nun 2535 im Single Core- und 4416 Punkte im Multi Core-Benchmark. Im Rahmen meiner Tests hatte ich natürlich den Blick über den Casual Gaming-Tellerrand gewagt und auch zu Spielen mit höherer Grafikintensität gegriffen – hier kann ich sagen: alles richtig gemacht: das iPhone 6s Plus hat genug Dampf für alles, was ihr derzeit bekommen könnt. Wer Wert auf 3D Mark legt: Ice Storm und Ice Storm Extreme liegt schon unter den empfohlenen Möglichkeiten, die Ultimate Variante bringt es auf 27.797 Punkte. Das neue iPhone ist spürbar schneller, so viel muss man neidlos anerkennen

Weiteres: mit dem iPhone kann man auch telefonieren. Ich konnte jederzeit gut verstanden werden und auch mein Gegenüber hörte mich deutlich und klar, selbst in lauterer Umgebung. Da muss natürlich auch das Netz passen. Apropos Netz: hier ist man auch etwas fortschrittlicher unterwegs und bietet LTE Advanced. Das ist natürlich eine schicke Sache, doch wahrscheinlich in Deutschland so derzeit nicht ausreizbar. Auch Touch ID ist schneller geworden. War die Entsperrmethode schon beim Vorgänger schnell, so hat man beim 6s und dem 6s Plus noch eine Schüppe draufgelegt – der Sperrbildschirm ist so fast schon nicht mehr zu sehen.

Doch nun wird es interessant: Wie sieht denn mein Fazit aus – und lohnt ein Update?

Das neue iPhone ist gelungen, zweifelsohne. Wer noch ein iPhone 5 oder ein iPhone 5s sein Eigen nennt und aktualisieren wollte, der hat nun den besten Grund dazu. Im Vergleich zu diesen Versionen ist eigentlich alles wesentlich besser, während es im direkten Vergleich zum Vorgänger natürlich marginaler ausfällt. Die s-Klasse ist weiterhin eine sanfte Weiterentwicklung, die zwar schneller ist und mit der 3D Touch-Funktion auch über ein neues Bedienkonzept verfügt, doch wer bislang nichts beim iPhone 6 oder dem iPhone 6 Plus vermisst, der kann gerne ein weiteres Jahr das vorhandene Gerät nutzen (es sei denn, man erzielt einen guten Verkaufswert, sodass die Neuanschaffung nicht so schwer ins Gewicht fällt).

Apple bringt in diesem Jahr nicht nur neue Funktionen, sondern zieht auch die Preise an. So liegt die nicht zu empfehlende 16 GB-Ausgabe des iPhone 6s bei 749 Euro, während das iPhone 6s Plus schon 849 kostet. Geht man auf die 64 GB-Variante, so liegt man schon bei stolzen 849 Euro, beziehungsweise 959 Euro. Das ist sehr viel Geld – und der Anschaffungspreis wird sicher nicht viel geringer im Verlauf der Monate – anders als es bei Android-Geräten der Fall ist. Positiv dagegen zu halten ist natürlich der hohe Wiederverkaufswert. Doch unter dem Strich bleibt: es ist natürlich ein teurer Spaß, aber ein gelungener.



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Über den Autor: caschy

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