Ausgelistet: HTC One (M8) fliegt aus 3DMARK-Rangliste

1. April 2014 Kategorie: Android, Mobile, geschrieben von:

Bereits im letzten Jahr schnappte man sich bei Futuremark Smartphones, die angeblich darauf optimiert waren, besonders gute Ergebnisse in Benchmarks zu liefern. Damals traf es diverse Geräte von Samsung und HTC, sie wurden aus den Bestenlisten ausgeschlossen – seitens Futuremark heißt es ganz klar, dass man klare Regeln und das Ziel habe, unvoreingenommene Ergebnisse veröffentlichen zu können.

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Benchmarks müssen ganz normal vom Gerät ausgeführt werden, ohne Erkennungen und spezielle Anpassungen. Sollte ein Gerät nicht in das Regelwerk passen oder mit auffälligen Ergebnissen ums Eck kommen, so wird es ausgelistet und nicht mehr in der Benchmarkliste geführt.

Bei Samsung tweakt man bei einigen Geräten nicht mehr, was dazu führte, dass zum Beispiel das Samsung Galaxy Note 3 wieder ganz normal aufgeführt ist. Weiterhin die Delisted-Eselsmaske haben auf: HP Slatebook, HTC One Mini, HTC One (M7) und das Samsung Galaxy Note 10.1.

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Seit heute hat die Liste einen weiteren prominenten Besucher, auch die neue Ausgabe des HTC One – das M8 – flog aus der Liste. In der Erklärung beruft man sich unter anderem auf die Testberichte und die Ergebnisse von AnandTech, die wohl Anomalien aufweisen sollen. Hier ging es konkret um einen High Performance Modus, der während des Benchmarks freigeschaltet wurde – allerdings auch von anderen Nutzern freigeschaltet werden kann. In unserem Kurztest kam es allerdings mit einem europäischen Gerät nicht zu großen Veränderungen.

Beim HTC One (M8) wurden laut Futuremark Regeln gebrochen, z.B. dass kein Gerät eine Benchmark-Software erkennen dürfe und daraufhin schneller arbeite. Hierdurch kämen im Schnitt 15 Prozent mehr Leistung auf den Tacho, was die Werte in den Ranglisten falsch darstellen würde. Durch die Möglichkeit, den High Performance Modus vom User oder durch Apps zu ändern, sei eine „Echtwelt-Performance-Messung“ nicht möglich.

Und ich? Ich bin froh, dass ich Benchmarkpunkte nicht in eine Kaufentscheidung mit einbeziehe. Das Ganze erinnert mich an die frühen 2000er Jahre, als ATI, NVIDIA und Co um die Benchmarkkrone kämpften und vieles optimierten. Im Real World-Einsatz hatte der Nutzer davon leider nicht wirklich etwas. Kurz gesagt: mir ist es Lachs, ob mein Smartphone 30.000 oder 40.000 Punkte in irgendeinem Mullu Mullu-Benchmark macht, sofern es meine täglichen Anwendungen glatt laufen lässt.


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