Aus Verzweiflung selbst gebaut: smarter Badspiegel zeigt Infos bei Morgentoilette

3. Februar 2016 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_smartmirrorWas macht man, wenn man eine genaue Vorstellung von einem Produkt hat, dieses aber so nicht im Handel findet? Heißt man Max Braun und möchte einen smarten Badspiegel, baut man ihn sich einfach selbst. Er ist nicht der erste Bastler, der sich einen solchen Spiegel in Eigenregie zusammenklöppelt und sicher auch nicht der letzte, denn so kompliziert sieht das eigentlich gar nicht aus. Angefertigt hat er den Spiegel deshalb, weil er keinen käuflich erwerben konnte. Einen Spiegel, wie er oftmals im Fernsehen als Zukunftsmusik zu sehen ist, wollte er trotzdem.

smart_spiegel

Es ist wohl mehr die anschauliche Beschreibung des Projekts, die einen packt, es klingt so herrlich einfach. Man nehme einen Zwei-Wege-Spiegel, ein Display dahinter, verbinde das Ganze mit einem Controllerboard und zapft ein paart Android APIs an. In der aktuellen Fassung zeigt der Spiegel von Max Braun das aktuelle Wetter inklusive 24-Stunden-Vorherhsage, Datum und Uhrzeit, sowie Nachrichten von Associated Press. Angebracht ist er auf einem normalen Badhängeschrank.

spiegel_02

Das soll aber noch nicht alles gewesen sein, der Spiegel soll auch Verkehrsinformationen geben oder Erinnerungen anzeigen. Im Prinzip möchte Braun all das auf dem Spiegel anzeigen können, was auch über Google Now-Karten angezeigt wird. Eine Interaktion mit dem Spiegel selbst soll dabei nicht nötig (und nicht möglich) sein. Nur eine Sprachsuche gibt es, falls man doch einmal detailliertere Informationen zu etwas beim Zähneputzen benötigt.

Befeuert wird das Display übrigens via Chromecast, Nexus Player und aktuell via Fire TV Stick. Also eine durchaus günstige Lösung, um Informationen auf den Badspiegel zu bringen. Leider gibt es kein detailliertes Making-Of des Spiegels, das möchte Max Braun aber ebenfalls noch veröffentlichen, vielleicht. Tolles Projekt, das auf jeden Fall Eindruck macht und eine der sinnvolleren Anwendungen im Internet der Dinge zeigt. Ein Infopanel im Bad kann morgens durchaus ein paar Minuten einsparen.



Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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22 Kommentare

Hannes 3. Februar 2016 um 16:35 Uhr

Auf Reddit haben in den letzten Monaten da ebenfalls einige User Ihre Spiegel präsentiert. Ganz aktuell: https://www.reddit.com/r/DIY/comments/43wwzf/magic_mirror_for_the_masses/

Overkee 3. Februar 2016 um 16:39 Uhr

Ich habe so etwas schon einmal mit einem Raspberry pi gesehen und der hat sogar mit iOS zusammengearbeitet. Aber sobald eine genaue dokumentation vorliegt, könnte ich mir vorstellen ihn nachzubauen. Einen FireTV Stick habe ich hier noch rumliegen, wird eh kaum benutzt.

Uli 3. Februar 2016 um 16:42 Uhr

ist keine Weltneuheit: https://github.com/evancohen/smart-mirror (und der referenziert auch auf zwei andere Projekte)

Andy 3. Februar 2016 um 16:46 Uhr

Hi. Wo ist der Artikel von heute zu Holo Lens?

ich 3. Februar 2016 um 17:03 Uhr

Sieht für mich nicht reell aus. Für Spiegel plus Display benötigt man eine gewisse Tiefe, und die scheint mir hier nicht gegeben zu sein.

Andreas 3. Februar 2016 um 17:07 Uhr

…letzte Message: Deckel runter!!

Dieser 3. Februar 2016 um 17:20 Uhr

Hammer! Sobald es das zum Nachbauen gibt bin ich dabei! 🙂

formateins 3. Februar 2016 um 17:24 Uhr

Überholt… mittlerweile gibt es den Smart@Home Toilet Paper Seeder. Aurduino-Board holt sich die Headlines von bild.de und ein gemoddeter Minidrucker haut sie auf’s mind. 3-lagige Papier. Der Push-to-Poop-Button gibt immer 3 Blätter aus. Vorsicht! Tinte erst trocknen lassen, sonst wird’s schmierig! 😀

Bernhard 3. Februar 2016 um 17:37 Uhr

Sprachsuche beim Zähneputzen stell ich mir schwierig vor

Greghouse 3. Februar 2016 um 18:39 Uhr

Wenn man die ganzen smart Home News so liest, kann man sich wirklich nur darauf freuen, was in Zukunft noch alles auf den Markt kommt.

Kalle 3. Februar 2016 um 19:07 Uhr

Sicher cool. Aber warum nicht einfach ein Tablet auf die Konsole im Bad stellen? Das kann man dann auch mit an den Frühstückstisch oder woanders hin mitnehmen. Zusammen mit ner App wie dieser hier:
https://itunes.apple.com/de/app/id449955536

Daniel 3. Februar 2016 um 19:08 Uhr

Ebenfalls schon länger mit’m Raspberry Pi umgesetzt… Zu finden unter den Projekten beim Forum-Raspberry.de

Fabian 3. Februar 2016 um 19:34 Uhr

Also etwas wirklich neues ist das jetzt nicht wirklich 🙂 Wir haben das schon vor über einem Jahr umgesetzt. Zwar nicht fürs Badezimmer, aber die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt. Als kleines Extra macht sich das schon sehr nett im Wohnzimmer, vor allem wenn neue Gäste zu Besuch sind. Wer Lust hat, soll das einfach mal machen. Spionglas kostet nicht so viel, einen Raspberry haben viele eh zu Hause rumliegen und der Rest ist Tüftelei 🙂

Robertobert 3. Februar 2016 um 21:27 Uhr

Interessant ist doch nur woher der FireTV die Information bezieht .. sonst läuft das demnächst auf einen RasPi .. bei uns im Flur

Paddy0174 4. Februar 2016 um 01:34 Uhr

Alles zu kompliziert…;)
Am einfachsten ist es, ein altes Tablet zu nutzen.
Kurzform:
IKEA Bilderrahmen -> Spionfolie von Amazon -> schwarze Farbe -> Ecke aus der Rückwand des Rahmens schneiden -> Folie auf Glas -> Tablet einklemmen/einkleben -> Läuft!
Damit funktioniert sogar die Steuerung des Tablets noch, es gibt nur ein Kabel (Strom), und man hat nicht den Aufwand einen RasPi zu verarbeiten.

Daniel Gleich 4. Februar 2016 um 08:56 Uhr

Alles was hier in den Kommentaren aufgezählt wird wurde auch auf der Seite von Max Braun beschrieben, dort bekommt man auch eine Teileliste bei der man sieht was für ein Display er genommen hat und es sich somit erübrigt das es nicht „reell“ sein kann wegen der Tiefe… man sollte vilt. auch mal den Links folgen die angegeben werden.

Markus 4. Februar 2016 um 21:50 Uhr

Alternative mit altem Tablet als Display: http://lifehacker.com/build-yo.....1739447316

okraftdd 7. Februar 2016 um 18:46 Uhr

Für den Fall, dass so ein Spiegel einfach mal nur gekauft werden kann, ohne selber zu basteln, könnte ich mir vorstellen, einen zu kaufen. 🙂

spiegelschrank-kaufen 13. Mai 2016 um 00:06 Uhr

Dass es das gibt! Hat das auch schonmal jemand aus Deutschland nachgebaut? Würde mir das gerne mal persönlich anschauen & einen Eindruck vom Look & Feel verschaffen.

Ansonsten wäre das, wie okraftdd bereits sagte, eine Marktlücke 😉


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